Der Ort entstand aus dem gleichnamigen Kloster Oberalteich. Bis zur Säkularisation in Bayern im Jahre 1803 war Oberalteich ein Klosterdorf, das eng mit der Benediktinerabtei Oberalteich verbunden war. Die ehemaligen Klostergebäude bilden den historischen Ortskern von Oberalteich. Nach der Säkularisation wurden die Abteikirche zur Pfarrkirche bestimmt und die Klostergebäude verkauft.
Aus der ehemaligen Klosterhofmark wurde 1808 der Steuerdistrikt Oberalteich gebildet, aus dem die Gemeinde Oberalteich hervorging. Sie gehörte zum Landgericht Mitterfels und nach der Errichtung des Landgerichts Bogen im Jahr 1839 zu diesem, später zum Bezirksamt Bogen und Landkreis Bogen. Bei der Auflösung der Gemeinde Agendorf am 1. Juli 1974 kamen deren Gemeindeteile Muckenwinkling und Trudendorf zu Oberalteich. Mit der Gebietsreform in Bayern verlor die ehemalige Gemeinde Oberalteich die Eigenständigkeit und wurde am 1. Januar 1978 in die Stadt Bogen eingegliedert.
Ehemalige Klosterkirche St. Peter und Paul. Die gotischen Doppeltürme wurden in den 1622 bis 1630 errichteten Neubau integriert. Das Innere enthält Werke unter anderem von Mathias Obermayr und Cosmas Damian Asam um 1730. Die 1727 bis 1731 von den Brüdern Joseph Anton Merz und Andreas Merz geschaffenen Fresken beinhalten ein umfangreiches theologisches Programm.
Ehemalige Klostergebäude. Sie stehen nordöstlich der Kirche und enthalten Stuckarbeiten im West- und Ostflügel.
KulturForum Oberalteich. Es befindet sich im sanierten Bereich einer Mühle. Seit 1998 wird den Besuchern hier ein buntes Programm aus Konzerten, Lesungen, Kabarett, Vorträgen, Seminaren und Ausstellungen geboten.
↑Bayern 1840-1952: Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S.52 (Digitalisat).