Serafim Polenz (* 22. Mai 1925 in Windau, Lettland; † 7. Mai 2001 in Schwerin) war ein deutscher Architekt und Denkmalpfleger.
Serafim Polenz stammte aus Kurland, kam 1939 mit seinen Eltern in Folge der Umsiedlung der Deutsch-Balten nach dem Hitler-Stalin-Pakt nach Deutschland und wirkte nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetischen Besatzungszone und der Deutschen Demokratischen Republik. Er studierte Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar. Nach dem Abschluss mit dem akademischen Grad eines Diplom-Ingenieurs arbeitete er zuerst am Museum für Deutsche Geschichte, dann in der staatlichen Denkmalpflege als Konservator und zuletzt als Chefkonservator. Neben Weimar und Berlin wurde ab 1956 das spätere Institut für Denkmalpflege in Schwerin zu seinem Wirkungsort, wo er auch kurz vor Vollendung seines 76. Lebensjahres starb. In Schwerin war er zunächst Stellvertreter und dann Nachfolger von Walter Ohle als Leiter der Arbeitsstelle.
Er war Mitglied des Bundes der Architekten der DDR.
Bekannt wurde Polenz u. a. für seinen Beitrag zum Erhalt der ehemaligen Häftlingsbaracken im Konzentrationslager Buchenwald und seinen Entwurf für die Gestaltung der Gedenkstätte an das Konzentrationslager Sachsenhausen, den er im Auftrag des Museum für Deutsche Geschichte vorlegte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Polenz, Serafim |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und Denkmalpfleger |
| GEBURTSDATUM | 22. Mai 1925 |
| GEBURTSORT | Windau, Lettland |
| STERBEDATUM | 7. Mai 2001 |
| STERBEORT | Schwerin |