| Gemeinde Teruel | ||
|---|---|---|
| Wappen | Karte von Spanien | |
| Basisdaten | ||
| Land: | ||
| Autonome Gemeinschaft: | ||
| Provinz: | Teruel | |
| Comarca: | Comunidad de Teruel | |
| Gerichtsbezirk: | Teruel | |
| Koordinaten: | 40° 21′ N, 1° 6′ W | |
| Höhe: | 915 msnm | |
| Fläche: | 440,41 km² | |
| Einwohner: | 36.655 (Stand: 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 83 Einw./km² | |
| Gründung: | 1171 | |
| Postleitzahl(en): | 44001 | |
| Gemeindenummer (INE): | 44216 | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeisterin: | Emma Buj | |
| Website: | sede.teruel.es/portal/ | |
| Lage des Ortes | ||
Teruel ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der autonomen Region Aragonien im östlichen Zentrum von Spanien und hat 36.655 Einwohner (Stand: 2025). Sie ist eines der wenigen städtischen Zentren in der insgesamt bevölkerungsschwachen Serranía Celtibérica. Das einzigartige Ensemble der Mudéjar-Architektur in Teruel wurde im Jahr 1986 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die Stadt liegt am Camino del Cid. Die Einwohner werden Turolenses genannt.
Teruel liegt am Zusammenfluss des Río Guadalaviar und des Río Alfambra; danach heißt der Fluss Turia. Die Stadt liegt in ca. 915 bis 930 m Höhe und ist gut 300 km (Fahrtstrecke) in östlicher Richtung von Madrid entfernt. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 415 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.
| Jahr | 1857 | 1900 | 1950 | 2000 | 2024 |
| Einwohner | 9.509 | 10.797 | 18.745 | 30.491 | 36.713 |
Die Mechanisierung der Landwirtschaft sowie die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe und der daraus resultierende Verlust an Arbeitsplätzen haben seit Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Landflucht und zu einem deutlichen Bevölkerungswachstum der Stadt geführt. In den 1970er Jahren wurden überdies mehrere Orte im Umland (Aldehuela, Campillo, Castralvo, Caudé, Tortajada, Valdecebros und Villalba Baja) eingemeindet.
Teruel war und ist das merkantile, handwerkliche und dienstleistungsmäßige Zentrum einer Vielzahl von vorrangig landwirtschaftlich orientierten Dörfern und Gemeinden im Umland. Früher spielten auch der Abbau von Kohle und Tonerden eine gewisse Rolle; in der Umgebung gibt es mehrere Kraftwerke. Der Tourismus spielt nur eine untergeordnete Rolle.
Der Flughafen Teruel dient primär als Flugzeugfriedhof und ist aufgrund seiner günstigen Mietkosten und günstiger klimatischer Bedingungen ein stark nachgefragter Standort zum Abstellen von temporär nicht benötigten europäischen Flugzeugen, etwa in Krisenzeiten. Auch das Zerlegen und Verwerten von letztlich nicht mehr benötigten und zu unwirtschaftlich gewordenen Flugzeugen, der Verkauf und Versand von Ersatzteilen sowie die Verschrottung von ausgedienten Flugzeugen finden sich in der Nachbarschaft des Flughafens. Passagierverkehr findet nicht statt.
Die Gegend um Teruel ist seit den Zeiten der Iberer besiedelt und wurde später von den Römern besetzt; aus dieser Zeit sind die Ortsnamen Turba und Turboleta überliefert. Von den Westgoten sind keine Spuren erhalten. Im 8. Jahrhundert drangen die arabisch-maurischen Heere bis weit in den Norden der Iberischen Halbinsel vor. Wahrscheinlich unter König Alfonso II. wurde die Region im Jahr 1171 christlich. Für seine Teilnahme an mehreren Kriegen zwischen den Königreichen Kastilien und Aragón erhielt Teruel im Jahr 1347 die Stadtrechte.
Während des Spanischen Bürgerkrieges, in dem auch Teruel heftig umkämpft war, traten u. a. aus Barcelona herangeführte Internationale Brigaden in die Kämpfe ein. Die Stadt wechselte mehrfach den Besitzer, wodurch sie praktisch vollständig zerstört wurde, bis General José Enrique Varela sie vom Río Alfambra aus eroberte. In der Schlacht von Teruel wurde das deutsche Junkers-Ju-87-Sturzkampfflugzeug erstmals eingesetzt. Nach der endgültigen Eroberung am 22. Februar 1938 durch Francos Truppen nutzte die Legion Condor auch kurzfristig den nördlich in Caudé gelegenen Flugplatz.

Teruel hat folgende Partnerstädte:
| Stadt | Land | seit | Typ |
|---|---|---|---|
| Alba | 1986 | Partnerstadt | |
| Albi | 1970 | Partnerstadt | |
| Hameln | 1993 | Partnerstadt | |
| Kamjanez-Podilskyj | |||
| Lubliniec | 2008 | Absichtsprotokoll | |
| San Pedro de Colalao | 1990 | Partnerstadt | |