Rettmer Stadt Lüneburg | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 13′ N, 10° 22′ O | |
| Fläche: | 5,72 km² | |
| Einwohner: | 1981 | |
| Bevölkerungsdichte: | 346 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. März 1974 | |
| Postleitzahl: | 21335 | |
| Vorwahl: | 04131 | |
Lage von Rettmer in Niedersachsen | ||
Rettmer ist eine Ortschaft der Stadt Lüneburg im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen. Bis 1974 bildete Rettmer eine eigenständige Gemeinde.
Die Ortschaft Rettmer liegt im äußersten Südwesten von Lüneburg und ist im Wesentlichen ein mit Einfamilienhäusern bebautes Wohngebiet. An der Lüneburger Straße ist noch der alte Dorfkern mit seinen landwirtschaftlichen Gebäuden zu erkennen.
Rettmer gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Lüne des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Lüneburg im Departement der Elbmündung. 1814 fiel Rettmer an Hannover zurück und gehörte dort wieder zum Amt Lüne, das ab 1862 Amt Lüneburg hieß. 1867 fiel Rettmer mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Lüneburg.
Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Rettmer am 1. März 1974 in die Stadt Lüneburg eingemeindet.

| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 98 | |
| 1871 | 148 | |
| 1885 | 95 | |
| 1895 | 123 | |
| 1905 | 128 | |
| 1925 | 236 | |
| 1939 | 252 | |
| 1950 | 491 | |
| 1961 | 294 | |
| 1970 | 633 | |
Das Vierständerhallenhaus in Fachwerk mit Backsteinausfachung an der Lüneburger Straße 19 steht unter Denkmalschutz. Mehrere Grabhügel sind geschützte Bodendenkmale.
Rettmer hat eine Ortsfeuerwehr mit einem Gerätehaus an der Lüneburger Straße 8.
In Rettmer gibt es den Boule-Verein Boule-Team Rettmer.
Bis 1977 war der Personen-Bahnhof Rettmer der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau in Betrieb. Die Bahnstrecke wird heute noch für Güterverkehr und gelegentliche touristische Fahrten genutzt. Über die Lüneburger Straße in Rettmer verlief bis zum Bau der Lüneburger Ostumgehung die Bundesstraße 209.