Semiperfekter Ring
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Ein semiperfekter Ring im mathematischen Teilgebiet der Algebra ist ein Ring , über dem jeder endlich erzeugte Linksmodul eine projektive Decke hat. Der Begriff wurde 1959/60 von Hyman Bass eingeführt.
Definition
Im Folgenden sei R ein Ring mit 1 , J=J(R) das Jacobson-Radikal .
Ein Ring R heißt semiperfekt, wenn er eine der folgenden äquivalenten Eigenschaften besitzt:
Jeder einfache R-Links-/Rechtsmodul hat eine projektive Decke .
Jeder endlich erzeugte R-Links-/Rechtsmodul hat eine projektive Decke.
R/J ist halbeinfach, und jedes Idempotent von R/J lässt sich zu R heben.
Es existiert eine Zerlegung
1
=
∑
i
=
1
n
e
i
{\displaystyle 1=\sum _{i=1}^{n}e_{i}}
mit paarweise orthogonalen, lokalen Idempotenten
e
1
,
…
,
e
n
{\displaystyle e_{1},\dots ,e_{n}}
.
Eigenschaften
Alle linksartinschen und alle rechtsartinschen Ringe sind semiperfekt.
Jeder lokale Ring ist semiperfekt.
Ein kommutativer Ring
R
{\displaystyle R}
ist genau dann semiperfekt, wenn
R
{\displaystyle R}
eine endliche direkte Summe von lokalen Ringen ist.
Ist
R
{\displaystyle R}
semiperfekt und
I
{\displaystyle I}
ein Ideal von
R
{\displaystyle R}
, dann ist auch der Faktorring
R
/
I
{\displaystyle R/I}
semiperfekt.
Ist
R
{\displaystyle R}
ein Ring und
e
∈
R
{\displaystyle e\in R}
ein Idempotent, dann ist
R
{\displaystyle R}
semiperfekt genau dann wenn
(
1
−
e
)
R
(
1
−
e
)
{\displaystyle (1-e)R(1-e)}
und
e
R
e
{\displaystyle eRe}
semiperfekt sind.