Oehrberg

Oehrberg
Koordinaten: 50° 15′ N, 9° 55′ OKoordinaten: 50° 14′ 55″ N, 9° 55′ 22″ O
Höhe: 376 m ü. NHN
Fläche: 2,67 km²
Einwohner: 395 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 97705
Vorwahl: 09747
St. Ludwig-Kirche in Oehrberg

Oehrberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Burkardroth im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen in Bayern. Die Gemarkung Oehrberg hat eine Fläche von 2,671 km². Sie ist in 1760 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1517,65 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Oehrbachsmühle.

Geographische Lage

Das Kirchdorf Oehrberg liegt westlich von Burkardroth. Nördlich von Oehrberg verläuft die Bundesstraße 286 zwischen Bad Kissingen und Bad Brückenau. Südlich von Oehrberg verläuft die Kreisstraße KG 34, die westlich nach Singenrain und Schondra führt und ostwärts kurz vor den Burkardrother Katzenbach und Lauter in die Staatsstraße 2290 mündet.

Geschichte

Über die Entstehungsgeschichte von Oehrberg ist nichts bekannt. Angaben in Rechnungen vom Beginn des 18. Jahrhunderts lassen eine Gründung etwa um 1694 vermuten.

Im Jahr 1693 wurde die Pfarrei Oehrberg gegründet und gehörte zunächst zur Pfarrei Oberthulba, ab 1792 zu Waldfenster, als die dortige Pfarrei entstand.

Im Jahr 1700 wurde im Rahmen von Hutrechtsstreitigkeiten das Fehlen eines Vererbungsbriefes vermerkt. Am 8. Juni 1701 heißt es im Gebrechenprotokoll, dass kein Vererbungsbrief vorliegt und daher unklar ist, ob für Oehrberg das Zentgericht des Zentgrafen von Aschach oder jener von Aura-Trimberg zuständig ist. Auf Grund von Oehrsbergs geografischer Lage wurde der Ort dem Zentgrafen von Aura-Trimburg zugeteilt.

Am 1. Januar 1972 wurde Oehrberg im Rahmen der Gebietsreform in Bayern ein Gemeindeteil von Burkardroth. Im Oktober 1971 hatten hierzu Befragungen und Abstimmungen in den nach Burkardroth eingemeindeten Dörfern stattgefunden; von den 119 abgegebenen Stimmen in Oehrberg fielen 100 zugunsten der Eingemeindung aus. Oehrbergs letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung war Markus Rölling.

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung
JahrEinwohnerJahrEinwohnerJahrEinwohner
1700105 (19)17161911733180
170112017171931734158
170213417181891735121
17031291719136 (26)1736141
17041351720156 (26)1737164
170514317211561738170
1706140 (19)17221921739183
170712717231681740174
170813617241561741172
170914117261701742165
171014317271891743165
171114317281891961440
171215117292101970410
171315617302102013415
171415117312112016410
171518517321592017404

Bauwerke und Denkmäler

St. Ludwig-Kirche

Anfangs gab es in Oehrberg ein einfaches Kirchengebäude aus Holz, das im Jahr 1824 durch einen Neubau ersetzt wurde. Diesem wiederum folgte in den Jahren 1974/75 die heutige St.-Ludwig-Kirche, die am 25. April 1975 von Weihbischof Alfons Kempf geweiht wurde. Die Kirche verfügt über zwei Altäre.

Baudenkmäler

Literatur

Commons: Oehrberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Gemarkung Oehrberg (090211). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 9. Februar 2026.
  2. ↑ Einwohnerzahlen in Burkardroth. In: Burkardroth.de. 31. Dezember 2024, abgerufen am 19. Januar 2025.
  3. ↑ Markt Burkardroth, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 1. Januar 2025.
  4. ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Februar 2026.
  5. ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 426.
  6. ↑ Bevölkerungsentwicklung nach "Entstehungsgeschichte von Oehrberg"
  7. 1 2 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 737.
  8. ↑ Einwohnerzahlen in Burkardroth
  9. ↑ Ergänzende Materialien zur Publikation Historische Kulturlandschaft der Südrhön mit den Schwarzen Bergen stehen auf der Website des Michael Imhof Verlags zum Download zur Verfügung (Online).