Dyckia platyphylla, sukkulente, terrestrische Art mit stark bewehrten BlätternMaisblättrige Pitcairnia (Pitcairnia maidifolia), Habitus und Blütenstand. Beachte die für Bromelien untypische Form der glattrandigen Laubblätter
Arten in dieser Unterfamilie Pitcairnioideae besitzen ursprünglichere Merkmale als die Arten der Unterfamilien Bromelioideae und Tillandsioideae. Nur Arten in den Gattungen, die keiner dieser drei Unterfamilien zugeordnet sind, besitzen noch ursprünglichere Merkmale.
In folgenden Merkmalen unterscheiden sich die Vertreter der Pitcairnioideae von den anderen Unterfamilien der Bromeliaceae:
Eine Art aus dieser Unterfamilie, Pitcairnea feliciana, hat ihre ursprüngliche Heimat in Westafrika. Alle anderen Bromeliaceae sind rein neuweltlich verbreitet. Diese Tatsache wurde auch mit zum Beweis der Kontinentaldrift herangezogen. Diese Art ist einer der ursprünglichsten Vertreter der Familie Bromeliaceae. Die ältesten Fossilfunde von denen angenommen wird, dass sie Ursprungsformen der Bromeliaceae sind, stammen aus der Zeit als Afrika und Südamerika noch zusammen den Kontinent Gondwana bildeten und wurden in Trockengebieten gefunden.
Heute gehören in die Unterfamilie Pitcairnioideae s.str. nur noch fünf Gattungen mit etwa 670 Arten. Meist sind die Arten der Gattung Pepinia in der Gattung Pitcairnia enthalten, wenn ein Autor anderer Ansicht ist, dann sind es sechs Gattungen (Stand 2014):
DeuterocohniaMez: Sie kommt in den südamerikanischen Anden vor und enthält etwa 18 Arten, inklusive der Arten der früheren Gattung AbromeitiellaMez.
EncholiriumMart. ex Schult. f.: Die seit 2014 nur noch etwa 29 Arten kommen nur in Brasilien vor.
FosterellaL.B.Sm.: Die 31 bis 33 Arten sind fast alle im zentralen Südamerika verbreitet, nur eine Art kommt in Zentralamerika vor.
PitcairniaL’Her. (Syn.: CochliopetalumBeer, ConanthesRaf., HepetisSw., LamproconusLem., MelinoniaBrongn. ex E. Morren, NeumanniaBrongn., OrthopetalumBeer, PhlomostachysBeer, SpirastigmaL’Her. ex Pfeiffer, WillrusselliaA.Chev., PepiniaBrongn. ex André): Sie enthält etwa 400 Arten, wenn Pepinia enthalten ist. Das neotropische Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Mexiko über die Karibischen Inseln bis zum nördlichen Argentinien und Peru.
T. J. Givnish, J. C. Pires, S. W. Graham, M. A. McPherson, L. M. Prince, T. B. Patterson: Phylogeny, biogeography, and ecological evolution in Bromeliaceae: Insights from ndhF sequences. In: J. T. Columbus, E. A. Friar, J. M. Porter, L. M. Prince, M. G. Simpson: Monocots: Comparative Biology and Evolution. Poales, Rancho Santa Ana Botanical Garden, Claremont, 2006, 23, Seite 3–26.