Simon Schnepp

Simon Schnepp (* 1. August 1983 in Osnabrück) ist ein deutscher Fotokünstler.

Leben und Werk

Simon Schnepp wuchs mit seinen zwei älteren Schwestern bei seiner Mutter in Osnabrück auf. Sein Vater ist Wilfried Schnepp, der an der Universität Witten/Herdecke als Lehrstuhlinhaber lehrte. 2004 zog Simon Schnepp nach Berlin, wo er von 2008 bis 2010 eine Ausbildung zum Fotodesigner absolvierte. Dort lernte er seine spätere Arbeitspartnerin Morgane Renou kennen, mit der er seit 2010 als Künstlerduo unter dem Namen Schnepp Renou für internationale Publikationen, Architekten und Sammlungen.

Seine fotografische Arbeit bewegt sich zwischen Architekturfotografie, dokumentarischer Fotografie und künstlerischen Projekten. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig Architektur, urbane Räume und die Frage, wie Menschen sich in diesen Räumen bewegen, sie nutzen und verändern. Schnepp entwickelt dabei eigene fotografische Serien, recherchiert Projekte und fotografische Essays und arbeitet dabei sowohl mit statischen als auch mit bewegten Bildern. Zu diesen Arbeiten zählen unter anderem Raising the Curtain in Zusammenarbeit gemeinsam mit Florian Lamm, sowie Tegel Airport mit Marcus Bredt. Darüber hinaus präsentiert und diskutiert Schnepp seine Arbeit in Artist Talks und Vorträgen etwa im Rahmen von Veranstaltungen an Hochschulen und kulturellen Institutionen. Seine Projekte entstehen eigenständig ebenso wie in wechselnden Kooperationen und reichen von Publikationen und Ausstellungen bis zu ortsbezogenen Arbeiten.

Seine fotografische Arbeit bewegt sich zwischen Architekturfotografie, dokumentarischer Fotografie und künstlerischen Projekten. Im Mittelpunkt stehen dabei häufig Architektur, urbane Räume und die Frage, wie Menschen sich in diesen Räumen bewegen, sie nutzen und verändern. Neben klassischen Auftragsarbeiten entstehen freie fotografische Serien, die sich mit Stadt, Raum, Architektur und gesellschaftlichen Situationen auseinandersetzen.

Gemeinsam mit Morgane Renou arbeitet Schnepp als Schnepp Renou für namhafte Architekturbüros, Museen, Sammlungen und kulturelle Institutionen in Deutschland, Frankreich und international. Zu den Institutionen, mit denen das Duo zusammenarbeitet, gehören unter anderem die Berlinische Galerie, das Deutsche Architekturmuseum (DAM), das Institut français, der Pavillon de l’Arsenal in Paris und das Kunstmuseum Wolfsburg. Arbeiten des Duos erscheinen zudem in Architektur- und Kulturmedien wie Bauwelt, Arch+, L’Architecture d’Aujourd’hui, Le Monde, Monopol und IGNANT sowie in Buchpublikationen bei Verlagen wie Prestel, Park Books und DOM Publishers

2026 sind Schnepp Renou mit Arbeiten in der Berlinischen Galerie ”Josef Kaiser - Bauen für die DDR“ vertreten und entwickelten hierzu den fotografischen Essay, der als Katalog zur Ausstellung erscheint. Die Ausstellung verbindet historische Architekturzeugnisse mit zeitgenössischen fotografischen Positionen und zeigt unter anderem Arbeiten des Duos zur Architektur der DDR.

Für den französischen Pavillon der Architekturbiennale in Venedig arbeitete Schnepp gemeinsam mit Morgane Renou im Umfeld des Institut français an der fotografischen Dokumentation des Projekts Vivre avec / Living with. Bereits 2020 entstand in Kooperation mit Bauwelt Online eine fotografische Serie über die Lockdowns in Paris und Berlin. Auch in freien und redaktionellen Arbeiten richtet sich der Blick von Schnepp Renou nicht allein auf Bauwerke, sondern ebenso auf urbane Kontexte, Zwischenräume und alltägliche Details, wie ein 2019 im Onlinemagazin IGNANT veröffentlichter Beitrag beschreibt.

Neben seiner Arbeit mit Schnepp Renou ist Simon Schnepp gemeinsam mit Teil des Künstlerkollektivs Neue Langeweile, bestehend aus Marcus Bredt, David Hiepler, Fritz Brunier und Morgane Renou und ihm, das sich in unterschiedlichen Formaten mit Architektur, öffentlichem Raum, Wahrnehmung und urbanen Situationen beschäftigt. Darüber hinaus war Schnepp Gründungsmitglied des Bundesverbands Architekturfotografie (BVAF), der sich für die Wahrnehmung und Qualität von Architekturfotografie einsetzt. 2021 trat er aus persönlichen Gründen aus dem Verband aus.

Ausstellungen (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

Bücher:

Magazine:

Einzelnachweise

  1. ↑ Architekturbüro O&O BAUKUNST - Hochschule Ernst Busch. Abgerufen am 3. Mai 2021.
  2. ↑ Simon Schnepp. Abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).
  3. ↑ Programme entdecken. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  4. ↑ Paris – Berlin: Lockdown Views von Schnepp Renou. In: Bauwelt. Abgerufen am 15. Oktober 2025.
  5. ↑ Steph Wade: Schnepp Renou’s Fascinating Imagery Celebrates The Beauty In Travel And Architecture. In: IGNANT. 22. November 2019, abgerufen am 15. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
  6. ↑ Mitglieder. Abgerufen am 7. Oktober 2026 (deutsch).
  7. ↑ Programme entdecken. Abgerufen am 8. Oktober 2026.
  8. ↑ IBA Berlin 2034-37. 29. Juli 2026, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  9. ↑ earch.cz: Galerie Prostora představuje ambasádu v Berlíně (6. Februar 2026).
  10. ↑ Evolving Structures – Aedes Architecture Forum. Abgerufen am 15. Oktober 2025.
  11. ↑ Projections. Architectures olympiques. In: Galerie Charlot. Abgerufen am 15. Oktober 2025.
  12. ↑ Les pas perdus, Université de droit et science politique, Nice. In: wwae. Abgerufen am 15. Oktober 2025 (französisch).
  13. ↑ Triennale der Moderne 2022. Abgerufen am 15. Oktober 2025.
  14. ↑ Und jetzt? Abgerufen am 15. Oktober 2025 (englisch).
  15. ↑ Stadt leben. 22. Juli 2020, abgerufen am 7. Oktober 2026 (deutsch).
  16. ↑ NL1.1, Neue Langeweile. In: Les Rencontres d’Arles. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  17. ↑ Terre d’ici. In: arc en rêve centre d’architecture. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  18. ↑ Terres de Paris – De la matière au matériau. In: Pavillon de l’Arsenal. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  19. ↑ Intérieurs – The Anatomy of Space. In: Curatorial Collaborative. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  20. ↑ Simon Schnepp & Morgane Renou – Intérieurs. Anatomie prostoru, auf photography-now.com, abgerufen am 10. Dezember
  21. ↑ Felix Schoeller Photo Award – BG#1. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  22. ↑ Macht Kunst – Kunsthalle Deutsche Bank. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  23. ↑ IM BRENNPUNKT. In: photography-now.com. Abgerufen am 15. Oktober 2025.
  24. ↑ Deutscher Jugend Fotopreis 2012. Abgerufen am 1. Oktober 2025.
  25. ↑ "Häuser. Die besten Umbauten" von Bettina Hintze - Buch - Band 5. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  26. ↑ O&O Baukunst. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  27. ↑ Spector Books: Spector Books. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  28. ↑ Das Upgrade fürs Haus. Abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).
  29. ↑ Florian Heilmeyer, Sandra Hofmeister: Berlin. 1. November 2022, abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).
  30. ↑ The Making of a Mosque. Park Books, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  31. ↑ Imperfection. Atelier Stéphane Fernandez. In: Park Books. Park Books, 2019, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  32. ↑ SOS Brutalismus. Eine internationale Bestandsaufnahme (Buch). In: Wüstenrot Stiftung. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  33. ↑ Freshlabels, www.freshlabels.de: Book Gestalten The Tale of Tomorrow. Abgerufen am 7. Oktober 2026 (englisch).
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  35. ↑ Eine Ausstellung zur Tschechischen Botschaft Berlin. 6. Mai 2022, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  36. ↑ Groupe scolaire René Beauverie à Vaulx-en-Velin - Dominique Coulon & associés - architectes. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  37. ↑ BAUWELT - Terrassenhaus Berlin. Abgerufen am 27. März 2025.
  38. ↑ BAUWELT - Große Schritte am Kulturforum. Abgerufen am 27. März 2025.
  39. ↑ BAUWELT - Bourse de Commerce in Paris. Abgerufen am 7. Oktober 2026.
  40. ↑ Yumpu.com: postheroisches management - Revue. Abgerufen am 27. März 2025.
  41. ↑ db 06.2013. Abgerufen am 27. März 2025.
Personendaten
NAME Schnepp, Simon
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fotokünstler
GEBURTSDATUM 1. August 1983
GEBURTSORT Osnabrück