Norbert Bunge (* 12. Juli 1941 in Berlin; † 14. April 2024 ebenda) war ein deutscher Filmemacher, Kameramann, Fotograf und Galerist. Er betrieb viele Jahre die Fotogalerie argus in Berlin-Mitte.

Bunge drehte seit 1974 zahlreiche Dokumentarfilme, zunächst als Kameramann, später auch als Regisseur und Produzent. Die Themen seiner Filme sind neben den Porträts bekannter Künstler wie George Grosz, Peter Weiss und Fritz Cremer insbesondere der Nationalsozialismus und die Apartheid. Seine Filme wurden im Kino, im Fernsehen und auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt.
1996 eröffnete er die Galerie argus fotokunst in Berlin-Mitte, die der Fotografie des 20. Jahrhunderts gewidmet ist, insbesondere der sw-Fotografie. Als Galerist legte Norbert Bunge einen Schwerpunkt darauf, die ostdeutsche Fotografie einem größeren Publikum näherzubringen. Er stellte dazu unter anderem die Arbeiten von Arno Fischer, Ursula Arnold, Helga Paris, Uwe Steinberg, Barbara Berthold, Ulrich Wüst, Christian Borchert, Sibylle Bergemann, Lutz Dille, Roger Melis, Matthias Leupold und Manfred Paul aus. Zugleich schuf er regelmäßig bedeutenden Fotografen, die in Deutschland kaum oder kaum mehr bekannt waren, wieder ein Forum wie Clemens Kalischer, Ragnar Axelsson, Hans Hammarskiöld und Will McBride.
Norbert Bunge erhielt seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bunge, Norbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Filmemacher, Kameramann und Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1941 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 14. April 2024 |
| STERBEORT | Berlin |