Peter Kaupp

Peter Kaupp (* 21. März 1936 in Barcelona, Zweite Spanische Republik) ist ein deutscher Kulturwissenschaftler, Soziologe und Studentenhistoriker.

Leben

Kaupp wurde am 21. März 1936 als Sohn des Ingenieurs Werner Kaupp (1900–1970) und seiner Ehefrau Anny van Veersen (1913–1984) geboren. Seit 1964 ist er verheiratet mit Christa geb. Goos. Über seine Urgroßmutter Friederike Mathilde Kaupp geb. Trick (1834–1911) ist er ein Nachfahre des Nürnberger Reformators Andreas Osiander. Als Folge des Spanischen Bürgerkriegs übersiedelte die Familie im Herbst 1936 zunächst nach Dresden, 1939 nach Halle/Saale, 1945 nach Leipzig und 1950 nach Wiesbaden. Nach dem Abitur an der Oranienschule (Wiesbaden) studierte er ab 1958 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz drei Semester Rechtswissenschaft und anschließend Vergleichende Kulturwissenschaft, Geschichte und Soziologie. Seit 1958 ist er Mitglied, 1967–1995 war er Archivar der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller. Mit einer Doktorarbeit bei Anton Hilckman wurde er 1964 an der Philosophischen Fakultät der Universität Mainz zum Dr. phil. promoviert.

Zunächst war er für die Wiesbadener Redaktion der Brockhaus Enzyklopädie tätig. 1966 wurde er Wissenschaftlicher Assistent von Helmut Schoeck am Institut für Soziologie der Universität Mainz. Von 1969 bis 1981 war er im Statistischen Bundesamt für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, zuletzt als Oberregierungsrat. 1981 übernahm er in Dieburg eine sozialwissenschaftliche Lehrtätigkeit an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Post und Telekommunikation. Seit 1995 Professor, trat er 2001 in den Ruhestand.

Er ist Mitglied der Gesellschaft für burschenschaftliche Geschichtsforschung, der Deutschen Gesellschaft für Hochschulkunde und der Gemeinschaft für deutsche Studentengeschichte. Kaupp veröffentlichte in Fachzeitschriften und Jahrbüchern, u. a. in Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Jahrbuch der Hambach Gesellschaft, Saeculum, in der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, im Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, in der Internationalen Zeitschrift für Kommunikationsforschung, in den Burschenschaftlichen Blättern, in Der Burschenschafter. Periodikum der Allgemeinen Deutschen Burschenschaft, Darstellungen und Quellen zur Geschichte der deutschen Einheitsbewegung im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert, in Einst und Jetzt, im Studenten-Kurier sowie in Zeitschriften der Deutschen Bundespost. Außerdem ist Kaupp Co-Autor und Mitherausgeber von Band 1 "Politiker" des Biographischen Lexikons der Deutschen Burschenschaft von Helge Dvorak (8 Teilbände, Heidelberg 1996–2014; 1 Teilband: Nachträge 2022) sowie Herausgeber und Co-Autor von Band 2 "Künstler" desselben Lexikons (2025).

Ehrungen

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dissertation: Das Judentum in der universalhistorischen Lehre A. J. Toynbees.
  2. ↑ Neufassung der Nachträge "Politiker" und "Künstler" (2025)
  3. ↑ Vgl. Bernhard Schroeter (Hrsg.): Für Burschenschaft und Vaterland. Festschrift für den Burschenschafter und Studentenhistoriker Prof. (FH) Dr. Peter Kaupp. Norderstedt 2006
  4. ↑ Christian Oppermann: Prof. Dr. Peter Kaupp zum 90. Geburtstag. In: Burschenschaftliche Blätter, 141. Jg. (2026), H. 1, S. 31.