Ruth Jakusch, geborene Eisenberg (geboren 1914 in Frankfurt am Main; gestorben 1991 in München), eine deutsche Emigrantin zur Zeit des Nationalsozialismus, war von 1965 bis 1975 erste Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau.
Eisenberg emigrierte aufgrund der Judenverfolgung aus dem nationalsozialistischen Deutschland. Sie kehrte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Gefolge der US-Armee nach Deutschland zurück, wo sie als Übersetzerin während der Dachauer Prozesse tätig wurde. Währenddessen lernte sie den KZ-Überlebenden Hugo Jakusch kennen, den sie später heiratete. Jakusch war fast die gesamte Zeit des Nationalsozialismus als kommunistischer Häftling im KZ Dachau inhaftiert gewesen.
Beauftragt vom Comité International de Dachau (CID) begann sie 1962 mit Recherchen zur Geschichte des KZ Dachau und wurde 1963 hauptamtliche Mitarbeiterin der zunächst provisorischen Gedenkstätte. Im Rahmen einer Arbeitsgruppe bestehend aus ehemaligen Häftlingen und Fachberatern konzipierte sie eine Ausstellung zum KZ Dachau. Sie wurde 1965 erste Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, die sie bis 1975 leitete. Als Gedenkstättenleiterin folgte ihr Barbara Distel nach.
Jakusch wurde nach ihrem Tod auf dem Waldfriedhof München beigesetzt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jakusch, Ruth |
| KURZBESCHREIBUNG | Erste Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau |
| GEBURTSDATUM | 1914 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | 1991 |
| STERBEORT | München |