Thomas C. Lundmark

Thomas Craig Lundmark (* 6. Dezember 1949 in San Diego, Kalifornien; † 14. April 2026 in Hilversum, Niederlande) war ein US-amerikanischer Rechtsanwalt und Rechtswissenschaftler, der auf den Gebieten der Rechtsvergleichung und der Rechtstheorie und Methodenlehre forschte. Er war bis März 2015 Professor für Common Law und vergleichende Rechtstheorie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wurde HK Bevan Chair in Law an der University of Hull. Er war auch Fakultätsmitglied der Swiss International Law School.

Biografie

Lundmark studierte vergleichende Literaturwissenschaft an der San Diego State University und der Universität Uppsala, 1972 mit Bachelor-Abschluss. Er erlangte 1976 den Juris-Doctor-Grad (JD) an der University of California, Berkeley. Er verbrachte als Fulbright-Stipendiat ein Jahr an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 1995 wurde er mit der Arbeit Naturästhetik, Erholung und Eigentumsrecht in den USA und Deutschland (Landscape, Recreation, and Takings in German and American Law) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn promoviert.

Von 1977 bis 1991 war Lundmark als Rechtsanwalt in einer privaten Anwaltskanzlei und später beim San Diego County tätig, bevor er drei Jahre als Fulbright-Seniorprofessor an den Universitäten Bonn und Rostock lehrte. 1997 wurde er als erster Amerikaner auf eine rechtswissenschaftliche Professur an eine deutsche Universität, die Universität Münster, gerufen.

Neben seinen Professuren in Münster und Hull war Lundmark von 2016 bis 2017 Teilzeitprofessor für Rechtswissenschaften an der Syddansk Universitet in Odense.

Mitgliedschaften

Ausgewählte Werke

Wichtige Aufsätze

Forschungs- und Interessensgebiete

Lundmark forschte für ein Buch mit dem Titel Sentimental Jurisprudence, das Adam Smiths Beobachtungen und Ideen in The Theory of Moral Sentiments erweitert und gleichzeitig moderne Forschung aus der Neuropsychologie einbezieht. Er entwickelte auch innovative Forschungen auf dem Gebiet der rechtlichen Märchenforschung und analysiert die Zusammenhänge zwischen Recht, Moral und Volksmärchen. Er hoffte, sein Interesse und seine Expertise in Literatur und Recht zu nutzen, um Metaprinzipien in Märchen aufzudecken, und dadurch eine neue, kritische Rechtstheorie aufzustellen. Die Ergebnisse werden dem allgemeinen Publikum und zur Verwendung in Schulen als neuartige Einführung in das Recht und zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements zur Verfügung gestellt.

Einzelnachweise

  1. ↑ Traueranzeige in den Westfälischen Nachrichten vom 25. April 2026, abgerufen am 25. April 2026
Personendaten
NAME Lundmark, Thomas C.
ALTERNATIVNAMEN Lundmark, Thomas Craig
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Rechtsanwalt und Rechtswissenschaftler
GEBURTSDATUM 6. Dezember 1949
GEBURTSORT San Diego
STERBEDATUM 14. April 2026
STERBEORT Hilversum, Niederlande