| Dokumentarfilm | |
| Titel | Sex: The Annabel Chong Story |
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| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1999 |
| Länge | 86 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Coffee House Films |
| Stab | |
| Regie | Gough Lewis |
| Drehbuch | Kelly A. Morris |
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| Schnitt | Kelly A. Morris |
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Sex: The Annabel Chong Story ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm von Gough Lewis aus dem Jahr 1999. Er handelt von der Pornodarstellerin Annabel Chong und der Entstehung des Pornofilms The World’s Biggest Gang Bang.

Der Film beschreibt die Pornofilm-Karriere von Annabel Chong bis zum Film The World’s Biggest Gang Bang und dem damit verbundenen Ruhm, aber auch Anfeindungen, die ihr zuteilwurden. In diesem Film hat sie 251 mal Sex mit je nach Quelle 50 bis 80 unterschiedlichen Männern. Der Dreh dauerte 10 Stunden. Durch den Abend führte Ron Jeremy, der auch Nummer 251 war.
Der Film beginnt mit Ausschnitten aus der Jerry Springer Show. In Interviews zu Wort kommen sowohl alte Schulfreunde als auch Dr. Walter Williams, Professor für Anthropologie an der University of Southern California, sowie Pornofilmkollegen wie Ron Jeremy, der Regisseur John T. Bone, der den Film drehte, sowie „Nachfolgerin“ Jasmin St. Claire, die im zweiten Teil mitspielte. Auch Archivaufnahmen werden eingespielt, wie Chongs Debüt im Pornofilm More Diry Debutantes #37.
Die Dokumentation zeigt außerdem Auszüge aus der Presidential Debate an der University of Cambridge. In Interviews erklärt sie ihre Beweggründe, an dem Pornofilm teilzunehmen, wie sie ihn als feministischen Akt der Selbstermächtigung bezeichnet und mit feministischen Theorien versucht zu untermauern.
Der Film zeigt auch die Dreharbeiten zum zweiten Teil The World’s Biggest Gang Bang 2, bei denen sie zwar am Set anwesend war, aber nicht teilnahm. In dem Dokumentarfilm wird auch enthüllt, dass sie die vereinbarten 10.000 US-Dollar Gage nie erhalten habe. Außerdem begleitet sie das Kamerateam zu einem HIV-Test, weil keine Kontrollen vorher stattgefunden und nicht alle Männer ein Kondom verwendet hatten. Gezeigt wird sie außerdem bei selbstverletzendem Verhalten. Nachdem der HIV-Test negativ ausgefallen war, verlässt sie die Pornoindustrie und fällt in ein Loch.
Im Anschluss wird sie zu einer U-Bahn-Station in London begleitet, in der sie Anfang der 1990er ausgeraubt und mehrfach vergewaltigt wurde. Gegen Ende des Films trifft sie ihre Familie in Singapur. Sie enthüllt ihnen ihre Arbeit in der Pornoindustrie, was die Familie erst einmal verarbeiten muss. Im Anschluss besucht sie ihre alten Professoren am Junior College in Singapur. Am Schluss kehrt sie in die Vereinigten Staaten zurück. Eine Texttafel enthüllt, dass sie ihren Abschluss an der USC 1998 machte und weiter in der Pornoindustrie arbeitet.
Der Film wurde auf dem Sundance Film Festival 1999 uraufgeführt. Annabel Chong war bei dieser Premiere anwesend.
Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Der Dokumentarfilm stellt eine lebenslustige Nymphomanin vor, die ihr Tun mit feministischen Thesen theoretisch zu unterfüttern versucht, und kommt dabei einer gebrochenen jungen Frau auf die Spur, die von Missbrauch in der Jugend und Drogenkonsum gezeichnet ist. Der ernsthafte Film beutet das spekulative Thema nicht aus, sondern entlarvt den ausbeuterischen Alltag des Pornogewerbes.“
In der New York Times kritisierte Lawrnce van Gelder, dass einige Details in der Dokumentation ungeklärt blieben und einiges nicht logisch erklärbar sei. Als Fazit schrieb er: „Was Dokumentarfilme angeht, sorgt Sex: The Annabel Chong Story zwar für Aufregung, wirft aber nicht genügend Licht auf die Sache.“
Auf BBC News schrieb Tom Brook: „Was den Film angeht, so gibt er vor, Dokumentarkunst zu sein, doch gibt es in diesem Werk kaum etwas, was ausgleichend wirkt. Es handelt sich höchstens um ein bruchstückhaftes Porträt einer Frau mit einer verwirrenden und beunruhigenden Vergangenheit, die ausgebeutet wurde.“