| Ornithobacterium rhinotracheale | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Ornithobacterium rhinotracheale | ||||||||||||
| Vandamme et al. 1994 |
Das Bakterium Ornithobacterium rhinotracheale ist (mit Stand 1. November 2026) die einzige gültig veröffentlichte Art (Spezies) der Gattung Ornithobacterium, abgesehen von einer Kandidatenspezies („"Candidatus Ornithobacterium hominis“ Salter et al. 2019). Es ist der Erreger einer infektiösen Atemwegserkrankung bei Hühnervögeln und spielt auch bei der fibrinösen Serositis der Hühner und Puten eine Rolle. Die Ornithobacterium-rhinotracheale-Infektion ist hoch ansteckend für Hühner und Puten. Zwischen den Serotypen gibt es große Virulenzunterschiede.
O. rhinotracheale ist ein gramnegatives, unbewegliches Stäbchen von 1–3 µm Länge und 0,2–0,9 µm Dicke. Es ähnelt Bakterien aus der Gattung Riemerella und gehört wie diese zur Familie Weeksellaceae. Im Gegensatz zu den genannten Gattungen reagiert es im Katalasetest negativ und im Ureasetest positiv.
Ornithobacterium rhinotracheale (ORT), ist eins Bakterienspezies, die bei Geflügel Atemwegserkrankungen verursacht. Es kann bei Vögeln jeden Alters zu Erkrankungen führen und ist potenziell tödlich. O. rhinotracheale kommt weltweit vor, und das Bakterium kann zwischen Vögeln entweder horizontal (von Tier zu Tier) oder vertikal (d. h. auf die Nachkommen) übertragen werden. Es handelt sich nicht um eine Zoonose.
Am häufigsten treten Atemwegsbeschwerden auf. Dazu gehören Nasenausfluss, Atemnot, Niesen und Husten. Zudem können ein Rückgang der Wachstumsraten, eine gestörte Eierproduktion sowie Gelenkprobleme beobachtet werden. In einigen Fällen wird auch über gastrointestinale und neurologische Symptome berichtet. Die klinischen Symptome sind bei Geflügel zur Fleischproduktion in der Regel am meisten ausgeprägt.
Die durch O. rhinotracheale verursachte Erkrankung ist bei der Obduktion die Symptome von Pneumonie, Pleuritis und Alveolitis gekennzeichnet. Die Diagnose sollte durch Laboruntersuchungen wie Bakterienkultur, PCR, Agargel-Präzipitation (Immundiffusionstest), ELISA oder Serum-Agglutination bestätigt werden.
Eine Behandlung mit Antibiotika kann versucht werden, ist jedoch nicht immer erfolgreich. Die Wahl des Antibiotikums sollte sich nach den Ergebnissen der Kultur und der Empfindlichkeitsprüfung richten.
Es wird berichtet, dass eine Impfung die Krankheitshäufigkeit senkt.