Rudi Bayerl

Rudi Bayerl

Rudolf „Rudi“ Bayerl (* 10. März 1942 in Ballertshofen bei Lauterhofen) ist ein Oberpfälzer Heimatpfleger, Sachbuchautor, Mundartdichter und Kommunalpolitiker (UPW/FW Neumarkt).

Leben

Bayerl ist pensionierter Volksschul- und Sonderschullehrer. Er war zuletzt als Konrektor der Erwin-Lesch-Schule (Förderschule) in Neumarkt in der Oberpfalz tätig.

1974 wurde er zum Kreisheimatpfleger im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz berufen, 1991 zusätzlich zum Stadtheimatpfleger in Neumarkt. Unter anderem setzte er sich für die Sanierung und den Wiederaufbau von Marterln und Feldkreuzen ein, beispielsweise in den Ortsteilen Stauf, Holzheim und Pelchenhofen sowie beim Bildstock „Weiße Marter“ vor der Hofkapelle St. Maria in Weichselstein.

Seit 1975 ist er Mitglied, seit 2004 Vorsitzender des Historischen Vereins für Neumarkt/OPf. und Umgebung e.V., und war in dieser Funktion Mitherausgeber einiger Publikationen. Als Autor und Gründungsmitglied der im Sommer 1981 auf Initiative von Georg Gick gegründeten kleinen Mundartdichtergruppe „Sindlbacher Kreis“ widmet er sich der Pflege von Mundartdichtung. Die Gruppe, der auch Josef Fendl angehört, veröffentlichte vier Gedichtbände mit selbst verfassten Gedichten der Mitglieder in der Reihe Gereimtes und Ungereimtes aus der Oberpfalz. Er ist unter anderem auch Gründungsmitglied der Oberpfälzer Volksmusikfreunde, leitet den von ihm ins Leben gerufenen Volkstanzkreis in Neumarkt und ist Volkstanzbeauftragter des Vereins.

Bayerl ist Mitglied der Wählervereinigung UPW/FW Neumarkt. Er sitzt seit 1984 im Neumarkter Kreistag, zudem seit 1990 auch im Stadtrat und fungiert als Referent für Museum/Denkmäler/Archiv. Unter anderem fielen in seine Amtszeit die Sanierung des Stadtmuseums, die Sanierung des denkmalgeschützten Schreiberhauses (Bräugasse 19) und der Neubau des Stadtarchivs in der Bräugasse 18 mit 360 Quadratmetern Nutzfläche auf vier Ebenen.

Er ist seit 1990 Mitglied im Aufsichtsrat der Stadtwerke Neumarkt in der Oberpfalz, seit 1990 Mitglied in der Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Neumarkt i.d.OPf.-Parsberg und seit 2008 Mitglied im Festausschuss. Unter anderem wirkte er 1999 und 2009 bei den Neumarkter Passionsspielen mit und organisierte auch die 1988 und 2009 in Neumarkt ausgetragenen Bayerischen Heimattage.

Von 1996 bis 2014 war er wie auch zeitgleich sein CSU-Kollege Willibald Gailler Stellvertretender Landrat.

Publikationen (unvollständig)

im Bereich Heimatkunde:

Gedichtbeiträge:

Ehrungen

Commons: Rudi Bayerl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Landkreistag kompakt – Mitteilungen des Bayerischen Landkreistages. Nr. 2/2011, S. 28.
  2. ↑ Rudi Bayerl. UPW/FW; abgerufen am 20. Januar 2018.
  3. 1 2 3 4 Nordgaupreisträger 2016. Oberpfälzer Kulturbund, 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 21. Januar 2018; abgerufen am 21. Januar 2018.
  4. 1 2 3 4 Thomas Thumann: Verleihung der Goldenen Stadtmedaille. neumarktonline.de, 19. Dezember 2012.
  5. 1 2 35 Jahre Sindlbacher Kreis – Gereimtes und Ungereimtes aus der Oberpfalz im Sportheim Sindlbach. Neumarkt TV, 31. Oktober 2016.
  6. ↑ Evi Strehl: Kreisheimatpfleger Rudi Bayerl und Josef Fechner. In: Servus! BR Heimat, 6. Oktober 2017.
  7. 1 2 3 Rudi Bayerl: Ein Herz für die Heimat und die Historie. Der Heimatpfleger, Kommunalpolitiker und stellvertretender Landrat feierte seinen 75. Geburtstag. Nordbayern.de, 10. März 2017.
  8. 1 2 3 4 Glückwunsch zum 75. Geburtstag an Rudi Bayerl. Neumarkt TV, 13. März 2017.
  9. ↑ Staatliche Bibliothek Regensburg: Wouher da Wind waht …. Literaturportal Bayern, 28. September 2016.
  10. ↑ Preisträgerliste der Volksmusiktage in Kloster Banz und Wildbad Kreuth (seit 1984), Hanns-Seidel-Stiftung, S. 4.
  11. ↑ Gerd Schlittenbauer: Nordgau-Preis für Rudi Bayerl. Sein Schaffen für die Region ist „einzigartig“, findet der Kulturbund-Präsident. Die Festschrift ist 256 Seiten dick. Mittelbayerische Zeitung, 15. Juni 2016.
Personendaten
NAME Bayerl, Rudi
ALTERNATIVNAMEN Bayerl, Rudolf (wirklicher Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Heimatpfleger, Sachbuchautor, Mundartdichter und Kommunalpolitiker (UPW/FW Neumarkt)
GEBURTSDATUM 10. März 1942
GEBURTSORT Ballertshofen bei Lauterhofen