Steeg ist der erste Ort im obersten Tiroler Lechtal und der westlichste Ort im Bezirk Reutte. Der Ort mit dem Fluss Lech liegt in einer Höhe von rund 1100 Meter über dem Meer. Nach Norden steigt das Gemeindegebiet zu den Allgäuer Alpen, im Süden zu den Lechtaler Alpen auf jeweils 2500 Meter an.
Die Gemeindefläche umfasst 6.799,76ha, davon sind:
11,82ha Baufläche
391,89ha landwirtschaftlich genutzt
3.253,16 ha Alpen (Bergmähder und Almen)
1.444,19 ha Wald
44,34ha Gewässer
36,63ha Bundesstraße
1.617,73 ha Sonstige Flächen
10,89ha Wege
0,08ha Friedhof
0,60ha Sportplatz
2,36ha diverse Plätze
1.603,80 ha unproduktiv
Gemeindegliederung
Steeg besteht aus einer einzigen gleichnamigen Katastralgemeinde bzw. aus fünf Ortschaften (Einwohner Stand 1.Jänner 2026):
Dickenau (97)
Hägerau (178)
Hinterellenbogen (62)
Lechleiten (68)
Steeg (243)
Die Ortsteile sind mehrere Dörfer und Weiler wie Walchen, Hägerau, Ebene, Dickenau, Steeg, Hinterellenbogen, Prenten, und am Ende der Lech-Schlucht liegen Lechleiten und Gehren (beide gehören zur Diözese Feldkirch und sind auch postalisch an das benachbarte Warth in Vorarlberg angeschlossen).
Steeg wurde 1427 als Steg erstmals urkundlich erwähnt. Da der Lech vor seiner Regulierung im Dorf Steeg besonders schmal war, befand sich dort die Brücke (mittelhochdeutschstec ‚Brücke‘). Erste Siedler waren die Walser, die aus ihrer alten Heimat Tannberg flohen.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Pfarrkirche SteegKath. Filialkirche hll. Sebastian und Rochus in Hägerau
In Steeg befindet sich die zentrale Molkerei für das obere Lechtal. Es existieren insgesamt 33 viehhaltende (davon 27 rinderhaltende) landwirtschaftliche Betriebe.
In der Landwirtschaft waren 22 Erwerbstätige beschäftigt, im Produktionssektor 53 und im Dienstleistungssektor 82 (Stand 2011).
Im Jahr 2010 erbrachte der Fremdenverkehr den Tourismusbetrieben ein Übernachtungsvolumen von 87.000 Nächtigungen. Die Anzahl stieg bis 2019 auf 117.000.
Verkehr
Von Steeg aus führt die Lechtalstraße B198 bergaufwärts in die Vorarlberger Gemeinde Warth und weiter über den Hochtannbergpass in den Bregenzerwald, talabwärts bis zum Bezirkshauptort Reutte.
Von Steeg zweigt südlich die Straße nach Kaisers ab.
Steeg ist der offizielle Endpunkt des Lechradweges.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat hat 11 Mitglieder.
Partei
2022
2016
2010
2004
1998
Prozent
Mandate
Prozent
Mandate
%
Mandate
%
Mandate
%
Mandate
Gemeindeliste I
100
11
100
11
44,06
5
49,88
5
100
11
Junge Liste für Steeg
24,24
3
Sicher in die Zukunft
31,70
3
Gemeinsam für Steeg
50,12
6
Bürgermeister
Bürgermeister seit 1950 waren:
1950–1956 Raimund Falger
1956–1986 Adolf Huber
1986–1999 Johann Huber
seit 1999 Günther Walch (Gemeindeliste)
Wappen
Die Tiroler Landesregierung hat am 3. April 1973 der Gemeinde Steeg folgendes Wappen verliehen: In Grün ein silberner Wellenpfahl mit einer schwarzen Bogenbrücke überlegt.
Dies stellt den im Spätmittelalter erwähnten Flussübergang dar, nach dem die Gemeinde benannt wurde.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Gemeinde Steeg ernannte folgende Ehrenbürger:
1954 Alfons Scherl, Pfarrer von Steeg 1929–1957
1961 Anna Dengel, Gründerin der Kongregation der Missionsärztlichen Schwestern
1968 Eduard Wallnöfer, Landeshauptmann
1975 Agnella Lumpert, Lehrerin in Steeg
1975 Walter Aichner, Pfarrer in Steeg 1964–1975
1979 Alois Partl
1981 Adolf Huber, Bürgermeister von 1956–1986
1988 Friedrich Ascher
1992 Karlheinz Baumgartner, Pfarrer in Steeg 1975–2020