
Simone Warzel (* 1973) ist eine deutsche Mathematikerin, die sich mit Mathematischer Physik befasst.
Warzel studierte in Erlangen und Cambridge und wurde 2001 bei Hajo Leschke an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg promoviert (On Lifshits Tails in Magnetic Fields). 2003 bis 2006 war sie Post-Doktorandin an der Princeton University und wurde dort 2006 Assistant Professor. Sie ist seit 2008 Professorin an der TU München und außerdem Gastwissenschaftlerin in Princeton.
Sie befasst sich mit ungeordneten Quantensystemen, Vielteilchensystemen und statistischer Mechanik. Sie veröffentlichte viel mit Michael Aizenman. 2006 bewies sie mit Aizenman und Robert Sims die Stabilität kontinuierlicher Spektren des Laplaceoperators auf zufälligen Baumgraphen bei schwachen Störungen. Sie bewies mit Kollegen 2008 die Existenz der Scott-Korrektur der Bindungsenergie schwerer Atome in einer (pseudo-)relativistischen Beschreibung. Zudem untersuchte sie die Anderson-Lokalisierung bzw. deren Nicht-Vorhandensein (Existenz ausgedehnter Zustände) in verschiedenen Modellen der Festkörperphysik, so zum Beispiel mit Aizenman 2011 am Mobilitätsrand auf dem Bethe-Gitter, wo ausgedehnte Zustände aus Resonanzen der Störstellen entstehen.
2007 bis 2010 war sie Sloan Research Fellow. 2013 erhielt sie den von Neumann Fellowship Award des Institute for Advanced Study und 2009 den Young Scientist Award der IUPAP. Für 2018 wurde sie als Sprecherin auf dem Internationalen Mathematikerkongress (ICM) in Rio eingeladen.
| Personendaten | |
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| NAME | Warzel, Simone |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Mathematikerin |
| GEBURTSDATUM | 1973 |