Sperrstelle Frick

Infanteriebunker Hornussen Moos A 4502 (1993)

Die Sperrstelle Frick war eine Grenzbefestigung der Grenzbrigade 5 der Schweizer Armee und ein Abschnitt der ersten Armeestellung während des Zweiten Weltkriegs, der Limmatlinie.

Sie erstreckte sich nordöstlich von Frick über Frickberg, Ittenthal, Schinberg, Hornussen bis zum Chornberg im Süden und gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung.

Geschichte

Die Sperrstelle Frick-Nordost bildete den Abschnitt des 2. Armeekorps innerhalb der Limmatstellung. Das 2. Armeekorps hatte ab Oktober 1939 den Raum zwischen Brugg und dem Gempenplateau zu halten. Im Sommer 1935 wurden die ersten Pläne zur Befestigung der Taleingänge bei Felsenau, Etzgen, Rheinsulz, Kaisten, Eiken und Münchwilen erstellt. Von 1938 bis 1941 wurden am Rhein sowie auf dem Fasnachtsberg und Lümberg Bunker gebaut. 1939/40 wurden im Fricktal die Höhen des Tafeljuras mit einer Kette von Beobachtungs- und Waffenständen und einfachen vergrabenen Truppenwerken versehen.

Nördlich von Frick wurden ab 1939 in der dritten Abwehrlinie, nach dem Rhein und dem Engnis in Kaisten, südwestlich des Chäsibergs mit einer 300 Meter langen Tankmauer und Infanteriebunkern die Achsen Rheinfelden-Frick und Laufenburg-Frick gesperrt. Der Weiler Ittenthal nordöstlich von Frick war mit einer Tankmauer im Norden, einem Drahthindernis im Zentrum und einer Bunkerlinie im Süden befestigt. Mit der Abwehrstellung zwischen Frickberg und Kornberg wurde bereits 1937 begonnen. Dazu gehörte die Sperrstelle Hornussen mit vier Bunkern bei der Einmündung der Staffeleggstrasse, die 1984 im Zusammenhang mit der neuen Autobahn mit zwei Centurion-Bunkern und Geländepanzerhindernissen weiter östlich ersetzt wurde.

Centi-Bunker Hornussen

Sperrstelle Frick

Für die Sperrstelle Frick wurden zwischen dem Gempenplateau und der Limmatmündung bei Lauffohr 69 Anlagen gebaut:

Höckerlinie gegen Oeschgen mit Infanteriebunker Blumenau (1970)
Höckerlinie GPH Rümmet
Von links: Infanteriebunker Hornussen Nord, Moos, Süd (1958)

Artilleriestellung Bächlimatte

Auf dem Altenberg bei Wölflinswil erstellte die 3. Division im Frühling 1940 die Artilleriestellung Bächlimatte. Die drei Batterien mit 7,5-cm-Feldkanonen 03/22 gehörten zur Feldartillerieabteilung 8, nur ihre Feldbatterie 22 hatte verbunkerte Stellungen.

Sperrstelle Densbüren

Bunker Salhöhe A 4540

Die 1939/40 erstellte Sperrstelle Densbüren war Teil der Aargauer Jurastellung (Juraübergänge und vorgelagerte Kette von Talsperren). Sie umfasst tief gestaffelte Abwehrstellungen an der unteren Staffeleggstrasse mit 15 Anlagen. Die Hauptsperre liegt in der Engnis von Breiti nördlich von Densbüren. Die Sperrstelle gilt als militärhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung.

Sperrstelle Hardwald

Panzersperre Stützpunkt Kaisten

Die Stützpunkte Kaisten und Eiken wurden 1935 an den Flanken durch die enge Bunkerlinie Hardwald gesichert.

Literatur

Commons: Sperrstelle Frick – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Silvio Keller, Maurice Lovisa, Patrick Geiger: Militärhistorische Denkmäler im Kanton Aargau. VBS 2006
  2. ↑ Festung Oberland: Sperrstelle Frick
  3. ↑ Historische Militäranlagen.ch: Sperrstelle Frick
  4. ↑ Historische Militäranlagen.ch: Sperrstelle Hornussen
  5. ↑ Kaisten.ch: Die Burgen des 20. Jahrhunderts
  6. ↑ Festung Oberland: A 4519 Artilleriestellung Bächlimatte, Wölflinswil AG
  7. ↑ Festung Oberland: Sperrstelle Hardwald