In beiden Fällen wird häufig auch auf das stabile Vektorbündel übergegangen, also über die kanonischen Inklusionen und auf die induktiven Limiten und entsprechend auf die klassifizierende Abbildung und eine Hochhebung .
Eine Hochhebung von auf als Strukturgruppe entfernt nicht nur eine, sondern gleich drei Homotopiegruppen der unendlichen orthogonalen Gruppe , nämlich und sowie unter Verwendung von achtfacher Bott-Periodizität. Eine Ninebrane-Struktur bezeichnet daher auch oft nur den hinteren Schritt, wobei die vorderen Schritte eigene Bezeichnungen haben:
Eine Hochhebung auf (mit :=\operatorname {O} \langle 9\rangle }
) ist eine 2-Orientierung. Dabei stammt die Benennung davon, dass die Hochhebung auf eine Orientierung ist.
Eine Hochhebung auf (mit :=\operatorname {O} \langle 10\rangle }
) ist eine 2-Spin-Struktur. Dabei stammt die Benennung davon, dass die Hochhebung auf eine Spin-Struktur ist.
Gemäß dieser Benennung könnte die Ninebrane-Struktur also auch als 2-String-Struktur bezeichnet werden.
Eigenschaften
Sei die singuläre Kohomologieklasse, welche von der hinteren Abbildung in der kurzen exakten Sequenz aus dem Whitehead-Turm beschrieben wird. Eine Fivebrane-Struktur hebt sich genau dann zu einer 2-Orientierung , wenn:
In diesem Fall ist die Menge der 2-Spin-Strukturen für eine gegebene 2-Orientierung ein Torsor der Kohomologie .
Sei die singuläre Kohomologieklasse, welche von der hinteren Abbildung in der kurzen exakten Sequenz aus dem Whitehead-Turm beschrieben wird. Eine 2-Orientierung hebt sich genau dann zu einer 2-Spin-Struktur , wenn:
In diesem Fall ist die Menge der 2-Orientierungen für eine gegebene Fivebrane-Struktur ein Torsor der Kohomologie .
Sei die singuläre Kohomologieklasse, welche von der hinteren Abbildung in der kurzen exakten Sequenz aus dem Whitehead-Turm beschrieben wird. Eine 2-Spin-Struktur hebt sich genau dann zu einer Ninebrane-Struktur , wenn:
In diesem Fall ist die Menge der Ninebrane-Strukturen für eine gegebene 2-Spin-Struktur ein Torsor der Kohomologie .
Hier ist der Torsor einer Gruppe eine Menge mit einer freien und transitiven Gruppenwirkung von dieser, also einfach die zugrundeliegende Menge der Gruppe. Damit wird betont, dass sowohl die Gruppenstruktur verloren geht und es keine kanonische Zuordnung gibt.
Da der Kohomologiering von sämtlichen Stiefel-Whitney-Klassen erzeugt wird, scheint es naheliegend, dass sich etwa die kontrollierenden Kohomologieklassen und einfach mit den Überlagerungen und als und darstellen lassen. Jedoch stimmt das nicht und es gelten sogar und . Das liegt daran, dass die Überlagerungen jenseits von nicht mehr surjektiv sind und dementsprechend nicht unbedingt einen surjektiven Rückzug auf Kohomologien induzieren. Insbesondere stammen die kontrollierenden Kohomologieklassen und daher nicht von den Stiefel-Whitney-Klassen, sondern sind eigene in den Kohomologien außerhalb der Bilder von und . Anders ausgedrückt faktorisiert die stetige Abbildungen nicht über und die stetige Abbildung nicht über .