| Gauklerblumengewächse | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Phrymaceae | ||||||||||||
| Schauer |
Die Gauklerblumengewächse (Phrymaceae) sind eine Pflanzenfamilie in der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Wenige Arten werden als Zierpflanzen verwendet.


Bei den meisten Arten handelt es sich um einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Nur wenige Arten sind Halbsträucher, die eine verholzte Basis haben. Viele Arten bilden Rhizome als Überdauerungsorgane. Die australischen Glossostigma-Arten sind kaum größer als Wasserlinsen (Lemna). Die oberirdischen Pflanzenteile können kahl oder drüsig behaart sein. Die Laubblätter sind gegenständig.
Die Blüten stehen seiten- oder endständig, einzeln oder in traubigen Blütenständen.
Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind meist fünfzählig. Die grünen Kelchblätter sind röhrig verwachsen und haltbar. Die Kronblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen und die Kronröhre endet in zwei Kronlippen. Es sind meist vier (selten zwei) Staubblätter vorhanden. Meist zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Narbe ist meist breit-zweilappig, selten nur zweispaltig oder einfach.
Es werden Kapselfrüchte gebildet, die winzige Samen enthalten.
Die Chromosomengrundzahl beträgt n = 7-12, 14-16, 22 etc.




Die Familie Phrymaceae wurde 1847 durch Johannes Conrad Schauer in dem von Augustin-Pyrame de Candolle begonnenen Werk Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis, Band 11, S. 520 aufgestellt. Die Typusgattung ist Phryma L., sie war früher die einzige Gattung der Familie Phrymaceae.
Die Gattungen, die aufgrund molekulargenetischer Daten in diesem Jahrhundert in dieser Familie eingeordnet wurden, rechneten Systematiker früher zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Die Daten reichen noch nicht aus, um die Monophylie der Familie Phrymaceae zu sichern. Einige Gattungen gehören vielleicht zu den Linderniaceae. Kontrovers diskutiert wurde, ob die Gattungen Dodartia, Lancea und Mazus in einer Unterfamilie Mazoideae oder gar eigenen Familie Mazaceae Reveal stehen. In diesem Jahrhundert wurden mehrere Gattungen in ihrem Umfang neu gegliedert.
Die Familie Phrymaceae ist mehr oder weniger weltweit vertreten. Die Familie hat zwei Diversitätszentren im gemäßigten Klimabereich und westlichen Bereich Nordamerikas und in Australien. Nur wenige Arten gibt es in den feuchten Tropen. Einige Arten findet man auch im östlichen Nordamerika, in Südamerika, in Ost- und Südasien oder in Südafrika. In Mitteleuropa sind zwei Mimulus-Arten eingebürgert (Neophyten).
Die Familie Phrymaceae enthält 13 (bis zu 21) Gattungen mit etwa 188 (bis zu 234) Arten:


In die 2011 neu aufgestellte Familie Mazaceae Reveal werden drei Gattungen, die davor zur Familie Phrymaceae gehörten, eingeordnet: