
Ein Stellantrieb ist ein Teil bestimmter Stellglieder, die für automatische Steuerungen und Regelungen verwendet werden.
Die elektrisch (mit Motoren, siehe auch bei elektromotorische Antriebe für Rohrleitungsarmaturen), pneumatisch oder hydraulisch anzutreibenden Stellglieder sind zum Beispiel Ventile, Hähne oder Schieber, die den Massenstrom in technischen Systemen verändern.
Allgemein kann man Stellantriebe unterscheiden nach:
Der Begriff Stellantrieb gliedert sich gemäß DIN 19226 in die beiden Unterbegriffe der Steuer- und Regelantriebe:
Steuerantriebe, die als letztes Glied einer Steuerkette arbeiten, werden im Wesentlichen für Auf/zu-Betätigungen von Stellgliedern eingesetzt.
Die Aufgabe von Regelantrieben ist es, eingebunden in Regelkreise, bei Störungen der Regelstrecke die Stellbefehle des Reglers so auf ein Stellglied zu übertragen, dass die Regelabweichung möglichst gering bleibt. Hier werden unterschieden:

Eine besondere Bedeutung haben Stellantriebe für Rohrleitungsarmaturen (Ventile), daher wird der Begriff Stellantrieb häufig synonym zu Ventilantrieb verwendet. Dies ist jedoch unspräzise, denn Stellantriebe gibt es in ähnlicher Form auch für andere Rohrleitungsarmaturen, wie Klappen, Schieber usw.; der Begriff Stellantrieb bezieht sich als Oberbegriff auf alle Stellorgane, nicht nur auf Ventile.
In vielen Fällen wird dem Stellantrieb ein zusätzlicher Stellungsregler zugeordnet. Dieser hat dann die momentane Position des Stellorgans als Rückführung. Hierdurch erreicht man eine bessere Regelgüte und standardisiert die regelungstechnische Aufgabe (Lageregelung).
In manchen Bereichen spricht man bei prinzipiell gleicher Aufgabe statt von einem Stellantrieb von einem Servo, meist von einem Servomotor angetrieben.