| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 53° 57′ N, 10° 44′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Ostholstein | |
| Höhe: | 20 m ü. NHN | |
| Fläche: | 59,62 km² | |
| Einwohner: | 15.484 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 260 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 23626, 23611, 23669, 23689 | |
| Vorwahlen: | 04504, 04502, 04503, 0451 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OH | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 55 035 | |
| LOCODE: | DE RAK | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bäderstraße 19 23626 Ratekau | |
| Website: | www.ratekau.de | |
| Bürgermeister: | Dennis Jaacks (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Ratekau im Kreis Ostholstein | ||
Ratekau ist eine Gemeinde und eine Dorfschaft (siehe Dorfschaften) im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein, zehn Kilometer nördlich von Lübeck gelegen. Benachbarte Orte sind im Süden Bad Schwartau und Lübeck, im Norden Timmendorfer Strand und Scharbeutz sowie im Westen Ahrensbök. Die Großgemeinde verfügt mit der A 1, der A 20 und der A 226 über eine überregional nennenswerte Anbindung an das deutsche Fernstraßennetz.
Die Gemeinde besteht aus Dörfern mit ländlichem Charakter, die zum Teil um den Hemmelsdorfer See herum in kurzer Entfernung zur Lübecker Bucht liegen. Von der Nähe zu Lübeck profitieren auch Gewerbegebiete und Neubausiedlungen. Die größten Dorfschaften der Gemeinde sind Sereetz, Ratekau, Pansdorf und Techau. Im Gemeindegebiet gibt es seit August 2015 das Naturschutzgebiet Sielbektal, Kreuzkamper Seelandschaft und umliegende Wälder.
Einwohnerzahlen 2019:



Am 1. Januar 1971 wurde ein Gebiet mit damals etwa 30 Einwohnern an die Nachbargemeinde Haffkrug-Scharbeutz abgetreten.
Der von der Gemeindevertretung gewählte Bürgervorsteher ist Daniel Thomaschewski.
Seit dem 1. August 2026 ist Dennis Jaacks (parteilos) Bürgermeister von Ratekau. Sein seit 2008 amtierender Vorgänger Thomas Keller kandidierte bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2026 nicht erneut. Dennis Jaacks wurde mit 87,7 Prozent der abgegebenen Stimmen zu dessen Nachfolger gewählt.
Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin eine goldene Garbe, in Gold rechts eine grüne Eiche, an der unten ein silberner Stein lehnt, links eine eintürmige silberne Kirche mit roten Dächern; darüber zwei auswärts geneigte schwarze Ähren.“
Die Hauptsatzung der Gemeinde beschreibt eine gelegentlich verwendete Version des Wappens mit leicht abgewandeltem Schildfuß.
Die Wappenfiguren stellen die Vizelin-Kirche, die Blüchereiche und den dazugehörigen Gedenkstein dar, welcher 1856 errichtet wurde und an die Kapitulation von Gebhard Leberecht von Blücher 1806 vor den napoleonischen Truppen erinnern soll.
Das Wappen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in Ermangelung von Dienstsiegeln, die frei von nationalsozialistischen und kaiserlichen Symbolen sind, von der Gemeinde gewählt und von der britischen Militärregierung genehmigt.
Die Gemeinde Ratekau ist Schulträger folgender Schulen:
Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2019/2020
Sonstige Bildungseinrichtungen:

Die Ortschaften der Gemeinde Ratekau sind über ein gut ausgebautes Netz an Landstraßen und Fahrradwegen miteinander verbunden. Die Anbindung an den Fernverkehr geschieht hauptsächlich über die Bundesautobahn 1.
Bis Ende der 1960er Jahre endete die A 1 am südlichen Rand der Gemeinde kurz vor der Blüchereiche in Ratekau. Der Fernverkehr wurde dann über die Bundesstraße 207 weiter in Richtung Norden geleitet. Seit Anfang der 1970er Jahre ist die A 1 nordwärts weitergeführt und hat die drei Anschlussstellen Pansdorf (Nr. 17), Ratekau (Nr. 18) und Sereetz (Nr. 19) auf dem Gebiet der Gemeinde erhalten. In den Sommermonaten dient vor allem die Abfahrt Ratekau zahlreichen Tagestouristen aus Hamburg zum Erreichen der Ostsee. Die Bundesstraße 207 wurde Ende der 1990er Jahre zur Landesstraße herabgestuft.
Das Gebiet der Gemeinde wird von den Bahnstrecken Lübeck–Puttgarden (Vogelfluglinie) und Lübeck–Kiel durchquert. Einziger Bahn-Haltepunkt der Gemeinde ist der im Jahr 2000 reaktivierte Bahnhof Pansdorf. Dort besteht ein Stundentakt in Richtung Lübeck sowie Kiel. Ein zweiter Bahnhof am nördlichen Rande des Ortes Ratekau ist seit 1968 stillgelegt. Zur Jahrtausendwende gab es Überlegungen, auch diesen Bahnhof zu reaktivieren. Wegen seiner ungünstigen Lage zum Ort wurde aber ein Neubau näher an den Wohngebieten des Dorfes für sinnvoller erachtet. Die Inbetriebnahme des neuen Haltepunktes Ratekau war für 2012 geplant, wurde aber wegen des Neubaus der Hinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung nicht mehr realisiert. Stattdessen soll Ratekau mit der Fertigstellung der zweigleisigen und elektrifizierten Neubaustrecke zwischen Lübeck und dem Fehmarnbelt eine Verkehrsstation südlich der Autobahnanschlussstelle Ratekau erhalten. Die ursprünglichen Planungen sahen einen gemeinsamen Bahnhof mit Timmendorfer Strand vor. Da das Land Schleswig-Holstein jedoch von der Stilllegung der „Bäderbahn“ zwischen Ratekau und Haffkrug abgelassen hat, behält Timmendorfer Strand seinen bestehenden Bahnhof. Die bisherige Eisenbahntrasse, die durch das Dorf führt, soll mit Inbetriebnahme der neuen, um das Dorf herum geführten Trasse stillgelegt werden. Im Zuge der Planungen für eine Regio-S-Bahn Lübeck wird beabsichtigt, in Techau einen neuen Bahnhaltepunkt zu errichten.
Das Gemeindegebiet Ratekaus wird von verschiedenen Buslinien erschlossen. Die Linien 1 und 33 des Stadtverkehr Lübeck verbinden Sereetz mit Lübeck und Bad Schwartau. Die Haltestelle Warnsdorf Dorfplatz wird im Zweistundentakt von der Linie 35 von und nach Travemünde sowie mehrmals täglich von der Linie 40 zwischen Scharbeutz, Timmendorfer Strand und Lübeck bedient. Die Autokraft betreibt darüber hinaus unter anderem die Linie 500 (Lübeck–Timmendorfer Strand/Scharbeutz), die in variierenden Taktungen die Dorfschaften von Ratekau anbindet.
Mit dem SV Sereetz und dem TSV Pansdorf stellte die Gemeinde zwei Vereine, die in den 1990er-Jahren an der Fußball-Oberliga Nord teilnahmen. Neben Kiel, Lübeck und Flensburg ist Ratekau damit eine von nur vier Gemeinden im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband, die mit mehreren Vereinen in überregionalen Spielklassen vertreten waren. Im Frauenfußball wurde der TSV Ratekau – teils in einer Spielgemeinschaft mit dem NTSV Strand 08 – vier Mal Schleswig-Holsteinischer Fußballmeister, verzichtete jedoch stets auf den Aufstieg in die Regionalliga.
Darüber hinaus gehörten die Nachwuchshandballerinnen des TSV Ratekau 2013/14 der ersten Saison der neu gegründeten A-Juniorinnen Handball-Bundesliga an.