Offenbach-Hundheim

Wappen Deutschlandkarte
Offenbach-Hundheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Offenbach-Hundheim hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 37′ N, 7° 33′ OKoordinaten: 49° 37′ N, 7° 33′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Lauterecken-Wolfstein
Höhe: 170 m ü. NHN
Fläche: 7,85 km²
Einwohner: 977 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 67749
Vorwahl: 06382
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 075
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schulstraße 6a
67742 Lauterecken
Website: www.vg-lw.de
Ortsbürgermeister: Roland Alt
Lage der Ortsgemeinde Offenbach-Hundheim im Landkreis Kusel
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Karte

Offenbach-Hundheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein an.

Geographie

Der Ort liegt im weiten Tal des Flüsschens Glan in der Westpfalz. Im Nordosten befindet sich Wiesweiler, im Süden Nerzweiler und südwestlich liegt Glanbrücken. Die Gemeinde gliedert sich in die beiden namensgebenden Ortsteile Offenbach und Hundheim.

Geschichte

1816 kam der Ortsteil Offenbach zum Fürstentum Lichtenberg, einer neugeschaffenen Exklave des Herzogtums Sachsen-Coburg-Saalfeld beziehungsweise ab 1826 des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Mit diesem fiel es 1834 an Preußen, das aus diesem Gebiet den Landkreis Sankt Wendel schuf. Nach der Abtrennung des Hauptteils an das neugeschaffene Saargebiet entstand 1920 der Restkreis Sankt Wendel-Baumholder, zu dem der Ort bis 1937 gehörte, als er in den Landkreis Birkenfeld eingegliedert wurde. 1969 wurde er in den Landkreis Kusel umgegliedert.

Der Ortsteil Hundheim dagegen gehörte ab 1816 zum bayerischen Rheinkreis, aus dem die heutige Pfalz hervorging.

Die heutige Ortsgemeinde Offenbach-Hundheim wurde am 7. Juni 1969 aus den Gemeinden Offenbach am Glan (damals 951 Einwohner) und Hundheim (390) neu gebildet.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Offenbach-Hundheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlWGA aWGL bWGR cWGS dGesamt
2024per Mehrheitswahl (WGA)16 Sitze
2019––61016 Sitze
2014853–16 Sitze
a 
WGA: Wählergruppe Alt
b 
WGL: Wählergruppe Lißmann
c 
WGR: Wählergruppe Reichel
d 
WGS: Wählergruppe Stein

Bürgermeister

Roland Alt wurde am 9. Juli 2024 erneut Ortsbürgermeister von Offenbach-Hundheim, nachdem er dieses Amt bereits in der Wahlperiode 2014–2019 ausgeübt hatte. Da bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich auf seiner konstituierenden Sitzung einstimmig für Roland Alt entschied.

In der dazwischenliegenden Wahlperiode hatte Peter Stein das Amt von Juni 2019 bis Juli 2024 ausgeübt. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 61,72 % für fünf Jahre gewählt worden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche

Die dreischiffige evangelische Kirche in Offenbach gilt als bedeutendstes kirchliches Baudenkmal in der Westpfalz. Der Bau der früheren Klosterkirche St. Maria der Benediktiner wurde im 13. Jahrhundert begonnen und im 15. Jahrhundert vollendet. 1894 wurde sie aufwendig saniert.

Die Hirsauer Kirche nahe Hundheim wurde im 12. Jahrhundert gebaut. Sie war früher die Pfarrkirche für die Dörfer im Eßweiler Tal.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Offenbach-Hundheim

Wirtschaft und Infrastruktur

Durch den Ort führen die Bundesstraße 420 und die stillgelegte Bahntrasse, an der im Ort ein Bahnhof bestand. Diese wird, ergänzt durch einen parallel führenden, größtenteils asphaltierten Radweg, mittlerweile für Draisinentouren touristisch genutzt. In Lauterecken ist ein Bahnhof der Lautertalbahn.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Offenbach-Hundheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 155 (PDF; 1,9 MB).
  3. ↑ Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 191 (PDF; 2,8 MB).
  4. ↑ Offenbach-Hundheim, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Offenbach-Hundheim. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 19. Juli 2026.
  5. ↑ Stein (Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat Offenbach-Hundheim am 9. Juni 2024. In: Rundschau für das Glan- und Lautertal, Ausgabe 26/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 19. Juni 2024, abgerufen am 19. Juli 2026.
  6. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Offenbach-Hundheim (Memento vom 30. Oktober 2019 im Internet Archive).
  7. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen: Offenbach-Hundheim (Memento vom 13. August 2014 im Internet Archive).
  8. ↑ Peter Stein (Ortsbürgermeister): Bekanntmachung: Sitzung des Ortsgemeinderates Offenbach-Hundheim am 09.07.2024. In: Rundschau für das Glan- und Lautertal, Ausgabe 27/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 19. Juli 2026.
  9. ↑ Sabrina Schreiner: Ortsbürgermeister: Warum Roland Alts Plan nicht aufgegangen ist. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 11. Juli 2024, abgerufen am 19. Juli 2026.
  10. ↑ Roland Alt: Rückblick auf die Jahre 2014-2019. (PDF) Ortsbürgermeister Offenbach-Hundheim, Mai 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2022; abgerufen am 2. Mai 2020.
  11. ↑ Jens Häßel: Offenbach-Hundheim nur noch mit zwei Beigeordneten. In: Die Rheinpfalz. 28. Juni 2019, abgerufen am 2. Mai 2020.
  12. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. März 2023; abgerufen am 2. Mai 2020 (siehe Lauterecken-Wolfstein, Verbandsgemeinde, 33. Ergebniszeile).
  13. ↑ Die ehemalige Benediktinerpropsteikirche St. Marien in Offenbach am Glan
  14. ↑ Prof. Dr. Günter Reinken verstorben – Verdienste für den rheinischen Gartenbau. Abgerufen am 8. Mai 2021.