| Riparbella | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Toskana | |
| Provinz | Pisa (PI) | |
| Koordinaten | 43° 22′ N, 10° 36′ O | |
| Höhe | 216 m s.l.m. | |
| Fläche | 58 km² | |
| Einwohner | 1.692 (31. Dez. 2025) | |
| Postleitzahl | 56046 | |
| Vorwahl | 0586 | |
| ISTAT-Nummer | 050030 | |
| Schutzpatron | San Giovanni Evangelista (27. Dezember) | |
| Website | Riparbella | |
Panorama von Riparbella | ||
Riparbella ist eine italienische Gemeinde der Provinz Pisa in der Region Toskana mit 1692 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025).

Das Dorf liegt an einem Hügel (Poggio di Nocola) am Südhang der Colline Pisane, auf einem Bergrücken aus Tuffgestein, etwa 14 km von der Stadt Cecina und vom Meer entfernt. Die Provinzhauptstadt Pisa liegt ca. 40 km nordwestlich, die Regionalhauptstadt Florenz liegt ca. 50 km östlich. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 845 GR/G und im Erzbistum Pisa. Wichtigste Flüsse im Gemeindegebiet sind der Cecina (7 von 78 km im Gemeindegebiet), der Lopia (9 von 9 km im Gemeindegebiet) und der Sterza (4 von 19 km im Gemeindegebiet).
Riparbella ist von Macchia, Wald, Weinbergen und Olivenhainen umgeben, und bekannt für seine gute toskanische Küche (Wild, Pilze und Wein – der Ort gehört zum Anbaugebiet Montescudaio).
Die Nachbargemeinden sind Castellina Marittima, Cecina (LI), Chianni, Lajatico, Montecatini Val di Cecina und Montescudaio.
Ausgrabungen im Ortsteil Belora bestätigten, dass Riparbella schon von den Etruskern besiedelt war. Wahrscheinlich leitet sich der Name von lat. Ripa Albella (weißer Abhang) ab, was auf den hellen Tuffstein anspielt. Der mittelalterliche Ortskern entstand um das Jahr 1000, und der Ort wird 1125 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Zunächst gehörte die Burg der Pisaner Familie della Gherardesca und bis 1406 gehörte Riparbella zum Herrschaftsbereich des Erzbischofs von Pisa, danach zu Florenz. Im Konflikt zwischen diesen und Alfons V. von Aragon 1477 wurde der Ort komplett zerstört und eingenommen, aber bereits ein Jahr später von Florenz zurückerobert. 1635 wurde der Ort von den Medici zur Markgrafschaft erhoben und an Andrea Carlotti di Verona vergeben, und es begann ein wirtschaftlicher Abstieg. 1737 kam es zum Lehen des florentinischen Senators Carlo Ginori, der es mit seinen Besitztümern in Cecina vereinte.
Der Ort hatte Anfang der 1950er Jahre noch etwa 3000 Einwohner, schrumpfte dann aber durch die Abwanderung der Bevölkerung. Heute lebt Riparbella vor allem von der Landwirtschaft (Weinbau, Oliven) und vom Tourismus; auf dem Gebiet der Gemeinde liegen zahlreiche Ferienhäuser, Pensionen und agrotouristische Betriebe.
Das Zentrum des Dorfes ist von Gebäuden aus dem 15. und 16. Jahrhundert geprägt.



Riparbella hat eine Haltestelle an der 1863 eröffneten Bahnstrecke Cecina–Volterra.