| Marktgemeinde Pernitz | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Wiener Neustadt (Land) | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB | |
| Fläche: | 16,67 km² | |
| Koordinaten: | 47° 54′ N, 15° 58′ O | |
| Höhe: | 430 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.559 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 153 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 2761, 2763 | |
| Vorwahl: | 02632 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 23 23 | |
| NUTS-Region | AT122 | |
| UN/LOCODE | AT PNT | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Gentzschgasse 1 2763 Pernitz | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Hubert Postiasi (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (21 Mitglieder) |
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| Lage von Pernitz im Bezirk Wiener Neustadt (Land) | ||
Pernitz von Nordosten gesehen | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Pernitz ist eine Marktgemeinde mit 2559 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich.
Die Gemeinde Pernitz liegt im Piestingtal in Niederösterreich. Hier mündet der Myrabach auf 430 Meter Seehöhe in die Piesting. Der hier breitere Talboden wird von den bewaldeten Gutensteiner Alpen umgeben. Die höchsten Erhebungen sind Altöd-Nordostgipfel (681 m) im Westen, Spatzenwälderkogel (750 m) und Heuschober (766 m) im Norden sowie Hohe Mandling (967 m) im Osten.
Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften und gleichnamige Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026; (Fläche: Stand 31. Dezember 2023):):
| Muggendorf | Pottenstein (BN) | |
| Gutenstein | Hernstein (BN) | |
| Waidmannsfeld | Waldegg |
Funde belegen, dass das Gebiet von Pernitz seit der Jungsteinzeit besiedelt war.
Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.
Später unter den Römern lag das heutige Pernitz dann in der Provinz Pannonia.
Der Name stammt von perenica, was ein Bach, an dem mit glühenden Kohlen gearbeitet wird bedeutet. Dieser Name stammt aus dem Slawischen. Vor den Slawen waren bereits Kelten an diesem Ort.
1165 wird der Ort im Falkensteiner Codex erstmals erwähnt. Der Ort wurde 1632 vom Grafen Hoyos gekauft, wodurch es mit dem Ort aufwärtsging. Rückschläge waren jedoch die Pest 1679 und bald darauf die zweite Türkenbelagerung 1683.
1828 wurde die Straße über den Hals ins Triestingtal gebaut, 1877 die Gutensteinerbahn oder Piestingtalbahn. Dies bedeutete einen weiteren Fortschritt, ebenso wie der Bau einer Hochquellenwasserleitung im Jahr 1904 und der Elektrifizierung im Jahr 1908.
Am Ende des Tales von Feichtenbach befindet sich das 1904 gegründete ehemalige Sanatorium Wienerwald, ursprünglich eine Lungenheilanstalt, die im Dritten Reich als Lebensborn-Heim genutzt wurde. Nach einem Umbau durch Franz Mörth wurde das Gebäude ab 1952 bis in die 1980er das ÖGB-Heim „Karl Maisel der Metall- und Bergarbeiter“, später ein Erholungsheim der Krankenkasse und zuletzt das „Hotel Feichtenbach“. Das architektonisch interessante Gebäude ist seit 2002 ohne Nutzung.
Zum Markt wurde Pernitz am 16. Juli 1961 erhoben.
| Pernitz: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 778 | |||
| 1880 | 902 | |||
| 1890 | 922 | |||
| 1900 | 1.089 | |||
| 1910 | 1.322 | |||
| 1923 | 1.700 | |||
| 1934 | 1.932 | |||
| 1939 | 2.172 | |||
| 1951 | 2.458 | |||
| 1961 | 2.584 | |||
| 1971 | 2.938 | |||
| 1981 | 2.627 | |||
| 1991 | 2.513 | |||
| 2001 | 2.601 | |||
| 2011 | 2.529 | |||
| 2021 | 2.463 | |||
| 2026 | 2.559 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Nach den Daten der Volkszählung 2001 waren 64,4 % der Einwohner römisch-katholisch und 4,2 % evangelisch. 9,2 % waren Muslime, 1,4 % gehörten orthodoxen Kirchen an. 18,4 % der Bevölkerung hatten kein religiöses Bekenntnis.

Die Wirtschaft von Pernitz ist vor allem durch eine landwirtschaftliche und kleingewerbliche Struktur geprägt, hat aber auch durch die im Ortsteil Ortmann ansässige Papierfabrik (früher im Besitz des Bunzl-Konzerns, heute der Essity) überregionale industrielle Bedeutung.
Durch das vielfältige Freizeit- und Kulturangebot ist Pernitz auch ein beliebter Fremdenverkehrsort.
In der Gemeinde gibt es eine Volksschule und eine Mittelschule.
Das von GeoSphere Austria betriebene Conrad-Observatorium macht Messungen von Beben, Schwerefeld und Magnetfeld der Erde.
Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Das Marktwappen wurde Pernitz im Jahr 1961 verliehen:
Das Grün und Gold steht für Wald und Felder, die Wellenbalken symbolisieren die Flüsse Myra und Piesting, der Nadelbaum den Waldreichtum sowie das Rad die Industrie.