Von 1973 bis 1990 trat Gatter mit sozialkritischen Liedern auf (zuletzt 2012). Zugleich schrieb er Berichte, Rezensionen und Aufsätze für Jugend- und Musikzeitschriften, Dialoge und praktische Anleitungen für Straßentheater, ferner Glossen und satirische Beiträge, auch in Kooperation mit Burkhard Ihme.
Von 1988 bis 1998 lehrte er am Germanistischen Seminar der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Er war Mitglied im Koordinationsausschuss der AG Song und im VS in NRW (bis 2010), als Delegierter desselben Mitglied im erweiterten Vorstand des Kulturrats NRW sowie Vorstandsmitglied im Preis der deutschen Schallplattenkritik, wo er noch heute als Juror tätig ist. Auch in der Jury der Liederbestenliste wirkte Gatter mit.
Er ist Vorsitzender der 1997 am Rahel Varnhagen Kolleg in Hagen gegründeten Varnhagen Gesellschaft. Zu den Projekten des Vereins gehört eine vollständige und kommentierte Edition der Tagesblätter von Karl August Varnhagen von Ense.
Werke (Auswahl)
Mit Gerd AugustinTina Turner – Die Frau, die ein großes Comeback feierte. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1986, ISBN 3-404-61100-4.
Heavenly Creatures. Roman. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1995, ISBN 3-404-12320-4; Übersetzung ins Japanische u. d. T. Otome no inori, übersetzt von Yoshio Hirai. Shinchosha, Tokyo 1995 (= Shincho bunko, Ka:22-1). ISBN 4-10-246801-3.
„Gift, geradezu Gift für das unwissende Publicum.“ Der diaristische Nachlaß von Karl August Varnhagen von Ense und die Polemik gegen Ludmilla Assings Editionen.Aisthesis, Bielefeld 1996, ISBN 3-89528-149-2; dass., vom Verfasser durchgesehene 2. Auflage, Varnhagen Gesellschaft e. V., Köln 2020 (Web-Ressource).
„Lebensbilder, die Zukunft zu bevölkern.“ Von Rahel Levins Salon zur ‚Sammlung Varnhagen‘. Varnhagen Gesellschaft, Köln 2006, ISBN 3-00-019894-6.
[unter Mitarbeit von Christian Liedtke und Elke Wenzel] Almanach 2: Makkaroni und Geistesspeise. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-8305-0296-6.
Ludmilla Assing: Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Eine Biographie. 2 Bde., Hildesheim / Zürich / New York Olms 2004 (Bewahrte Kultur. Ein Reprintprogramm zur Sicherung gefährdeter und seltener Bücher, gefördert von der Kulturstiftung der Länder), ISBN 3-487-12029-1, ISBN 3-487-12030-5.
Karl August Varnhagen von Ense: Paris, 1810. Reisebericht aus Straßburg, Lothringen und Paris mit neun Briefen von Henriette Mendelssohn an den Autor. Varnhagen Gesellschaft, Köln 2013, ISBN 978-3-00-040929-5.
[unter Mitarbeit von Inge Brose-Müller und Sigrun Hopfensperger] Almanach 3: Der Sopha schön, und doch zum Lottern. Freundesgabe für Konrad Feilchenfeldt, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-8305-0579-2.
Diskographie
[unter dem Pseudonym Aragorn, mit Constanze Blumenberg:] Lebenszeichen. Großstadt- und Märchenlieder. 1982.
Deutsches Literatur-Lexikon. Das 20. Jahrhundert. Biographisch-bibliographisches Handbuch. Bd.10: Fries–Gellert, hrsg. von Konrad Feilchenfeldt, de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-908255-10-9.
Dietmar Kappe: Ein vergessener Schriftsteller. Vortrag über Karl August Varnhagen von Ense. In: Der Weg. Evangelische Wochenzeitung für das Rheinland. Jg. 53, Nr. 15, 5. April 1998.
Konrad Feilchenfeldt: Die „Varnhagen von Ensesche Sammlung“ als diaristisches Werkzeugnis. Zu Nikolaus Gatters Studie über Varnhagens ‚Tagebücher‘. In: Internationales Jahrbuch der Bettina-von-Arnim-Gesellschaft. Bd. 11/12, 1999–2000, S. 259–269.
↑Vgl. Yves Massemin über einen Auftritt in Lambres-lez-Douai, in: La Voix du Nord, 23. November 2012.
↑Vgl. Werkbuch Liedermachen. Gedanken, Anregungen, Beispiele, Modelle. Hrsg. v. Heinz-Wilhelm Schnieders, G. Bosse, Regensburg 1982, ISBN 3-7649-2261-3.
↑Vgl. Kai Engelke (Hrsg.): Das Straßenmusik Buch. Mit vielen Tips, Berichten, Erfahrungen, juriostischen Hinweisen, Forderungen, Interviews, Statements, Fotos, Zeichnungen, Gedichten & Liedern zu Straßenmusik und Straßentheater. Gauke Verlag, Hannversch Münden 1984, ISBN 3-87998-049-7.
↑Tilman Spreckelsen: Ersatz für Rahel. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr.296, 27. November 2019, S. 9 (Web-Ressource unter dem Titel Die Königskinder vom Rhein, dort S. 2)