Die Tochter eines Schweizers und einer Spanierin wuchs im Zollikerberg auf. Nach einer Ballett- und Klavierausbildung machte sie als 17-Jährige erste Erfahrungen als Sängerin. Sie studierte Germanistik und Musikwissenschaften an der Universität Zürich. Erste Tonaufnahmen entstanden 1987. 1989 war sie Backgroundsängerin von DJ BoBo bei dem Song «I Love You».
Neben ihrer Arbeit als Moderatorin bildet das Theater ein weiteres Standbein in Sandra Studers Schaffen. Ihren Einstand auf der Bühne feierte sie 1993 im Musical Keep Cool. Seit 2012 ist sie regelmässiger Gast am Zürcher Theater Rigiblick, wo sie in Produktionen wie Ds Lied vo de Bahnhöf zu sehen ist. Zudem wirkt sie seit 2013 in verschiedenen Musicals der Shake Company mit, wobei sie in SisterÄct und Mamma Mia Hauptrollen übernahm.
1997 heiratete Studer den späteren Rechtsanwalt Luka Müller. Sie ist vierfache Mutter und lebt im zürcherischen Meilen.
Eurovision Song Contest und Concours Eurovision
1989 trat Studer erstmals beim Schweizer Vorentscheid zum Concours Eurovision 1989 an. Sie sang als Backgroundsängerin zum deutschsprachigen Beitrag «Wege in der Nacht» von Ann Lomar, die den fünften Platz unter den zehn Teilnehmern erreichte. Sie versuchte ihr Glück erneut beim Vorentscheid zum Concours Eurovision 1990. Sie trat unter dem Namen Sandra Simó mit dem italienischsprachigen Lied «Lo so» an und belegte damit Platz acht von acht. Bei der nationalen Vorentscheidung zum Concours Eurovision 1991 gelang ihr dann der Sieg als Sandra Simó mit dem Titel «Canzone per te». Sandra Studer fuhr für die Schweiz zum Eurovision Song Contest nach Rom. Dort belegte sie Rang 5 mit 118 Punkten, wobei sie zwei Höchstwertungen aus Belgien und Luxemburg erhielt.
Beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel moderierte sie zusammen mit Hazel Brugger die beiden Halbfinals. Im Final wurden die beiden durch Michelle Hunziker unterstützt. Ausserdem führte sie einen Teil von «Canzone per te» als Showeinlage im Final auf.
Moderationen (Schweizer Fernsehen)
1991: Fera-TV. Moderationspremiere anlässlich der Schweizerischen Radio- und Fernseh-Ausstellung Fera
1992: Country Roads. Erste Primetime-Show
1993–1996: Traumziel. TV-Reisemagazin
1996–1998: Takito. Musiksendung
1996–2006: Concours Eurovision / ESC: Deutschsprachiger Kommentar für das Schweizer Fernsehen
2002–2012: Swiss Awards
2003–2005: Einfachluxuriös − Zwei Frauen unterwegs. Reisesendung
2005–2006: Ein roter Teppich für… Peoplesendung
2007–2009: Klanghotel. Kultursendung
2008–2021: Sports Awards. Zusammen mit Rainer Maria Salzgeber
2018–2020: Darf ich bitten? Tanzshow
2025: ESC Basel, Moderation: Zusammen mit Hazel Brugger und Michelle Hunziker
Bühne (Musicals, Theater)
Die Liste führt die Produktionen mit Jahreszahl auf, an denen Sandra Studer erstmals mitwirkte. Einige Stücke wurden später wieder aufgenommen oder stehen bis heute regelmässig auf dem Spielplan.
1993: Keep Cool. Musical von Marco Rima
2003: Walterli Tell. Mit Viktor Giacobbo
2005: Drei Bräute für ein Halleluja. Theaterstück mit Gardi Hutter und Sue Mathys
2012: Ds Lied vo de Bahnhöf. Hommage an Mani Matter im Theater Rigiblick
2013: Spamalot. Monty‑Python‑Musical. Rolle: „Fee aus dem See“
2014: Wanderful. Revue mit Michael von der Heide und Gardi Hutter
2015: Mein Leben mit Frank Sinatra. Im Theater Rigiblick mit dem Zurich Jazz Orchestra
2017: Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band. Tribute-Show im Theater Rigiblick
2018: Supermarkt Ladies. Das Mitmach-Musical, Das Zelt
2022: Yesterday − Tribute to Paul McCartney. Hommage an das Gründungsmitglied der Beatles im Theater Rigiblick
2022: Sister Äct. Schweizerdeutsche Fassung in der Maag-Halle. Rolle: Mutter Oberin
2026: Mamma Mia! Schweizerdeutsche Fassung in der Maag-Halle. Rolle: Donna