Piper PA-11

PA-11 Cub Special
TypKleinflugzeug
Entwurfsland

Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten

Hersteller Piper Aircraft
Erstflug 26. März 1946
Indienststellung 1947
Produktionszeit

1947–1949

Stückzahl 1541

Die Piper PA-11 Cub Special ist ein Kleinflugzeug des US-amerikanischen Herstellers Piper Aircraft. Sie ist die Nachfolgerin der Piper J-3.

Konstruktion

PA-11 bei der Landung
PA-11 Cub Special auf dem Flugplatz Chelles in der Nähe von Paris im Juni 1967

Die Piper PA-11 ist ein zweisitziger Schulterdecker mit Tandemsitzen. Das Flugwerk wurde fast unverändert von der J-3 übernommen, wobei die Position des Triebwerks leicht abgesenkt und die Frontscheibe etwas flacher angelegt wurde. Die Cowling ist wie bei der Piper J-5 vollständig geschlossen. Der Treibstofftank wurde in die linke Tragflächenwurzel verlegt. Beide Sitze wurden etwas nach hinten versetzt. Frühe PA-11 wurden von einem Continental A65-8 angetrieben. Später war optional ein Continental C90-8 als Triebwerk verfügbar.

Die Lackierung der ersten PA-11 bestand aus einem Metallicblau für die untere Rumpfhälfte und dem „Lock Haven Yellow“ für die restlichen Oberflächen. Spätere Exemplare wurden komplett gelb mit einem braunen Zierstreifen lackiert.

Mit einem Gesamtgewicht von 1.220 lb (553 kg) und einem durchschnittlichen Leergewicht von 750 lb (340 kg) ist die PA-11 zum einen leicht genug für eine gute Leistungsfähigkeit und zum anderen schwer genug, um auch bei stärkerem Wind einfacher fliegbar zu sein als die leichtere J-3. Die PA-11 ist für kurze Rollstrecken bei Start und Landung geeignet, verfügt aber dennoch über eine akzeptable Reisegeschwindigkeit.

Versionen

Piper PA-11 Cub Special
zweisitziges Kleinflugzeug, angetrieben von einem Continental A65-8 mit 65 PS (48 kW)
L-18B
militärische Version, angetrieben von einem Continental C90-8F mit 95 PS (70 kW), 105 Exemplare für das türkische Militär gebaut

Modifikationen

PA-11S mit Schwimmern in Renton, 1973

Die PA-11 war eines der ersten Flugzeuge, das für Versuche mit einem Bugradfahrwerk verwendet wurde. Obwohl die ursprüngliche Konstruktion auf einem Spornradfahrwerk beruhte, wurde ein Umbausatz für ein Bugradfahrwerk entwickelt.

Das Bugrad ist dabei über V-förmige Stahlrohre mit den hinteren Motorbefestigungen verbunden. Steuerkabel verlaufen direkt von Befestigungspunkten an den Ruderpedalen unter dem Rumpf zum Standrohr des Bugrads, wodurch das Flugzeug am Boden mit den Ruderpedalen gesteuert werden kann. Der Stoßdämpfer besteht aus sechs umlaufenden Gummibändern zwischen dem Tauch- und dem Standrohr. Für eine korrekte Balance wurde das Hauptfahrwerk um einhundertachtzig Grad gedreht, wodurch sich der Schwerpunkt weiter nach vorne verlagerte. Für zusätzliche Stabilität sitzt der Pilot im vorderen Sitz. Die meisten heute noch betriebenen PA-11 sind jedoch mit einem Spornradfahrwerk ausgerüstet.

Einige PA-11 wurden mit Schwimmern ausgerüstet.

Des Weiteren bildet die PA-11 die Basis der Piper PA-18.

Betreiber

 Israel
 Türkei

Zwischenfälle

Technische Daten

KenngrößePA-11-65PA-11-90
Besatzung1
Passagiere1
Länge22,3 ft (6,8 m)
Spannweite35,2 ft (10,7 m)
Höhe6,7 ft (2 m)
Flügelfläche178,5 ft² (16,6 m²)
Flügelstreckung6,9
Nutzlast490 lb (222 kg)470 lb (213 kg)
Leermasse730 lb (331 kg)750 lb (340 kg)
max. Startmasse1.220 lb (553 kg)
Reisegeschwindigkeit76 kn (141 km/h)87 kn (161 km/h)
Höchstgeschwindigkeit87 kn (161 km/h)97 kn (180 km/h)
Dienstgipfelhöhe16.000 ft (4.877 m)
Reichweite260 NM (482 km)305 NM (565 km)
TriebwerkeContinental A65-8Continental C90-8
Commons: Piper PA-11 Cub Special – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Roger Peperell: Piper Aircraft, Air-Britain, Tonbridge 2006, S. 136, ISBN 0-85130-378-1.
  2. ↑ Rod Simpson: General Aviation Handbook. Midland Publishing, Leicester, Vereinigtes Königreich 2005, ISBN 978-1-85780-222-1, S. 230 (englisch).
  3. 1 2 Roger Peperell: Piper Aircraft and Their Forerunners. Air-Britain (Historians) Ltd, Tunbridge Wells, Vereinigtes Königreich 1987, ISBN 0-85130-149-5, S. 55 (englisch).
  4. ↑ Roger Peperell: Piper Aircraft and Their Forerunners. Air-Britain (Historians) Ltd, Tunbridge Wells, Vereinigtes Königreich 1987, ISBN 0-85130-149-5, S. 55–57 (englisch).
  5. ↑ National Transportation Safety Board – Aviation Accident Final Report LAX84FA420. Federal Aviation Administration, abgerufen am 10. März 2020 (englisch).
  6. ↑ National Transportation Safety Board – Aviation Accident Final Report MIA87FA150. Federal Aviation Administration, abgerufen am 10. März 2020 (englisch).
  7. ↑ National Transportation Safety Board – Aviation Accident Final Report LAX88FA061. Federal Aviation Administration, abgerufen am 10. März 2020 (englisch).
  8. ↑ National Transportation Safety Board – Aviation Accident Final Report LAX98FA064. Federal Aviation Administration, abgerufen am 10. März 2020 (englisch).
  9. ↑ National Transportation Safety Board – Aviation Accident Final Report DEN99FA075. Federal Aviation Administration, abgerufen am 10. März 2020 (englisch).
  10. ↑ National Transportation Safety Board – Aviation Accident Preliminary Report WPR19FA173. Federal Aviation Administration, abgerufen am 11. März 2020 (englisch).