| SNCF Z 6300 | |
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Ein Z 6300 im Bahnhof Nancy-Ville | |
| Nummerierung: | SNCF Z 6301–6335 CFR 58-1001-1014 |
| Anzahl: | 35 |
| Hersteller: | mechanisch Carel & Fouché, elektrisch CEM |
| Baujahr(e): | 1967–1970 |
| Ausmusterung: | bis 2008 SNCF 2025 CFR |
| Achsfolge: | 2'B'+2'2’+2’2’ |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Länge über Kupplung: | 60.100 mm |
| Breite: | 2.980 mm |
| Höhe: | 4.280 mm (Dachscheitel) |
| Drehzapfenabstand: | 14.500 mm Endwagen 13.375 mm Mittelwagen |
| Drehgestellachsstand: | 2.200 mm Triebdrehgestell 1.670 mm Laufdrehgestell |
| Treibraddurchmesser: | 1.050 mm |
| Laufraddurchmesser: | 800 mm |
| Leermasse: | 105 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 120 km/h |
| Dauerleistung: | 615 kW |
| Anfahrzugkraft: | 147 kN |
| Stromsystem: | 25 kV, 50 Hz ~ |
| Stromübertragung: | Stromabnehmer |
| Bremse: | elektrisch (Widerstand), pneumatisch |
| Zugbremse: | pneumatisch |
| Kupplungstyp: | Scharfenbergkupplung |
| Zugheizung: | elektrisch |
| Sitzplätze: | 171 |
| Klasse(n): | 1./ 2. Klasse |
Die Baureihe Z 6300 mit den Spitznamen p'tits gris, deutsch sinnbildlich die kleinen Grauen, ist eine Serie dreiteiliger elektrischer Triebwagen, die in den 1960er Jahren von der französischen Staatsbahn SNCF für Einsätze im Schienenpersonennahverkehr beschafft wurde. Die Fahrzeuge ähneln den SNCF Z 6100, wurden aber speziell für die Wechselstromstrecken um den Bahnhof Paris-Saint-Lazare geschaffen. Deshalb musste jeder Wagen um circa fünf Meter verkürzt werden. Die Fahrzeuge sind nach dem Prinzip der INOX-Wagen aus nichtrostendem Stahl hergestellt und wurden als Z 6301 bis 6335 bezeichnet.
In Frankreich waren die Fahrzeuge bis 2008 im Einsatz. 14 Einheiten wurden anschließend nach Rumänien verkauft und dort als Reihe 58-1 weiterbetrieben.
Die Fahrzeuge dienten als Ersatz für die Automotrices Standard, die auf den Vorortlinien ab Paris-Saint-Lazare noch mit 750 Volt Gleichspannung und Stromschiene verkehrten. Technisch wurden sie von den SNCF Z 6100 abgeleitet, die Wagenkästen wurden auf Grund der kürzeren Pariser Bahnsteige und engeren Kurven auf den Strecken jedoch verkürzt. Gegenüber den Z 6100 wiesen die Z 6300 lediglich zwei Fenster zwischen den Türen auf, ansonsten waren sie mit einem Triebwagen, einem mittleren Beiwagen und einem äußeren Steuerwagen genauso ausgeführt. Für diese Zusammenstellung ist die französische Bezeichnung ZBD+ZRAB+ZRBx (Triebwagen 2. Wagenklasse mit Gepäckabteil, Beiwagen 1. und 2. Klasse und Steuerwagen 2. Klasse). Drei Z 6300 passten als 180 m lange Dreifacheinheit gerade noch in den Bahnhof Paris-Saint-Lazare. Hingegen sind die Züge etwas breiter und höher als die Z 6100. Trotzdem waren beide Baureihen miteinander kombinierbar. So wurde 1969 nach einem Unfall ein Mittelwagen des ZR 6300 kurzzeitig für einen ZR 6100 verwendet.
Betrieblich neigten die Fahrzeuge auf Grund ihres Antriebs über lediglich ein Drehgestell zum Schleudern. Eingeteilt waren die Züge beim Transilien Paris Saint-Lazare und verkehrten zuerst zwischen Paris und Mantes-la-Jolie. Danach wurden sie auch nach Pontoise eingesetzt, zusammen mit Triebwagen der Baureihe Z 6400. Mit der Beschaffung von neuen Triebwagen vom Typ Z 8100 wurden ab den 1990er Jahren die meisten Fahrzeuge zum Bahnhof Thionville umgesetzt, weil sie im Raum Paris nicht mehr den Komfortansprüchen genügten. Von Thionville aus wurden die Fahrzeuge rund um Metz eingesetzt. Weitere waren in Longueau stationiert, sie wurden nach Rouen, Creil, Arras und Aulnoye eingesetzt. Die letzten Pariser Einheiten wurden 2004 ausgemustert. Einige Fahrzeuge in Lothringen wurden noch für die TER Lorraine gebraucht, bis neue Züge vom Typ Alstom Coradia Duplex geliefert wurden.
Im Jahr 2008 wurden die letzten Züge ausgemustert. Insgesamt 14 Einheiten, dies waren 6301, 6306, 6309, 6310, 6313, 6316, 6319, 6319, 6320, 6326, 6330 und 6332–6335, wurden ab 2006 nach Rumänien verkauft und in Siebenbürgen eingesetzt. Eingesetzt waren die Triebwagen, die als CFR 58-1001 bis 1014 bezeichnet wurden, auf der Bahnstrecke Teiuș–Brașov, der Bahnstrecke Brașov–Sfântu Gheorghe, der Bahnstrecke von Cluj-Napoca nach Bistrița, der Bahnstrecke Teiuș nach Cluj-Napoca und der Bahnstrecke Suceava nach Cacica. In der Zwischenzeit haben die CFR neuere Gebrauchtfahrzeuge der Reihe CFL 2000 beschafft, und man kann von einem Einsatzende der Wagen ausgehen. Die letzte Interneterwähnung stammt aus dem Jahr 2013 aus dem Bahnhof Timisoara Nord, die letzte schriftliche Erwähnung aus dem Jahr 2019.
Die Konstruktion des Wagenkastens entspricht den bekannten INOX-Wagen, deren Konstruktion wurde bereits 1937 mit den zehn Triebwagen Z 3701 bis 3720 umgesetzt. Der Kasten ist eine vollständig geschweißte Konstruktion in Spantenbauart, sie wurde nach dem Budd-Verfahren aus Spezialprofilen in nicht rostendem Edelstahl vollständig punktgeschweißt. Beim Budd-Verfahren wurde der Elektrodendruck, die Stromstärke sowie Stromflussdauer gesteuert und somit die Schweißverbindung vor übermäßiger Erhitzung geschützt. Im Vergleich mit dem Z 6100 hatten die Z 6300 breitere und höhere Wagenkästen, dafür war die Fahrzeuglänge deutlich reduziert. Neben der gleichen Anzahl von Türen sind nur noch zwei anstatt drei Fenster angeordnet. Die Einstiege bestehen aus zweiflügeligen Schiebetüren, im Mittelwagen befindet sich ein Abteil erster Klasse mit 24 Sitzplätzen.
Das innere Drehgestell des Triebwagens wird nach dem Monomoteur-Prinzip angetrieben, wobei ein Gleichstrommotor über ein Getriebe beide Radsätze antreibt. Der Motor ist wie bei den Z 6100 vom Typ GRLM 792. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 120 km/h. Die Achsen und Drehgestelle sind mechanisch gefedert. Die Wagen sind für Vielfachsteuerung ausgelegt, insgesamt können von einem Führerstand aus bis zu vier Einheiten gesteuert werden. Im Regelbetrieb waren jedoch höchstens drei Einheiten gemeinsam im Einsatz. Die gesamte elektrische Ausrüstung sowie der Stromabnehmer sind im Triebwagen untergebracht.