| Strukturformel | |||||||||
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| (R,R,R)-Isomer (Strukturformel eines von acht Isomeren) | |||||||||
| Allgemeines | |||||||||
| Trivialname | Vitamin-E-Acetat | ||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C31H52O3 | ||||||||
| CAS-Nummer |
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| PubChem | 86472 | ||||||||
| ATC-Code | |||||||||
| Kurzbeschreibung |
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| Vorkommen | nur synthetisch | ||||||||
| Physiologie | |||||||||
| Funktion | Antioxidans | ||||||||
| Täglicher Bedarf | Vitamin-E-Äquivalent | ||||||||
| Folgen bei Mangel | siehe Vitamin-E | ||||||||
| Überdosis | > 300 mg/Tag | ||||||||
| Eigenschaften | |||||||||
| Molare Masse | 472,76 g·mol−1 | ||||||||
| Aggregatzustand |
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| Dichte | 0,9533 g·cm−3 | ||||||||
| Schmelzpunkt |
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| Siedepunkt |
Sdp. 184 °C bei 0,01 mmHg (Racemat) | ||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||||
α-Tocopherylacetat (Vitamin-E-Acetat) ist ein synthetisches Vitamin-E-Derivat. Im Körper wird es zu Vitamin E umgewandelt und zählt damit zu den Provitaminen.
α-Tocopherylacetat ist ein Essigsäureester von α-Tocopherol. Es enthält drei Stereozentren, folglich gibt es also acht stereoisomere α-Tocopherylacetate. Das kommerziell erhältliche α-Tocopherylacetat ist ein Gemisch dieser Isomere. Dieses wird meist als all-rac-α-Tocopherylacetat, veraltet auch als DL-α-Tocopherylacetat bezeichnet.
Darüber hinaus existieren noch drei weitere Derivate (β, γ und δ), die sich in der Methylierung des Chromanringes unterscheiden. Auch von β-, γ- und δ-Tocopherylacetat existieren je acht Stereoisomere.
| Struktur der (RRR)-Isomere | ||
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| Name | R1 | R2 |
| α-Tocopherylacetat | CH3 | CH3 |
| β-Tocopherylacetat | CH3 | H |
| γ-Tocopherylacetat | H | CH3 |
| δ-Tocopherylacetat | H | H |
Die Herstellung von α-Tocopherylacetat ist ein vielstufiger Prozess. Eine mögliche Synthesekette beginnt mit der Sulfonierung von 2,3,6-Trimethylphenol mit Schwefelsäure zu 2,3,5-Trimethyl-4-hydroxybenzolsulfonsäure. Diese wird mit Mangandioxid zu 2,3,5-Trimethyl-p-benzochinon oxidiert und dann beispielsweise mit Natriumdithionit oder Hydrazin zu 2,3,5-Trimethylhydrochinon reduziert. Dieses wird mit Isophytol zu DL-α-Tocopherol kondensiert und Essigsäureanhydrid zu DL-α-Tocopherylacetat acetyliert.
α-Tocopherylacetat ist eine ölige, geruchlose, wasserunlösliche Flüssigkeit. Da es in hoher Reinheit synthetisiert wird, kann es auch für die Medikamenten-Herstellung eingesetzt werden. α-Tocopherylacetat ist im Gegensatz zu natürlichem Vitamin E relativ stabil und kann über einen längeren Zeitraum gelagert werden.
Das Provitamin selbst zeigt keine Wirkung als fettlösliches Antioxidans. Die für diese Aufgabe nötige Hydroxygruppe ist bei Tocopherylacetat verestert und damit unzugänglich. Im Körper wird es aber durch Esterasen schnell in das aktive Tocopherol umgewandelt. Dies geschieht auch bei der Aufnahme durch die Haut. Hier spielt jedoch die Zubereitungsart eine entscheidende Rolle: bei wässrigen Zubereitungen kann bis zu 50 %, bei öligen nur unter 5 % aufgenommen und dort in Tocopherol umgewandelt werden.
In den USA wurde im Jahr 2019 Tocopherylacetat massenhaft in ausschließlich illegalen Cannabis-Produkten für E-Zigaretten (sog. E-Joints) als Verschnitt-Agens zugesetzt und hat dort bei der Inhalation in etlichen Fällen schwere Lungenschäden ausgelöst (EVALI).
Zur zuverlässigen qualitativen und quantitativen Bestimmung von Tocopherylacetat können nach adäquater Probenvorbereitung die Gaschromatographie oder die Dünnschichtchromatographie eingesetzt werden.