Rheda

Rheda
Koordinaten: 51° 51′ N, 8° 18′ OKoordinaten: 51° 51′ 0″ N, 8° 17′ 32″ O
Höhe: ca. 70 m
Fläche: 27,06 km²
Einwohner: 23.223 (1. Jan. 2022)
Bevölkerungsdichte: 858 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 33378
Vorwahl: 05242
Karte
Lage von Rheda in Rheda-Wiedenbrück

Rheda ist ein Ortsteil der Stadt Rheda-Wiedenbrück im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh.

Geschichte

Rheda wurde frühestens im Jahre 1085, spätestens 1088 erstmals urkundlich erwähnt. Seit ihrer Ersterwähnung war die Burg bzw. das spätere Schloss Rheda der Mittelpunkt der Herrschaft Rheda bis zu deren Auflösung im Jahre 1808. Von 1808 bis 1813 war die Stadt Rheda Sitz einer Mairie (Bürgermeisterei) im Kanton Rheda des napoleonischen Satellitenstaats Großherzogtum Berg. Neben der Stadt Rheda gehörten auch die Bauerschaften Nordrheda und Ems zur Bürgermeisterei. Nach dem Ende der Franzosenzeit kam die Bürgermeisterei mitsamt der Stadt 1816 zum neuen Kreis Wiedenbrück. Im Kreis Wiedenbrück wurde 1843 aus der Bürgermeisterei Rheda das Amt Rheda. Die Stadt Rheda erhielt 1862 die Westfälische Städteordnung von 1856 und war seitdem amtsfrei.

Bis zur Auflösung im Jahr 1945 befanden sich in Rheda bei der Firma Hagedorn (ab 1933) und auf dem Firmengelände Rawe & Co (ab 1942, heute Nonenstraße 11) Außenstellen des bisher unzureichend erforschten Strafgefangenenlager Oberems.

Durch das Gesetz zur Neugliederung des Kreises Wiedenbrück und von Teilen des Kreises Bielefeld wurde die Stadt Rheda am 1. Januar 1970 mit der Stadt Wiedenbrück sowie den Gemeinden Nordrheda-Ems, St. Vit, Batenhorst und Lintel zur neuen Stadt Rheda-Wiedenbrück zusammengeschlossen.

Bauwerke

Evangelische Stadtkirche Rheda
Rathaus Rheda
Fachwerkhäuser am Doktorplatz

Parks

Rheda-Wiedenbrück war Austragungsort der nordrhein-westfälischen Landesgartenschau 1988 in den Emsauen links und rechts der Autobahn A 2. Das Gelände, heute als Flora Westfalica bezeichnet, ist als weitläufiger Landschaftspark mit ca. 60 ha Größe im Stadtgebiet erhalten.

In dieser Anlage liegt ein etwa ein Hektar großer Teil des Schlossgartens Rheda. Auf weiteren vier Hektar erstreckt sich der andere Teil des Schlossparks, der zum Teil ebenfalls öffentlich zugänglich ist.

Nordwestlich des Schlossparks in etwa drei Kilometern Entfernung befindet sich der ca. einen Hektar große Garten des Hauses Bosfeld, der nicht öffentlich zugänglich ist.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Rheda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Rheda-Wiedenbrück – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Der Kreis Gütersloh: Zahlen | Daten | Fakten 2022. (PDF; 7,34 MB) Abgerufen am 13. November 2022.
  2. ↑ Amtsblatt der Regierung Minden 1843, S. 168
  3. ↑ Amtsblatt der Regierung Minden 1862, S. 287
  4. ↑ Karina Isernhinke: Das Strafgefangenenlager Oberems. In: Veröffentlichungen aus dem Kreisarchiv Gütersloh. Band, Nr. 13. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2015, ISBN 978-3-89534-893-8, S. 66–67.
  5. ↑ Nazizeit in alter Rawe-Werkhalle dokumentieren › SPD Rheda-Wiedenbrück. 14. November 2013, abgerufen am 18. Mai 2026 (deutsch).
  6. ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 110.
  7. ↑ Flora Westfalica bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
  8. ↑ Schlosspark Rheda bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
  9. ↑ Garten Haus Bosfeld bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe