| Voisin | |
|---|---|
Voisin C 7 als viertürige Limousine | |
| C 7 | |
| Verkaufsbezeichnung | Voisin 10 CV |
| Produktionszeitraum | 1924–1928 |
| Klasse | Mittelklasse |
| Karosserieversionen | Limousine, Tourenwagen, Pullman-Limousine, Cabriolet |
| Motoren | Ottomotor: 1,6 Liter (40 PS) |
| Länge | 4105–4205 mm |
| Breite | |
| Höhe | |
| Radstand | 2880–2980 mm |
| Leergewicht | Fahrgestell: 850–870 kg |

Der Voisin C 7 ist ein Pkw-Modell der 1920er Jahre. Hersteller war Aéroplanes G. Voisin in Frankreich.
Der Typ erhielt im Juli 1924 seine Zulassung von der nationalen Zulassungsbehörde. Alternative Bezeichnungen für das Fahrgestell sind Voisin Chastenesse, auch in den Schreibweisen Voisin Chastesnes und Voisin Chasteness.
Die Fahrzeuge haben einen Schiebermotor nach einer Lizenz von Charles Yale Knight. Wie beim Voisin C 4 ist es ein Vierzylinder-Viertaktmotor mit Thermosiphonkühlung. Die Bohrung ist mit 67 mm etwas größer, der Hub mit 110 mm identisch. Das ergibt 1551 cm³ Hubraum. Der Motor leistet 40 PS bei 3000 Umdrehungen in der Minute. Er war damals in Frankreich mit 10 CV eingestuft. An anderer Stelle sind 44 PS genannt.
Der Wagen hat einen vorn eingebauten Motor, ein Dreiganggetriebe und Kardanantrieb zur Hinterachse.
Die Standardausführung (auch C 7 court genannt) hat 2880 mm Radstand, 1350 mm Spurweite und eine Karosserielänge von 4105 mm. Daneben gab es den C 7 L (auch C 7 long genannt) als lange Version mit 2980 mm Radstand und 4205 mm Länge. Die reinen Fahrgestelle ohne Aufbauten wiegen 850 kg bzw. 870 kg.
Voisin bot einerseits reine Fahrgestelle an, die Karosserien nach Wunsch erhielten, die oftmals bei externen Karosseriebauunternehmen entstanden. Manessius war einer dieser Aufbautenhersteller. Das Standardangebot umfasste Tourenwagen, Coupé de Ville, Limousine, Pullman-Limousine und Cabriolet. Ab 1927 erhielten die Standardaufbauten spezielle Bezeichnungen.
| Jahr | Typ und Ausführung | Karosseriebezeichnung | Karosseriebauart mit Details |
|---|---|---|---|
| 1925 | C 7 court | Fahrgestell | |
| 1925 | C 7 court | Tourenwagen mit 4 Türen | |
| 1925 | C 7 court | Coupé de Ville | |
| 1925 | C 7 court | Limousine mit 4 Türen und 4 Seitenfenstern | |
| 1925 | C 7 long | Fahrgestell | |
| 1925 | C 7 long | Tourenwagen mit 4 Türen | |
| 1925 | C 7 long | Pullman-Limousine mit 4 Türen, 6 Sitzen und 6 Seitenfenstern | |
| 1926 | C 7 | Fahrgestell | |
| 1926 | C 7 | Coupé de Ville mit 4 Sitzen | |
| 1926 | C 7 | Limousine mit 2 Türen und 4 Seitenfenstern | |
| 1926 | C 7 | Limousine mit 4 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern | |
| 1926 | C 7 long | Fahrgestell | |
| 1926 | C 7 long | Pullman-Limousine mit 4 Türen, 6 Sitzen und 6 Seitenfenstern | |
| 1927 | C 7 | Fahrgestell | |
| 1927 | C 7 | Chasseur | Coupé de Ville |
| 1927 | C 7 | Chasserons Lumineuse | Limousine mit 2 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern |
| 1927 | C 7 | Chassidaeer | Cabriolet mit 2 Türen und 4 Sitzen |
| 1927 | C 7 | Chasseriez | Limousine mit 4 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern |
| 1928 | C 7 | Fahrgestell | |
| 1928 | C 7 | Chasseur | Coupé de Ville |
| 1928 | C 7 | Chasserons Lumineuse | Limousine mit 2 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern |
| 1928 | C 7 | Chassidaeer | Cabriolet mit 2 Türen und 4 Sitzen |
| 1928 | C 7 | Chasselas | Pullman-Limousine mit 7 Sitzen |
| 1928 | C 7 | Chasseriez | Limousine mit 4 Türen, 4 Sitzen und 4 Seitenfenstern |
| 1929 | C 7 long | Fahrgestell |
Quellen:
1924 wurden 50 Fahrzeuge gefertigt. 1925 und 1926 waren es jeweils 500 Stück. 1927 fiel die Zahl auf 200 und im Folgejahr auf 100. Insgesamt ergibt das 1350 Wagen.
Die Fahrgestellnummern waren zunächst von 15001 bis 15200. Die beiden nächsten Nummernbereiche von 15201 bis 15500 und von 18001 bis 18850 beinhalten auch einige Fahrzeuge vom Voisin C 10.
Dem französischen Verein Les Amis de Gabriel Voisin sind 38 erhaltene Fahrzeuge bekannt.
Eine erhaltene zweitürige Limousine wurde im Südwesten Frankreichs restauriert und erhielt dabei ihre ursprüngliche blaue Farbe zurück. Das Fahrzeug befindet sich im Musée du Car in Vanosc. Auf einem anderen erhaltenen blauen Fahrzeug lernte der spätere Rennfahrer Prince Birabongse Bhanudej Bhanubandh das Fahren. Ein weiteres Fahrzeug befand sich im Depot des Technischen Museums Wien.
Die folgenden Auktionsergebnisse aus den letzten Jahren sind bekannt: 55.509 Pfund Sterling im Februar 2015 für eine schlecht erhaltene Reiselimousine des Karosserieherstellers Louis Gallé aus der Baillon-Sammlung, 13.619 Pfund im Februar 2019 für ein Fahrgestell sowie 96.320 US-Dollar im April 2024 für einen Viertürer von 1926.