Sankt Rochus Markt Ebrach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 50′ N, 10° 29′ O |
| Höhe: | 418 m ü. NHN |
| Einwohner: | 0 (25. Mai 1987) |
| Postleitzahl: | 96157 |
| Vorwahl: | 09553 |
Luftbild (2023) | |


Sankt Rochus ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Sankt Rochus liegt in der Gemarkung Großgressingen.
Westlich der Einöde grenzt der Schwarzwald an, ansonsten ist der Ort unmittelbar von Acker- und Grünland umgeben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Großgressingen (0,6 km nördlich) bzw. die Staatsstraße 2258 kreuzend nach Winkelhof (2,2 km südöstlich).
Die Kirche wurde im Jahr 1614 durch Hieronymus I. Hölein, dem Abt des Klosters Ebrach, errichtet. Vermutlich gab es zuvor schon an dieser Stelle einen Pestfriedhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Sankt Rochus aus zwei Anwesen (1 Einödhof, 1 Häuslein) und einer Kapelle. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über die beiden Anwesen hatte das Kloster Ebrach. Das Häuslein wurde bis in die 1960er Jahre auch als Schulhaus genutzt.
Im Jahre 1802 kam Sankt Rochus an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Sankt Rochus dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Großgressingen und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Großgressingen zugewiesen. Am 1. Januar 1972 wurde Sankt Rochus im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ebrach eingemeindet.
In Sankt Rochus gibt es vier Baudenkmäler:
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | * | 10 | 7 | 6 | 2 | 3 | 5 | 7 | 5 | 0 |
| Häuser | * | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | |||
| Quelle |
Sankt Rochus ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt.