Nimmt man statt des Folgenraums mit der kanonischen Orthonormalbasis den Hardy-Raum mit der Orthonormalbasis , , , so ist der Shiftoperator nichts anderes als die Multiplikation mit , denn .
Für eine wesentlich beschränkte, messbare Funktion wird die Kompression des Multiplikationsoperators auf den Unterraum mit bezeichnet, solche Operatoren heißen Toeplitz-Operatoren. Damit ist der Shiftoperator der Toeplitz-Operator . Die davon erzeugte C*-Algebra ist mittels der unitären Abbildung, die die angegebenen Orthonormalbasen aufeinander abbildet, unitär äquivalent zu , sie wird daher ebenfalls als die Toeplitz-Algebra angesprochen. Man erhält folgende Gleichung
von C*-Algebren und *-Homomorphismen. Da als kommutative C*-Algebra liminal ist, ergibt sich aus dieser Sequenz, dass die Toeplitz-Algebra postliminal, aber nicht liminal ist.
Satz von Coburn
Der Satz von Coburn kennzeichnet die Toeplitz-Algebra als eine C*-Algebren, die von einer echten Isometrie, das heißt einem Element mit , erzeugt wird:
Ist eine C*-Algebra, die von einer echten Isometrie erzeugt wird, so gibt es genau einen *-Isomorphismus mit .
Für den Beweis ist es wesentlich, dass die Isometrie echt ist. Ist die Isometrie nicht echt, also unitär, so ist die von erzeugte C*-Algebra kommutativ und kann daher nicht isomorph zu sein.
K-Gruppen
Die K-Theorie für die Toepolitz-Algebra sieht wie folgt aus. und ein erzeugendes Element ist durch die Äquivalenzklasse einer eindimensionalen Orthogonalprojektion gegeben. Die -Gruppe verschwindet, das heißt .
Verallgemeinerung
Bei Nikolski findet sich eine etwas allgemeinere Definition.
Dort ist die Toeplitz-Algebra die Unteralgebra von , die von allen Toeplitz-Operatoren erzeugt wird.
Der Autor räumt ein, dass diese Algebra für Untersuchungen zu groß sei, auch wenn sie nicht mit , der Algebra aller stetigen, linearen Operatoren auf , zusammenfällt.
Ist eine abgeschlossene Unteralgebra, so sei die von erzeugte abgeschlossene Unteralgebra von .
Die allgemeinere Toeplitz-Algebra im Sinne Nikolskis ist damit gleich , die oben in diesem Artikel betrachtete Toeplitz-Algebra ist gleich. .
Einzelnachweise
12N. Laustsen M. Rørdam, F. Larsen:An Introduction to K-Theory for C*-Algebras. Hrsg.: Cambridge University Press. 2000, ISBN 0-521-78334-8, S.167–169, Example 9.4.4 (The Toeplitz algebra) (englisch).
12Kenneth R. Davidson:C*-Algebras by Examples. Hrsg.: American Mathematical Society (=Fields Institute Monographs). 1996, ISBN 0-8218-0599-1, Kapitel V.1 Toeplitz Operators, S.132–136 (englisch).
↑Masoud Khalkhali:Basic Noncommutative Geometry (=EMS Series of Lectures in Mathematics. Band10). EMS Press, 2009, ISBN 978-3-03719-128-6, S.183, Gleichung (4.23) (englisch).
↑Kenneth R. Davidson:C*-Algebras by Examples. Hrsg.: American Mathematical Society (=Fields Institute Monographs). 1996, ISBN 0-8218-0599-1, Kapitel V.2 Isometries, S.136–137 (englisch).