| Stabio | |
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| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Bezirk Mendrisio |
| Kreis: | Kreis Stabio |
| BFS-Nr.: | 5266 |
| Postleitzahl: | 6855 |
| UN/LOCODE: | CH SBO |
| Koordinaten: | 716628 / 78712 |
| Höhe: | 352 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 331–474 m ü. M. |
| Fläche: | 6,15 km² |
| Einwohner: | 4518 (1. Januar 2026) |
| Einwohnerdichte: | 735 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 26,0 % (1. Januar 2026) |
| Gemeindepräsident: | Simone Castelletti (FDP) |
| Website: | www.stabio.ch |
Blick auf Stabio | |
| Lage der Gemeinde | |

Stabio ist eine politische Gemeinde im Kreis Stabio, im Bezirk Mendrisio des Kantons Tessin in der Schweiz.
Das Dorf ist zehn Kilometer von Chiasso entfernt und liegt an der Grenze zu Italien. Die Gemeinde umfasst die Fraktionen Gaggiolo, Santa Margherita und San Pietro.
Die Nachbargemeinden sind im Norden Clivio (IT-VA), im Osten Mendrisio, im Süden Bizzarone (IT-CO) und Rodero (IT-CO) und im Südwesten Cantello (IT-VA).
Für die Normalperiode 1991–2020 beträgt die Jahresmitteltemperatur 11,6 °C, wobei im Januar mit 1,6 °C die kältesten und im Juli mit 21,7 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier rund 97 Frosttage und ein bis zwei Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel rund 83, während im Durchschnitt 18,2 Hitzetage zu verzeichnen sind. Die Messstation von MeteoSchweiz liegt auf einer Höhe von 351 m ü. M.
| Stabio | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Stabio
Quelle: MeteoSchweiz, Normalperiode 1991–2020 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Bei der Hitzewelle in Europa 2003 wurden von Anfang Juni bis Ende August insgesamt 57 Hitzetage registriert. Während der Dürre und Hitze in Europa 2022 wurde allein vom 5. Juli bis am 11. August tagtäglich eine Temperatur von über 30 Grad Celsius gemessen. Noch nie zuvor wurde in der Schweiz eine Hitzewelle mit 38 Hitzetage in Folge registriert.
Das Dorf war schon in der Römerzeit bewohnt. Sein Name ist abgeleitet aus dem lateinischen Wort für Stall stabulum. Grabungen im Gebiet von San Pietro belegen eine Siedlungskontinuität von ca. 400 v. Chr. bis ins 7. Jahrhundert. Auf die Bestattungen aus der Eisenzeit folgen ein Gräberfeld und herrschaftliche Siedlungsstrukturen aus der Römerzeit, Spuren des Merkurkults und zahlreiche langobardische Gräber. 1999 wurden die reichhaltigen Grabbeigaben eines langobardischen Kriegers entdeckt.
1181 trat die Familie Orelli von Locarno die Zehntrechte in der Region dem Bischof von Como ab. 1275 besassen unter anderem die Benediktinerabteien Sant’Abbondio in Como und Sant’Ambrogio in Mailand Güter und Rechte in Stabio. Kirchlich gehörte Stabio zum Vikariat Mendrisio, von dem es sich vor 1575 trennte.
Am 22. Oktober 1876 ereigneten sich in Stabio schwere Ausschreitungen zwischen Konservativen und Liberalen, die drei Todesopfer forderten (sogenannte Schiesserei von Stabio) und zu einer eidgenössischen Intervention führten.
Im September 1943 sind viele italienische Flüchtlinge über die Grenze bei Gaggiolo in der Schweiz gekommen.
Im Oktober 2019 wurde der Japankäfer in Stabio entdeckt. Mit dem Ziel, dessen Ausbreitung zu verhindern, wurde eine Ausfuhrsperre für Erde und Pflanzenteile aus der betroffenen Gegend erlassen.
Stabio bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Stabio liegt an der Kantonsstrasse 394 von Mendrisio nach Malnate. Die A24 führt vom Ortseingang von Stabio zum Autobahndreieck Mendrisio.
Die Bahnlinie von Mendrisio über Stabio nach Malnate wurde 1928 stillgelegt. Die Gemeinde ist anschliessend durch einen Busbetrieb an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. 2014 wurde die neue S-Bahnlinie von Mendrisio nach Stabio, mit deren Bau 2009 begonnen wurde, eröffnet – im Januar 2018 bis Varese.
2020 wurde ein Umschlagterminal für den kombinierten Verkehr mit 5 Gleisen, insgesamt 920 m, eröffnet. Der Terminal an der A24 wird von Punto Franco betrieben und ist mit der Anlage des Bahnhofs Mendrisio verbunden.

Im 19. Jahrhundert entwickelten sich die Seidenspinnerei und später die Tabakindustrie. Die erste Fabrik war die 1902 gegründete Hemdenfabrik Realini, die 1976 von der Gruppe Ermenegildo Zegna übernommen wurde (2005 ca. 900 Mitarbeiter).
Die um 1850 entdeckten Thermalquellen führten zur Einrichtung einiger Bäder; deren Wasser wurde noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu therapeutischen Zwecken genutzt.
Seit den 1960er-Jahren erlebt die Gemeinde einen industriellen Aufschwung in den Branchen Lebensmittel, Maschinenbau, Textilien und Bekleidung sowie Elektro- und Hybridfahrzeuge.
Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.



Der Fußballverein FC Stabio wurde 1958 gegründet und spielte in der Saison 1991/92 in der dritthöchsten Schweizer Spielklasse. Der spätere Schweizer Nationalspieler Valon Behrami begann hier mit dem Fussballspielen. 2006 fusionierte der Verein mit dem FC Mendrisio.