| Schwäbischer Verlag GmbH & Co. KG Drexler, Gessler | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1945 |
| Sitz | Ravensburg, |
| Leitung | Lutz Schumacher |
| Mitarbeiterzahl | ca. 2.500 |
| Branche | Verlage und Medienhäuser |
| Website | www.schwaebisch-media.de |
Die Schwäbischer Verlag GmbH und Co.KG Drexler, Gessler ist ein Medienunternehmen mit Hauptsitz in Ravensburg. Mit der Marke SV Gruppe bildet sie die Dachorganisation für etwa 150 Tochter- und Enkelunternehmen und über 20 weiteren Beteiligungsunternehmen. Die wichtigsten Produkte sind die Schwäbische Zeitung und der Zollern-Alb-Kurier, welche regional im Südwesten verbreitet sind. Die Nordkurier Mediengruppe ist Teil der SV Gruppe. Die Beteiligungsunternehmen vertreiben ihre Produkte teilweise deutschlandweit: Online-Portale, Amts- und Anzeigenblätter, die größte Lokalfernsehgruppe in Deutschland, mehrere Radiosender, vielseitige Magazine, zwei Druckhäuser, Digital-, Content-Marketing- und Crossmedia-Einheiten, E-Commerce, logistische Dienstleistungen, wie Briefdienst, Paketzustellung und Fulfillment.
1922 gründete der Verleger Franz Walchner eine genossenschaftliche Kooperation, den Verband oberschwäbischer Zeitungsverleger in Friedrichshafen. In der Nazizeit wurde der Verband in „Donau-Bodensee-Zeitung“ umbenannt, Standort wurde ab 1943 Leutkirch im Allgäu. Nach ausgiebigen Verhandlungen mit der Militärregierung Baden-Baden und der Unterzeichnung des Gesellschaftervertrags gründeten Verleger des Verbands am 3. Dezember 1945 den Schwäbischen Verlag mit der Schwäbischen Zeitung. Die erste Ausgabe der Schwäbischen Zeitung erschien am 4. Dezember 1945 mit einer Auflage von 98.370 Exemplaren. Sie erschien zunächst zweimal wöchentlich jeden Dienstag und Freitag.
Erstkomplementäre des Verlages waren der Leutkircher Zeitungsverleger Max Drexler, der Friedrichshafener Verleger Othmar Gessler sowie Redakteur Wendelin Hecht (bis 1943 Verlagsleiter der Frankfurter Zeitung). Die ersten Kommanditisten waren Max Diederich aus Biberach an der Riß und Franz Walchner aus Wangen im Allgäu. Die heutigen Kommanditisten sind Julia Sabathil-Diederich, Andreas Drexler, Andreas Gessler, Martin Walchner und Erich Fürst von Waldburg zu Zeil.

Die fünf Kommanditisten waren 2016 Julia Sabathil-Diederich, Andreas Drexler, Andreas Gessler, Martin Walchner und Erich von Waldburg zu Zeil und Trauchburg. Bis auf Gessler halten diese jeweils etwa 17 % der Anteile an der Schwäbischen Zeitung, wobei der letztgenannte um einige Zehntelprozentpunkte den größten Einzelanteil hält (Stand 2026). Über die anderen Anteilseigner ist in der Öffentlichkeit weniger bekannt, sie werden aber von der KEK publiziert.
Tageszeitung der Dachmarke Schwäbisch Media ist die Schwäbische Zeitung. Zu den Wochenblättern gehören der Südfinder, Schwäbische Märkte, dazu kommen verschiedene Magazine. Der zum Unternehmen gehörende Wagner-Verlag veröffentlicht für Städte und Gemeinden Amtsblätter. Digitale Medien sind u. a. schwaebische.de, das E-Paper der Schwäbischen Zeitung und das Portal südfinder.de. Zum Bereich Bewegtbild gehören die regionalen Fernsehsender Regio TV Schwaben, Regio TV Stuttgart und Regio TV Bodensee. Hinzu kommen die Produktionsfirmen mooove.media und Eurotape. Im Audiobereich ist der Schwäbische Verlag mit drei Radiosendern vertreten: Neckaralb Live (100% Anteile), Radio 7 (44% Anteile) und Radio Seefunk (20% Anteile).
Zur Dachmarke Nordkurier Mediengruppe gehören die Tageszeitungen Schweriner Volkszeitung, Norddeutsche Neueste Nachrichten und Nordkurier, das Wochenblatt Lokalfuchs, der Buchverlag mecklenbook sowie die regionalen Fernsehsender Regio TV Nord und Regio TV Rostock. Die digitalen Medien sind das Reichweitenportal www.nordkurier.de sowie die E-Papier der Tageszeitungen.
Im Bereich Business ordnet der Schwäbische Verlag die in einer eigenen Gesellschaft organisierte Druckproduktion (SV Druck GmbH mit den Standorten Weingart und Neubrandenburg mit Dienstleistungen fast ausschließlich innerhalb der Unternehmensgruppe), Vermietung von Büroflächen und Räumen an verschiedenen Orten des Verbreitungsgebiets, interne Dienstleistungen für die Teile der Unternehmensgruppe, den Betrieb zweier regionaltouristischer Webseiten, die Organisation und das Catering bei Veranstaltungen sowie den Betrieb zweier Restaurants ein.
Der Briefservice Südmail, Nordkurier Brief + Paket und der Zustelldienst Merkuria sind Teile des Unternehmens.
Das Medienhaus Schwäbischer Verlag betreute und vermarktete seit der Übernahme der „Udia-Filmwerbung“ in Ulm und der „Europa Film + Werbung“ in Stuttgart im Jahr 2005 die Kinowerbung in Filmtheatern in Baden-Württemberg und Bayern, teilweise auch in Rheinland-Pfalz und Hessen. Zum 1. August 2012 trennte sich das Medienhaus von dieser Sparte und verkaufte die beiden Unternehmen.