
Fabrizio Sergio Donadoni (* 13. Oktober 1914 in Palermo; † 31. Oktober 2015 in Rom) war ein italienischer Ägyptologe.
Sergio Donadoni, Sohn des Italianisten Eugenio Donadoni (1870–1924), studierte ab 1931 an der Scuola Normale Superiore in Pisa, wo er 1935 das Diploma di licenza bei Evarista Breccia erlangte, sowie von 1933 bis 1936 in Paris bei Gustave Lefebvre, Alexandre Moret und Étienne Drioton. Er nahm an den Ausgrabungen in Antinoe unter Bresciani und in Medinet Madi unter Achille Vogliano (1938–1940) teil.
Ab 1950 lehrte er Ägyptologie an der Universität Pisa, 1955 wurde er Professor für Ägyptologie an der Universität Mailand und schließlich war er von 1960 bis zu seiner Emeritierung 1989 Professor an der Universität Rom. Er war seit 1955 an der von der UNESCO initiierten Rettung der Denkmäler Nubiens vor dem Untergang im Nassersee beteiligt. Dabei wurde Donadoni einer der wissenschaftlichen Begleiter der Umsetzung der Tempel von Abu Simbel. Auch wurde er dadurch zum Nestor der italienischen Sudanarchäologie und leitete von 1958 bis 1969 die auf Grund der Überflutung nötigen italienischen Ausgrabungen in Ikhmindi und Sabagura (frühchristliche Siedlungen) sowie Tamit (christliche Siedlung und Kirchen) und Sonqi Tino (Kirche mit Fresken). Von 1973 bis 1982 führte er Ausgrabungen am Jebel Barkal durch.
Verheiratet war er mit seiner Schülerin, der Ägyptologin Anna Maria Roveri (* 1950).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Donadoni, Sergio |
| ALTERNATIVNAMEN | Donadoni, Fabrizio Sergio (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Ägyptologe |
| GEBURTSDATUM | 13. Oktober 1914 |
| GEBURTSORT | Palermo |
| STERBEDATUM | 31. Oktober 2015 |
| STERBEORT | Rom |