Oberschoderlee

Oberschoderlee (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Oberschoderlee
Oberschoderlee (Österreich)
Oberschoderlee (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Stronsdorf
Koordinaten 48° 38′ 53″ N, 16° 20′ 4″ OKoordinaten: 48° 38′ 53″ N, 16° 20′ 4″ Of1
Höhe 214 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 227 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 6,8 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05119
Katastralgemeindenummer 13042
Bild
Oberschoderlee vom Blauen Berg aus
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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227

Oberschoderlee ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Stronsdorf im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Die Ortschaft umfasst 227 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1967 bildete der Ort unter dem Namen Oberschotterlee eine selbständige Ortsgemeinde.

Geografie

Das zwischen der Laaer Straße und Stronsdorf liegende Dorf, das über die Landesstraße L3071 erreichbar ist, entwässert über den Gießbach in die Pulkau. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 122 Adressen.

Bemerkenswert ist der südöstlich des Ortes gelegene Blaue Berg, der einen Lösstrockenrasen mit pannonischer Trockenvegetation beherbergt, auf dem sich eine von zwei Vorkommen der Europa-Hornmelde (Krascheninnikovia ceratoides) in Österreich befindet.

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 52 Häusern genannt, das nach Stronsdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Stronsdorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Stronsdorf, Mailberg und Laa sowie die St. Antoni Kapelle und die Kirche Stronsdorf.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Oberschoderlee ein Bäcker, ein Binder, ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, zwei Schmiede, ein Schuster, ein Wagner und einige Landwirte ansässig.

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung wurden mit 1. Jänner 1968 die bis dahin selbständigen Gemeinden Oberschotterlee, Stronegg, Stronsdorf und Unter-Schotterlee vereinigt. Die neue Gemeinde führt den Namen Stronsdorf.

Literatur

Commons: Oberschoderlee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 22. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 23. Dezember 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 468/1967)
  3. ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 238f (Schoderleh (Ober-) in der Google-Buchsuche).
  5. ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 383