
Rolf Stolz (* 1. März 1949 in Mülheim an der Ruhr) ist ein deutscher Publizist, Schriftsteller und Fotograf.
Stolz studierte Psychologie in Köln und Tübingen und schloss das Studium mit dem Diplom ab. Er war Aktivist in der Studentenbewegung und zählte zu den Mitherausgebern der deutsch-türkischen Zeitschrift Arbeiter-Tatsachen. Bis 2009 arbeitete er als Psychologe in der Industrie.
Stolz war, laut eigenen Angaben, seit 1967 aktiv im SDS und von 1969 bis 1970 in der KPD/ML. 1980 gehörte er zu den Mitgründern der Grünen in Deutschland und war 1980 und 1981 Mitglied des Bundesvorstandes. Auf der Bundesversammlung von 22./23. März 1980 wurde er zum Schriftführer gewählt. Seit 1984 war Stolz Sprecher des bis 1990 politisch aktiven Initiativkreises Linke Deutschland-Diskussion. Von 1990 bis 1998 war er stellvertretender Vorsitzender des von Alfred Mechtersheimer initiierten Friedenskomitees 2000 für Entmilitarisierung, Truppenabzug und Selbstbestimmung, das er 1998 aus Protest gegen die von Mechtersheimer begonnene Zusammenarbeit mit ultrarechten Parteien verließ.
Von 2003 bis 2013 war Stolz regelmäßiger Kolumnist der Wochenzeitung Junge Freiheit und seit der Gründung des Monatsmagazins Compact 2011 einer von dessen regelmäßigen Autoren. Zudem schreibt er regelmäßig in den Burschenschaftlichen Blättern. Im Verein Deutsche Sprache leitet Stolz die Gruppe „Bündnis 90/Die Grünen für gutes Deutsch“.
Stolz wohnt in Neunkirchen-Seelscheid.
Stolz tritt vor allem publizistisch in Erscheinung. Er beschrieb seine politische Position 2008 in einem Interview mit der Jungen Freiheit so: „Als dissidentischer Linker stehe ich seit Jahren zwischen den Fronten.“ Kritisch beschäftigt er sich mit den Themen Immigration und „Integrationsverweigerung“. So tritt er für ein „Aktionsbündnis gegen den Islamismus“ ein und fordert, den Einfluss des Islamismus in Deutschland zurückzudrängen. Dies hat ihm neben Zustimmung (so von Arnulf Baring und Ralph Giordano) auch Kritik wie Vorwürfe der Ausländerfeindlichkeit und der Islamfeindlichkeit eingetragen. Rolf Stolz hat wiederholt Reden bei der rechtsextremen Münchner Burschenschaft Danubia sowie bei Kreisverbänden der AfD gehalten. In seinen Reden dort bezeichnete Stolz die „Antifa“ als „faschistoid“ und warnte 2014 vor einer „Überfremdung“ Deutschlands durch Zuwanderer. 2019 initiierte er laut einem Bericht der Zeitung Neues Deutschland einen Aufruf „Gegen Haß und Gewalt, für Debattenkultur“, der einen anderen Umgang mit der AfD forderte.
Stolz ist Mitglied bei den Grünen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stolz, Rolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Publizist, Schriftsteller und Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1949 |
| GEBURTSORT | Mülheim an der Ruhr |