Rankweil

Marktgemeinde
Rankweil
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Rankweil
Rankweil (Österreich)
Rankweil (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Vorarlberg Vorarlberg
Politischer Bezirk: Feldkirch
Kfz-Kennzeichen: FK
Fläche: 21,87 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 9° 39′ OKoordinaten: 47° 16′ 0″ N, 9° 39′ 0″ O
Höhe: 468 m ü. A.
Einwohner: 12.168 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 556 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6830
Vorwahl: 05522
Gemeindekennziffer: 8 04 14
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Am Marktplatz 1
6830 Rankweil
Website: www.rankweil.at
Politik
Bürgermeisterin: Katharina Wöß-Krall (ÖVP)
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2025)
13
12
5
3
13 12 5 3 
Insgesamt 33 Sitze
Lage von Rankweil im Bezirk Feldkirch
Lage der Gemeinde Rankweil im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)AltachDünsDünserbergFeldkirchFrastanzFraxernGöfisGötzisKlausKoblachLaternsMäderMeiningenRankweilRönsRöthisSatteinsSchlinsSchnifisSulzÜbersaxenViktorsbergWeilerZwischenwasserVorarlberg
Lage der Gemeinde Rankweil im Bezirk Feldkirch (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Rankweil ist eine Marktgemeinde im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Mit 12.168 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) ist sie die zweitgrößte Gemeinde im Bezirk Feldkirch und die achtgrößte Gemeinde in Vorarlberg.

Bekannt ist Rankweil auch als Wallfahrtsort durch die 1985 zur Basilica minor erhobene Liebfrauenbergkirche, die auch im Rankweiler Wappen zu sehen ist. Als Schulstandort mit drei höheren Schulen hat die Marktgemeinde für die Region Vorderland besondere Bedeutung.

Name

In Urkunden des Klosters St. Gallen aus dem Zeitraum 774 bis 920 finden sich Schreibweisen zu Orten in Vorarlberg, u. a. auch „Vinomna“ für Rankweil im Jahr 774. Der ursprüngliche Name Vinomna wurde erstmals im 11. Jahrhundert in einem Einkünfte-Rodel des Bistums Chur eingedeutscht als „Rankwil“ bzw. „Rankweil“ erwähnt. Es gibt mehrere Deutungen für diesen Namen, beispielsweise soll er abgeleitet von Rank für Krümmung sein. Daraus soll sich auch das neulateinisch verwendete Wort Rancovilla abgeleitet haben. Eine andere Deutung geht davon aus, dass es sich um einen Personennamen handelt: Rankeirus oder Raikairus.

Geografie

Rankweil liegt im oberen Vorarlberger Rheintal in der Grenzregion zur Schweiz (St. Galler Rheintal) und zum Fürstentum Liechtenstein, auf 468 Meter Seehöhe. Rankweil ist die drittwestlichste Gemeinde Österreichs. Rund 70 Prozent der 22 km² großen Gemeinde liegen in der Rheinebene, der Rest im größtenteils bewaldeten Hügelland.

Zwischen dem Hohen Sattel (752 m) im Süden und dem Sattelberg (575 m) im Norden bei Klaus bildet die Rheinebene die geschützte Bucht des Vorderlandes mit ausgesprochenem Gunstklima, das anspruchsvolle landwirtschaftliche Kulturen erlaubt. 30 Prozent der Fläche Rankweils sind bewaldet.

Der größte Bach des Ortes ist die Frutz, ein längerer Wildbach an der Nordgrenze. Östlich der sogenannten „Fabrik“, am Übergang vom Hügelland ins Rheintal wird von der Frutz der Mühlbach abgezweigt. Seit 1846 erfolgt die Abzweigung etwas weiter oberhalb mittels eines Stauwehrs, Rotes Tor genannt. Der Mühlbach, der künstlich durch Rankweil geführt wird, hat früher bis zu 23 Wasserkraftanlagen angetrieben. Die erste Wasserkraftnutzung erfolgte schon im Jahr 1300. Das größte Kraftwerk läuft heute in der ehemaligen Spinnerei, jetzt „Fabrik“ genannt. Der Mühlbach wird auch zur Wasserentnahme durch die Feuerwehr genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind Brederis und Rankweil.

Nachbargemeinden

Die Marktgemeinde Rankweil hat gemeinsame Gemeindegrenzen mit zehn anderen Gemeinden im Bezirk Feldkirch. Dies sind (von Norden aus im Uhrzeigersinn) Koblach, Röthis, Sulz, Zwischenwasser, Laterns, Übersaxen, Satteins, Göfis, Feldkirch und Meiningen.

Geschichte

Zur Zeit des Römischen Reiches war das heutige Rankweil unter dem Namen „Vinomna“ ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem die befestigten römischen Straßen zusammenliefen, unter anderem die Hauptverkehrsstraße von Chur nach Augsburg. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 842.

1375 verkauften die Grafen von Montfort die Herrschaft Feldkirch, und damit Rankweil, an die Habsburger. Diese verwalteten ihre im heutigen Vorarlberg gelegenen Herrschaftsgebiete abwechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Im späten Mittelalter, in der Zeit der Appenzellerkriege (1405–1429, zwischen dem mit Habsburg verbündeten Fürstabt von St. Gallen und den ihnen untergebenen Appenzellern) ergab sich die Herausbildung der in der Neuzeit abgeschlossenen staatlichen Territorien.

Signifikant dafür waren unterschiedliche Bündnisse der Städte und der Stände, wie auch die Herrschaft Feldkirch (Rankweil) mit den Hofleuten zu Altstätten, Berneck und Marbach mit der Stadt St. Gallen sowie mit den Landleuten am Eschnerberg. 1398 erfolgte die Gründung eines Klosters der Klarissinnen im Wald von „Valduna“, das 1782 im Zeitalter des aufgeklärten Absolutismus aufgehoben und abgebrochen wurde.

1405 erfolgte durch die Aufnahme der Herrschaft Feldkirch und damit von Rankweil, die eigentliche Gründung des nach eidgenössischem Vorbild organisierten Bundes ob dem See, des wichtigsten Bündnisses dieser Zeit. Dieser dehnte sich rasch aus (u. a. Bludenz, Rankweil, Sax, Gaster und Toggenburg). Gewagte militärische Unternehmungen und Erhebungen gegen die Herrschaft der Habsburger (Tirol, Allgäu, Thurgau) waren kurzfristig erfolgreich und führten zur Zerstörung zahlreicher Adelsburgen. Am 13. Januar 1408 unterlag der Bund jedoch bei Bregenz dem habsburgischen Ritterheer.

1618 wurde Rankweil das Marktrecht verliehen. Von 1805 bis 1814 gehörte es mit Vorarlberg zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Rankweil seit der Gründung 1918. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Politik

Gemeindevertretung

Gemeindevertretungswahl
2025
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
38,1
(−23,66)
34,7
(+9,62)
9,9
(+1,55)
17,3
(+12,49)
20202025

In Vorarlberg wählen die Bürger alle fünf Jahre die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Ankreuzen eines Listen-Wahlvorschlages bzw. durch Mehrheitswahl wenn kein Listenvorschlag vorliegt. Weiters den Bürgermeister durch Ankreuzen eines Wahlvorschlages.

Die Wikipedia wünscht sich an dieser Stelle ein Bild vom hier behandelten Ort.

Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Die Gemeindevertretung wählt in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte – sofern keine Wahl durch die Bürger zustande kam – gemäß § 61 Gemeindegesetz einen Bürgermeister und dann einen mindestens dreiköpfigen Gemeindevorstand. Die Zahl dieser „Gemeinderäte“ darf aber gemäß § 55 den vierten Teil der Zahl der Gemeindevertreter nicht übersteigen.

Der Bürgermeister führt den Vorsitz bei den generell öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung, in denen kommunale Belange besprochen und Beschlüsse gefasst werden. Beobachter haben kein Mitspracherecht und kein Stimmrecht. Die Gemeindevertretung kann nach Bedarf Ausschüsse bestellen. Sitzungen des Gemeindevorstandes und der Ausschüsse sind nicht öffentlich.

Sitzverteilung nach den Wahlen

  • Gemeindevertretungswahlen 1985: ÖVP 22, SPÖ 6, FPÖ 1, Interessengem. VBG 1.
  • Gemeindevertretungswahlen 1990: ÖVP 14, SPÖ 8, FPÖ 4, Forum 3, Interessengemeinsch. 1.
  • Gemeindevertretungswahlen 1995: ÖVP 16, SPÖ 6, FPÖ 4, Forum 3, IV Rankweil-Brederis 1.
  • Gemeindevertretungswahlen 2000: ÖVP 15, FPÖ 6, GRÜNE 5, SPÖ 3.
  • Gemeindevertretungswahlen 2005: ÖVP 17, GRÜNE 9, SPÖ 5, FPÖ 2.
  • Gemeindevertretungswahlen 2010: ÖVP 21, GRÜNE 7, SPÖ 3, FPÖ 2.
  • Gemeindevertretungswahlen 2015: ÖVP 18, GRÜNE 10, SPÖ 3, FPÖ 2.
  • Gemeindevertretungswahlen 2020: ÖVP 22, GRÜNE 8, SPÖ 2, FPÖ 1.
  • Gemeindevertretungswahlen 2025: ÖVP 13, GRÜNE 12, FPÖ 5, SPÖ 3.

Bürgermeister

  • 1885–1888 Josef Rheinberger
  • 1888–1891 Johann Jakob Scheidbach
  • 1891–1897 Josef Fröhlich
  • 1897–1906 Johann Jakob Scheidbach
  • 1906–1907 Josef Fröhlich
  • 1907–1915 Johann Wendelin Nachbaur
  • 1915–1919 Jakob Abbrederis
  • 1919–1936 Joseph Längle
  • 1936–1938 Seraphin Reich
  • 1938–1945 Hans Jenny
  • 1945–1957 August Fröhlich
  • 1957–1964 Herbert Keßler
  • 1964–1978 Rudolf Ammann
  • 1978–1990 Thomas Linder (ÖVP)
  • 1990–2008 Hans Kohler (ÖVP)
  • 2008–2019 Martin Summer (ÖVP)
  • seit 29. April 2019 Katharina Wöß-Krall (ÖVP)

Bevölkerungsentwicklung

Rankweil: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
2.410
1880
  
2.686
1890
  
2.976
1900
  
3.304
1910
  
3.923
1923
  
3.724
1934
  
4.229
1939
  
4.447
1951
  
5.244
1961
  
6.451
1971
  
8.654
1981
  
9.926
1991
  
10.509
2001
  
11.171
2011
  
11.575
2021
  
11.998
2026
  
12.168
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Per 1. Jänner 2013 waren 11.741 Personen in Rankweil gemeldet. Im Vergleich zu 2011 (siehe Grafik) bedeutet dies einen Zuzug von 174 Personen. Insgesamt gibt es 4858 Haushalte, in 1214 davon leben Kinder oder Jugendliche. In 3644 Haushalten gibt es keine Kinder oder Jugendliche. Die durchschnittliche Haushaltsgröße in Rankweil beträgt 2,5 Personen.

In Rankweil lebten 2013 insgesamt 1458 Familien. 234 davon sind Alleinerzieher. In drei Prozent aller Familien leben vier oder mehr Kinder. In über 80 Prozent der Familien leben ein oder zwei Kinder. Im Jahr 2012 wurde Rankweil als „familieplus“-Gemeinde ausgezeichnet – eine Landesauszeichnung für familienfreundliche Gemeinden.

Kultur

In Rankweil gibt es 125 Vereine. Rund 40 davon sind Sportvereine, gefolgt von 12 Kulturvereinen und je neun Vereinen aus den Bereichen Musik, Religion/Kirche und Familie.

Seit den 1990er Jahren behauptet sich das Alte Kino Rankweil in der Vorarlberger Kulturszene. Der Verein ist vor allem in folgenden Bereichen aktiv: Blues, Kabarett, Theater, Film, Rock, Kleinkunst und Mundart. Von Zucchero über Bryan Adams, Gianna Nannini und Amy McDonald bis hin zu Dave Brubeck und Hubert von Goisern sind nationale und internationale Stars bereits in Rankweil aufgetreten.

Regelmäßige Veranstaltungen

Folgende große Veranstaltungen finden jährlich in Rankweil statt:

Sehenswürdigkeiten

Panorama mit 8 denkmalgeschützten Objekten
Spinnerei-Gelände (heute Gewerbepark)
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rankweil

Profanbauten

Kirchen und Kapellen

Neben der Basilika zeugen zahlreiche Kirchen und Kapellen von der Stellung Rankweils als Pilgerzentrum Vorarlbergs. Rankweil liegt direkt am österreichischen Jakobsweg, was jedes Jahr unzählige Pilger nach Rankweil lockt.

Museen

Römervilla
Nicht nur das Museum selbst bietet den Besuchern einen direkten Einblick in die Zeit der Römer in Vorarlberg. Mitglieder der „Legio XXI Rapax“ (römische Besatzungstruppe in Raetien) sowie Germanen aus dem hohen Norden lassen regelmäßig die römische Antike lebendig werden, indem sie auf unterhaltsame Art den Alltag römischer Soldaten und der Zivilbevölkerung veranschaulichen.

Sport

Gastrastadion Rankweil

Rankweil hat zahlreiche Sport- und Tennisplätze, eine Tennishalle, eine Skateboardanlage, einen Sportschützenplatz und eine Eislauffläche für Publikumseislauf und Eishockey, einen Fitnessparcours am Schafplatz sowie eine Finnenbahn. Seit 2008 verfügt Rankweil außerdem über einen 18-Loch-Golfplatz. Rankweils Sportvereine sind durchaus auch über Landesgrenzen erfolgreich: Der Verein Pool Player Club Rankweil spielte in der österreichischen Poolbillard-Bundesliga. Der Fußballverein FC Rot-Weiß Rankweil war bis 2009 in der Regionalliga West. In der Saison 2011/2012 gewann der HC Rankweil den VEHV-Cup und wurde Meister der CS EHL Vorarlberg. Auch Leichtathleten aus Rankweil haben es immer wieder an die nationale Leistungsspitze geschafft, Klaus Bodenmüller erreichte sogar Weltklasse. Zudem führten schon öfters große internationale Radrundfahrten durch den Ort; Rankweil war dabei schon Etappenziel der Österreich-Radrundfahrt. Seit einigen Jahren ist in Rankweil der Sitz des einzigen Profi-Radteams in Vorarlberg. Das Team Vorarlberg besitzt eine UCI Continental-Lizenz.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Marktgemeinde Rankweil ist das Zentrum der Region Vorderland – rund 12.000 Einwohner leben im 22 km² großen Gemeindegebiet. Mit 6310 Erwerbstätigen ist Rankweil eine Einpendler-Gemeinde. 4512 Bürger umliegender Gemeinden finden in insgesamt 311 Arbeitsstätten einen Arbeitsplatz. Knapp 500 Personen in Rankweil sind selbstständige Erwerbstätige. Der wirtschaftliche Nachwuchs wird an 404 Lehrstellen ausgebildet.

In Rankweil agieren viele Unternehmen global, unter ihnen bekannte Markenführer. Der Branchenmix reicht vom High-Tech-Gerät zum Fruchtsaft (Rauch Fruchtsäfte), vom Zulieferer der Auto- und Motorenindustrie bis hin zu Laserprodukten.

Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei rund 47 Prozent.

Wirtegemeinschaft Rankweil

Landesweit bekannt ist Rankweil für die vielen Gasthäuser und Gastgärten. Der Ursprung für diese hohe Dichte an gut bürgerlichen Wirtshäusern liegt an der langen Geschichte Rankweils als Wallfahrtsort. Die meisten großen Gasthöfe Rankweils sind Mitglied in der Wirtegemeinschaft Rankweil. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Rankweiler Gastronomen, die durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch und gemeinsame Projekte ihre Kräfte bündeln.

Kaufmannschaft Rankweil-Vorderland

Die Interessengemeinschaft Kaufmannschaft Rankweil-Vorderland hat zum Ziel, die Stärken und Fähigkeiten von Betrieben, Einzelhändlern, Handwerkern und Dienstleistern zu bündeln und zu verbinden. Der Wirtschaftsraum Rankweil-Vorderland soll durch gemeinsame Aktionen als Ort zum Leben, Arbeiten und Einkaufen besser bekannt gemacht werden.

Öffentliche Einrichtungen

In Rankweil gibt es mit der Höheren Technische Bundeslehr- und Versuchsanstalt (HTL), der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) und neu ab Sommer 2022 der Höheren Lehranstalt für Kommunikations- und Mediendesign (HLK) drei höhere Schulen. Des Weiteren gibt es die Mittelschule Rankweil-Ost.

Umwelt

e5 ist eine landesweite Auszeichnung für Gemeinden, die im Umweltschutz besonders aktiv sind. Rankweil hat für umgesetzte Projekte 2012 das vierte von fünf „e“ erhalten. Besonders aktiv ist die Gemeinde in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger und nachhaltige Mobilität. Beispielsweise sind alleine am Mühlbach zehn private Wasserkraftwerke in Betrieb. Der gewonnene Strom versorgt unter anderem auch das Ende 2011 neu errichtete Sozialzentrum Haus Klosterreben, das als Rankweils Vorzeigeprojekt im Bereich Energieeffizienz gilt. So wird beispielsweise die Warmwasserbereitung im Sommer zu 100 Prozent aus der Solaranlage des Hauses bereitgestellt.

Gesundheit und Soziales

Die Marktgemeinde Rankweil wurde 2012 gemeinsam mit sechs weiteren Vorarlberger Gemeinden als „familieplus Gemeinde“ für vorbildliche Kinder-, Jugend- und Familienpolitik ausgezeichnet. Bereits im Jahr 1996 hat sich Rankweil als eine der ersten Gemeinden des Landes an der ersten Phase des Programmes beteiligt, damals unter der Bezeichnung „Familiengerechte Gemeinde“. 2010 wurde ein Sozialleitbild bis 2020 erarbeitet. Daraus entstand beispielsweise der Kinder- und Familientreff Bifang oder die Veranstaltungsreihe Kind sein in Rankweil, die unter anderem spezielle Veranstaltungen für Väter und Kinder beinhaltet.

Die Gemeinwesenstelle Mitanand bietet Hilfe in schwierigen Lebenssituationen für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren. Zudem gibt es für Senioren einen Seniorenmittagstreff, den Mobilen Hilfsdienst und den Rankler Hock. Familien können die Elternberatungsstelle Rankweil in Anspruch nehmen und für Jugendliche gibt es jeden Monat ein neues Programm im Jugendtreff Planet.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Commons: Rankweil – Sammlung von Bildern und Audiodateien
Wiktionary: Rankweil – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Erstmals Frau an der Spitze in Rankweil. In: vorarlberg.ORF.at. 30. April 2019, abgerufen am 30. April 2019.
  2. ↑ Georg Keckeis: Topographisch-historische Beschreibung der Ortschaften Rötis und Viktorsberg, neu herausgegeben von der Gemeinde Röthis, 1991, S. 39.
  3. ↑ Johann Baptist Rusch: Das Gaugericht auf der Müsinerwiese oder das freie kaiserliche Landgericht zu Rankweil in Müsinen, S. 28, Fn. 8, S. 105.
  4. ↑ Mühlbachgenossenschaft Rankweil (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)
  5. ↑ Gemeindewahlgesetz GWG. §§ 59–63 Wahlen in die Gemeindevertretung in Ermangelung von Wahlvorschlägen. Vorarlberger Landtag, abgerufen im Jahr 2025 (Der Wähler trägt bis zu doppelt so viele Namen, als Gemeindevertreter zu wählen sind, in die Stimmliste ein.).
  6. ↑ Gemeindegesetz. 2. Abschnitt Gemeindevertretung (ab § 33), 3. Abschnitt Gemeindevorstand (ab § 54), 4. Abschnitt Bürgermeister (ab § 61). Vorarlberger Landtag, abgerufen im Jahr 2025.
  7. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 1985 in Rankweil. Land Vorarlberg, 21. April 1985, abgerufen im Mai 2025.
  8. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 1990 in Rankweil. Land Vorarlberg, 1. April 1990, abgerufen im Mai 2025.
  9. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 1995 in Rankweil. Land Vorarlberg, 2. April 1995, abgerufen im Mai 2025.
  10. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2000 in Rankweil. Land Vorarlberg, 2. April 2000, abgerufen im Mai 2025.
  11. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2005 in Rankweil. Land Vorarlberg, 10. April 2005, abgerufen im Mai 2025.
  12. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2010 in Rankweil. Land Vorarlberg, 14. März 2010, abgerufen im Mai 2025.
  13. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2015 in Rankweil. Land Vorarlberg, 15. März 2015, abgerufen im Mai 2025.
  14. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2020 in Rankweil. Land Vorarlberg, 13. September 2020, abgerufen im Mai 2025.
  15. ↑ Wahlergebnis Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 2025 in Rankweil. Land Vorarlberg, 16. März 2025, abgerufen im Mai 2025.
  16. 1 2 3 4 5 Gemeindedaten von RANKWEIL. Bürgermeister (seit 1945). In: Vorarlberg Chronik. Land Vorarlberg, abgerufen im Mai 2025.
  17. ↑ Bürgermeister Direktwahl 2015. 64,63% für Ing. Summer Martin, 1972. Land Vorarlberg, abgerufen im Mai 2025.
  18. ↑ Christian Marold: Führungswechsel in Rankweil. Bürgermeister Martin Summer legt sein Amt zurück. In: RegionalZeitungen. RZ Regionalzeitungs GmbH, 2019, abgerufen am 13. Mai 2025.
  19. ↑ Bürgermeister Direktwahl 2025. 53% JA für Mag. Wöß-Krall Katharina. Land Vorarlberg, abgerufen im Mai 2025.
  20. 1 2 Melderegister Marktgemeinde Rankweil, Jänner 2013.
  21. ↑ St.-Josefs-Kirche - Pfarre Rankweil. Abgerufen am 16. Februar 2026.
  22. ↑ Michael Unterwurzacher, Beate Rüf, Diethard Sanders: Quelltuff in Vorarlberg – Bildung, Verwendung, materialtechnische Eigenschaften. In: Vorarlberger Naturschau, 19, Dornbirn 2006, S. 219 (zobodat.at [PDF]).
  23. ↑ Freilichtmuseum Römervilla Rankweil-Brederis
  24. ↑ Natalie-Beer-Museum: Literatur statt Politik. In: NEUE. 8. Juli 1996, S. 12.
  25. ↑ Meinrad Pichler: Das Land Vorarlberg 1861 bis 2015. In: Geschichte Vorarlbergs. Band 3. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2015, ISBN 978-3-7030-0913-6, S. 200.
  26. ↑ Höhere Lehranstalt für Kommunikations- und Mediendesign
  27. ↑ Angelika Drnek: Fotografischer Schatz in schwarz-weiß gehoben. 24. Mai 2026, abgerufen am 19. August 2026.