Tewel

Tewel
Gemeinde Neuenkirchen
Koordinaten: 53° 4′ N, 9° 40′ OKoordinaten: 53° 4′ 1″ N, 9° 40′ 3″ O
Fläche: 11,77 km²
Einwohner: 576
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 29643
Vorwahl: 05195
Tewel (Niedersachsen)
Tewel (Niedersachsen)
Lage von Tewel in Niedersachsen

Tewel ist eine Ortschaft und eine Gemarkung der Gemeinde Neuenkirchen im Heidekreis in Niedersachsen. Bis 1974 bildete Tewel eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Soltau.

Geographie

Das Dorf Tewel liegt etwa fünf Kilometer nordwestlich des Kernorts von Neuenkirchen. Zur Ortschaft gehören auch die Wohnplätze Platenkamp und Siek.

Geschichte

Tewel gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Rotenburg des Kurfürstentums Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Walsrode im Departement der Wesermündung. 1814 fiel Tewel an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Rotenburg. Die Gemeinde Tewel gehörte von 1852 bis 1859 zum Amt Schneverdingen und danach zum Amt Soltau. 1867 fiel Tewel mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Soltau. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Tewel am 1. März 1974 Teil der Gemeinde Neuenkirchen.

Fachwerkspeicher eines Bauernhofs in Tewel

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812366
1845541
1871521
1885436
1895472
1910490
1925496
1939526
1950805
1961612
1970602

Baudenkmale

Das Gefallenendenkmal im Dorfkern sowie eine Reihe von landwirtschaftlichen Gebäuden stehen in Tewel unter Denkmalschutz.

Öffentliche Einrichtungen

Tewel hat eine eigene Ortsfeuerwehr.

Vereine

Der Sport-Club Tewel von 1920 hat unter anderem Abteilungen für Fußball, Tennis, Tischtennis, Karate und Volleyball. Der Schützenverein Tewel von 1900 betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.

Verkehr

Tewel liegt an der Bundesstraße 71, die von Neuenkirchen nach Rotenburg (Wümme) führt.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Tewel
  2. ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 153 (google.de).
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 116 (google.de).
  4. ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
  5. ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
  6. ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974
  7. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 153 (google.de).
  8. ↑ Volkszählung 1871
  9. ↑ Volkszählung 1885
  10. ↑ Volkszählung 1895
  11. ↑ Der Kreis Soltau im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
  12. 1 2 Michael Rademacher: Soltau. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  13. 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  14. ↑ Webseite der Ortsfeuerwehr Tewel
  15. ↑ Webseite des Schützenvereins Tewel