Wikipedia:Kandidaturen von Artikeln, Listen und Portalen

Abkürzung: WP:KALP, WP:KEA

Auf dieser Seite werden Artikel nominiert und diskutiert, die möglicherweise exzellent oder lesenswert sind, sowie Listen oder Portale, die möglicherweise informativ sind. Während einer Kandidatur wird entschieden, ob sie eine entsprechende Auszeichnung verdienen.

Die Auszeichnungen sollen qualitativ hochwertiges Schreiben kennzeichnen und belohnen. Durch Nominierung und Abstimmung sollen Seiten gesammelt werden, die Leser leicht als überdurchschnittlich oder hervorragend identifizieren und Autoren sich zum Vorbild nehmen können. Sie sollen Mitarbeiter motivieren, auch noch den letzten Schritt zur Verbesserung eines Artikels, einer Liste oder eines Portals zu gehen, und ihnen dafür eine kleine Anerkennung der Community zukommen lassen. Bitte beachte beim Ausarbeiten von Kritik den Kritik-Knigge. Beachte ihn auch, wenn du auf Kritik antworten willst.

Artikel, die gezielt für lesenswert kandidieren, können auch unter Wikipedia:Kandidaten für lesenswerte Artikel eingetragen werden. Das Verfahren ist dort beschrieben. Kandidaturen für exzellente Bilder finden sich unter Wikipedia:Kandidaten für exzellente Bilder.

Vorgehen

Jeder kann einen Kandidaten zur Wahl stellen und sich an der Bewertung beteiligen. Wie du dafür vorgehst, erfährst du hier im Detail. Ein Review vor der Kandidatur ist empfehlenswert. Alle Benutzer, auch unangemeldete (IP-Benutzer / Temporäre Konten), sind stimmberechtigt. Jeder hat ein Votum. Man stimmt ab, indem man seinen Diskussionsbeitrag auf dieser Seite mit einer der Bewertungen „keine Auszeichnung“, „lesenswert“ oder „exzellent“ (für Artikel) oder „informativ“ (für Listen und Portale) kennzeichnet. Die Kennzeichnungen „abwartend“ und „neutral“ sind auch möglich. Die Begründung seines Votums hinsichtlich der Qualitäten der bewerteten Seite wird empfohlen, damit der Auswerter die Entscheidungen nachvollziehen und der Autor die Kritikpunkte aufgreifen kann. Es existieren folgende unverbindliche Vorlagen zur Stimmabgabe:

Informativ
{{BE|i}}
Lesenswert
{{BE|l}}
Exzellent
{{BE|e}}
keine Auszeichnung
{{BE|k}}
Neutral
{{BE|n}}
Abwartend
{{BE|a}}

Wenn du eine bestehende Auszeichnung eines Artikels, einer Liste oder eines Portals aufgrund von Mängeln nicht mehr für berechtigt hältst, kann diese in einer neuen Kandidatur überprüft werden. Das ist frühestens 14 Tage, nachdem die Mängel auf der Diskussionsseite benannt und seitdem nicht behoben wurden, erlaubt. Eine genaue Erläuterung der Richtlinien für Bewertungen von Artikeln mit Auszeichnungsstatus findet sich hier.

Kriterien

Alle Kandidaten müssen fachlich korrekt sein und dürfen keine gravierenden Fehler enthalten. Artikel mit Lücken in Kernbereichen sind auch dann nicht auszeichnungswürdig, wenn die Lücken auf nicht existierende Literatur zurückzuführen sind. Alle vorgeschlagenen Seiten halten sich an Wikipedia-Richtlinien und -Standards für gute Artikel, Listen oder Portale. Eine detaillierte Darstellung der unterschiedlichen Bewertungsstufen findet sich in der Kriteriendarstellung, folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Punkte.

Informative Listen und Portale
  • decken ihren Informationsbereich gut strukturiert und im Wesentlichen vollständig ab
  • sind optisch und sprachlich ansprechend sowie übersichtlich und nicht überladen
  • Listen haben zudem eine Einleitung
  • Portale haben ein passendes Layout, regen zur Mitarbeit an und werden aktiv betreut
Lesenswerte Artikel
  • sind Artikel überdurchschnittlicher Qualität
  • besitzen eine verständliche Einleitung, können jedoch aufgrund tolerierter Fachsprache im Detail für Laien unverständlich sein,
  • können inhaltliche Lücken außerhalb der Kernbereiche aufweisen
Exzellente Artikel
  • sind besonders herausragende Artikel
  • sind hervorragend geschrieben und angemessen illustriert
  • behandeln ihr Thema vollständig ohne gravierende Auslassungen
  • wirken weder einschläfernd noch anbiedernd

Auswertung

Die Kandidatur wird frühestens am 10. Tag (für exzellent am 20. Tag) nach dem Einstellungsdatum ab 0:00 Uhr ausgewertet (d. h., bei einer Nominierung am 7. kann am 17. ab 0:00 Uhr ausgewertet werden, für exzellent am 27. ab 0:00 Uhr). Abgegebene Stimmen zählen bis zum Zeitpunkt der Auswertung. Die Auswertung erfolgt primär durch eine Gewichtung und Wertung der für oder gegen die Auszeichnung vorgebrachten Argumente. Sollten keine gravierenden Mängel festgestellt worden sein, gilt folgendes Auswertungsschema: Ein Artikel ist mit einer „Lesenswert“-Auszeichnung auszuwerten, wenn die Summe aus „Exzellent“- und „Lesenswert“-Stimmen mindestens drei Stimmen mehr ergibt als die Zahl der Stimmen „keine Auszeichnung“.

Gibt es am 10. Tag mehr „Exzellent“-Stimmen als „Lesenswert“-Stimmen und „Keine Auszeichnung“-Stimmen zusammengenommen, so wird die Kandidatur zur Überprüfung des Exzellent-Status um 10 auf insgesamt 20 Tage verlängert. Hat der Artikel am 20. Tag insgesamt mindestens fünf „Exzellent“-Stimmen und mindestens doppelt so viele „Exzellent“-Stimmen wie „Lesenswert“-Stimmen und „Keine Auszeichnung“-Stimmen zusammengenommen, dann gilt er als „exzellent“.

Als vorzeitig exzellent können Kandidaturen ausgewertet werden, die nach mindestens 10 Tagen mindestens zehn „Exzellent“-Stimmen und keine einzige „Keine Auszeichnung“-Stimme erhalten (wenn es zugleich mindestens doppelt so viele „Exzellent“-Stimmen wie „Lesenswert“-Stimmen gibt).

Eine Liste oder ein Portal ist nach 10 Tagen als „informativ“ auszuwerten, wenn bis dahin mindestens drei „Informativ“-Stimmen mehr als „Keine Auszeichnung“-Stimmen abgegeben wurden.

Bei einer geringen Beteiligung an der Kandidatur und eines sich für eine Prämierung abzeichnenden Stimmungsbildes kann die Kandidatur nach dem Ermessen der Auswerter verlängert werden.

Enthält eine Seite auch nur einen nachgewiesenen gravierenden inhaltlichen Fehler, so ist sie unabhängig vom Abstimmungsergebnis nicht oder nur mit einem begründeten niedrigeren Status auszuzeichnen. Wahlen mit geringer Beteiligung oder uneindeutigem Votum werden als „ergebnislos“ gewertet, so dass der Status vor der Kandidatur bestehen bleibt. Offensichtliche Unsinnskandidaten können sofort entfernt werden. Weist eine Kandidatur ab 24 Stunden nach Beginn fünf Voten „ohne Auszeichnung“ mehr als Auszeichnungsstimmen auf, oder nach mehr als 72 Stunden drei Voten „ohne Auszeichnung“ ohne zugleich mindestens eine Pro- oder eine Abwartend-Stimme bekommen zu haben, ist sie vorzeitig gescheitert.

Weitere Details siehe unter Wahlmodus und Auswertung. Technische Hinweise für den Auswertenden gibt es hier.


Review des Tages

Kandidaturen sind erfolgreicher, wenn die Artikel vorher ein Review durchlaufen. Dieses bedarf aber der Mitarbeit von Wikipedianern, die sich Zeit dafür nehmen. Beteilige dich zum Beispiel am Review des Tages:


Die brennende Altalena vor Tel Aviv, Aufnahme von Hans Pinn

Als Altalena-Affäre wird die bewaff­nete Auseinander­setzung zwischen den israe­li­schen Truppen und der zionis­ti­schen Unter­grund­or­ga­ni­sation Irgun im Juni 1948 bezeichnet, einige Wochen nach der Staats­grün­dung Israels. Auslöser war die Ankunft des von Frank­reich kommenden Schiffs Alta­lena, das während des ersten Waffen­still­standes im Paläs­tina­krieg mehrere Hundert Einwan­derer und Irgun­an­ge­hö­rige sowie große Waffen­be­stände an die israe­lische Küste brachte. Die Regie­rung war über den Trans­port infor­miert. Verhand­lungen über die Vertei­lung der Waffen schei­terten, da sie eine selbst­stän­dige mili­tä­ri­sche Verfü­gungs­macht der Irgun neben den neu gebil­deten Truppen ablehnte. Nach ersten Gefechten bei Kfar Vitkin fuhr das Schiff nach Tel Aviv, wo es am 22. Juni auf Befehl der Regie­rung David Ben-Gurions beschossen und in Brand gesteckt wurde. Bei den Kämpfen kamen sech­zehn Irgun­an­ge­hö­rige und drei Soldaten um, ein weiterer inner­jü­di­scher Konflikt konnte auch durch Mena­chem Begins Aufruf zum Verzicht auf Vergel­tungs­maß­nahmen begrenzt werden. Der Vorgang festigte den Anspruch der israe­li­schen Regie­rung auf das staat­liche Gewalt­mo­nopol, vertiefte aber zugleich die Gegen­sätze zwischen dem arbeiter­zionis­ti­schen und dem revi­sionis­tisch-zionis­ti­schen Lager und blieb bis in die Gegen­wart Gegen­stand poli­ti­scher Erin­nerungen.

30. September

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 10. Oktober/20. Oktober

Jochen Mass

Jochen Mass, 1973

Hans-Joachim Richard „Jochen“ Mass (* 30. September 1946 in Dorfen; † 4. Mai 2025 in Cannes, Frankreich) war ein deutscher Automobilrennfahrer. Er gehörte zu den international profiliertesten Motorsportlern des Landes und war lange Zeit der letzte deutsche Formel-1-Sieger.

Hallo zusammen, ich möchte heute diesen Artikel aus dem Bereich Motorsport vorstellen, an dem ich über den letzten Monat sehr intensiv gearbeitet habe. Vielen mag Jochen Mass, der am heutigen Tage 80 Jahre alt geworden wäre, vielleicht kein Begriff mehr sein, allerdings war er einer der wenigen deutschen Fahrer seiner Zeit, die sich international längerfristig durchsetzen und große Erfolge erzielen konnten. Diese gehen weit über sein publikumswirksames Dasein als ewiger Zweiter in der Formel 1 der 1970er-Jahre hinaus, denn Mass hatte in den 1980er-Jahren bei internationalen Langstreckenrennen maßgeblichen Anteil an zahlreichen Siegen von Porsche und Sauber/Mercedes-Benz sowie der Förderung von Nachwuchstalenten wie Michael Schumacher und Heinz-Harald Frentzen. Diese weitaus erfolgreichere Zeit wurde zuvor in seinem Artikel kaum beleuchtet und findet nun neben vielen weiteren neuen Informationen entsprechend Erwähnung. Ich freue mich auf eure Meinungen! --Tomasosson (Diskussion) 12:31, 30. Sep. 2026 (CEST)

Ausgezeichnte Arbeit, daher Exzellent. Beste Grüße -- Erika39 · Disk · Edits 18:22, 30. Sep. 2026 (CEST)
Das ist kein schlechter Artikel, aber meiner Meinung noch weit von einem exzellenten Artikel entfernt. Alleine schon die verwendeten Belege - fast ausschließlich journalistisch, dazu einige Datenbankeinträge - sprechen gegen eine Auszeichnung als exzellent. Auch die 5 im Literaturverzeichnis aufgeführten Bücher wurden nicht verwendet, von einer Ausnahme abgesehen. In Summe für mich knapp Lesenswert, aber weit von exzellent entfernt. Andol (Diskussion) 00:09, 4. Okt. 2026 (CEST)
Datenbanken als Quelle sind im Sportbereich essenziell - diese Kritik ist nicht nachvollziehbar... Und joa, mangels wissenschaftlicher Literatur muss man im Sportbereich meistens auf journalistische Literatur zurückgreifen. Woher willst du wissen, ob die fünf Werke im Literaturverzeichnis nicht verwendet wurden? -- Chaddy · D 19:59, 7. Okt. 2026 (CEST)

Exzellent Ich habe den Artikel komplett und sehr aufmerksam gelesen. Ich denke, ich habe im Motorsportbereich einen Grundstock an Fachwissen, das ich seit zwei Jahrzehnten auch mit der Erstellung von Artikeln, von denen der eine oder andere nach Auffassung Dritter gar nicht so schlecht ist, mit der geneigten Leserschaft teile. Das als Vorrede zur Erläuterung meiner Bewertung und zur Klarstellung, dass ich sie nicht auf reine Formalien stützen muss. Dann zur Sache:
Die Kritik, dass dieser Artikel bloß eine „Liste von Rennen“ sei, ist polemisch, und sie ist schon deshalb nicht zu werten. Und sie ist natürlich auch falsch: Selbstverständlich überwiegt der Fließtextteil gegenüber dem Tabellenanhang deutlich, und das weiß der Kollege, das hier so eingestellt hat, auch. Er muss sich die Frage gefallen lassen, warum er so etwas wider besseres Wissen schreibt.
Dann zur Schwerpunktsetzung: Selbstverständlich muss bei einem Artikel über einen Sportler die Darstellung seiner sportlichen Aktivitäten im Vordergrund stehen, sofern es die sportlichen Leistungen sind, aus denen sich die Relevanz ableitet. Das ist hier so, und deshalb ist die Schwerpunktsetzung keine Schwäche des Artikels, sondern eine Stärke. Worüber sollte man bei Jochen Mass denn sonst schreiben?
Zu den verwendeten Quellen: Wer sich an journalistischen Quellen stört, möge darlegen, welche wissenschaftlichen Quellen existieren und stattdessen hätten verwendet werden sollen. Um es kurz zu machen, helfe ich gerne aus: Es gibt keine. Jochen Mass ist kein Sandro Bottichelli, über den es mehr als 1000 Bücher gibt. Und nun? Man kann sich natürlich fragen, ob Artikel, der mangels Alternativen auf journalistische Quellen gestützt werden, grundsätzlich überhaupt der Auszeichnung zugänglich sind. Würde man diese Frage mit nein beantworten, müssten zahlreiche Artikel, die bereits ausgezeichnet sind, umgehend degradiert werden. Das kann nicht richtig sein. Und Datenbanken? Wo ist ist das Problem? Die, die der Autor verwendet hat, sind zuverlässige Erkenntnisquellen, die breiter aufgestellt sind als alles, was im Printbereich zu bekommen ist.
Am Ende sehe ich einen umfassenden Artikel, der das, was Jochen Mass zu einer relevanten Person macht, eingehend und ohne erkennbaren inhaltlichen Fehler darstellt, der fehlerfrei und breit bequellt ist und im Übrigen auch noch angenehm zu lesen ist. Mit der Brille eines WP-Autors, der seit zwei Jahrzehnten den Motorsportbereich hier bedient, darf ich sagen, dass der Artikel ein e verdient hat.--Matthias v.d. Elbe (Benutzer- und Diskussionsseite) 21:02, 7. Okt. 2026 (CEST)

Ich sehe das anders. Für mich sind exzellente Artikel Artikel, die wirklich in (praktisch) jeder Hinsicht top sind, inklusive Literaturauswahl. Klar gibt es zu Sportlern in aller Regel keine Top-Literatur, aber das bedeutet dann qualitativ eben, dass sie nicht an andere Top-Artikel heranreichen können. Exzellent heißt nicht, aus einer evtl. sehr dürftigen Beleglage das Maximum herauszuholen (was dann in Summe immer noch wenig sein kann), sondern eben exzellent. Wenn die Beleglage dürftig ist, dann kann der Artikel eben nicht exzellent sein, sondern z.B. nur lesenswert. Auch der beste Reiseratgeber wird keinen Literaturnobelpreis bekommen. Und ein hervorragendes Kreisklassenspiel ist keine Champions League, selbst wenn die Teams einen glänzenden Tag haben.
Nur dass wir uns klar verstehen: Das ist nicht die Schuld des Autors! Und auch nicht als Abwertung dessen Leistung gemeint. Aber der Artikel steht qualitativ und belegtechnisch einfach nicht auf der Stufe von anderen exzellenten Artikel, weswegen ich keine exzellent vergeben kann (s.o.). Andol (Diskussion) 01:26, 8. Okt. 2026 (CEST)
Die Beleglage ist mit 113 Einzelnachweisen aber ja nun alles andere als dürftig. Journalistische Literatur ist zudem zulässig und kein Hindernis für eine Exzellent-Auszeichnung, solange es sich um "reputable Sekundärliteratur" handelt (Wikipedia:Kandidaturen von Artikeln, Listen und Portalen/Kriteriendarstellung#Exzellente Artikel). Weiters steht da auch noch: "Die Quellen selbst sollten je nach Thema möglichst hochwertig und aktuell sein". Und das ist hier beides der Fall, so weit ich bisher mit Lesen gekommen bin.
Du darfst natürlich den Artikel nur für lesenswert halten, aber ich finde es auch ein wenig schade, die Kriterien für exzellente Artikel noch höher ansetzen zu wollen, als es die Regeln vorgeben. Das ist nicht gerade fair, finde ich. -- Chaddy · D 04:18, 8. Okt. 2026 (CEST)
Ich möchte nicht unfair sein, das ist definitiv nicht meine Absicht. Aber für mich ist der Artikel allgemein als auch von der Beleglage kein exzellenter Artikel. Es geht mir nicht darum, die Leistung des Autoren zu schmälern, zumal vielleicht wirklich nicht mehr drin war. Es geht einfach nur darum, dass ich diesen Artikel sehe, wie er ist, und viele andere Artikel sehe, wie die gestaltet sind, und da eben eine deutliche Diskrepanz wahrnehme. Deswegen kann ich kein Exzellent geben. Andol (Diskussion) 22:12, 10. Okt. 2026 (CEST)
Das steht dir natürlich frei. :) -- Chaddy · D 22:19, 10. Okt. 2026 (CEST)
Ich sehe das genauso wie Andol. Unsere Kriterien sagen unmissverständlich:
  • Der Artikel muss sein Lemma inhaltlich nach reputabler Sekundärliteratur und gegenwärtigem Stand der Forschung beschreiben.
Wenn es solche Literatur nicht gibt, kann ein Artikel nicht exzellent sein. Ich habe das zuletzt bei der KALP Diskussion:AGS_JH23 auch gesagt, aber das Motorsportportal macht seine eigenen Exzellent-Regeln. Die Kollegen möchten bitte auf der Disk zur Kriteriendarstellung eine Ausnahme für ihr Portal oder eine Senkung des Standards diskutieren. LG --Andreas Werle (Diskussion) 07:56, 11. Okt. 2026 (CEST)
Der sehr grundsätzlichen Aussage, dass ein Artikel zu einem Thema, für das es keine ausführliche Sekundärliteratur gibt, widerspreche ich ausdrücklich und es gab in der Vergangenheit in unterschiedlichen Themenbereichen immer wieder Fälle von Artikeln, die primär auf der Basis von Presse und Primärliteratur geschrieben wurden, weil es keine Aufarbeitung ihres Themas in Form von entsprechender Sekundärliteratur gibt. Es ist in meinen Augen sehr wohl möglich und imho ist kein Thema ungeeignet für eine Auszeichnung, auch nicht für „exzellent“ (diese Diskussion ist uralt und muss hier nicht weiter ausdiskutiert werden). In diesem Fall tendiere ich zu einer Auszeichnung als Lesenswerter Artikel - Gründe dafür sind zum einen der an mehreren Stellen durchscheinende journalistische Stil, der Sportlerbiografien eigen ist (bsp.: „Mass konnte Fittipaldi über die Saison kaum Paroli bieten, kam aber beim durch den schweren Unfall von Rolf Stommelen von Tragik überschatteten Großen Preis von Spanien 1975 zu seinem ersten und einzigen Grand-Prix-Sieg“), sowie tatsächlich der umfassende und nicht näher kommentierte Statistikteil, bei dem einfach ohne Kommentierung Tabelle an Tabelle gereiht wurde. Für mich als Laien, der eine Biografie liest, ist das unbefriedigend. Die Biografie selbst finde ich gut lesbar und nachvollziehbar geschrieben - ich kann darin keine Unstimmigkeiten oder wirkliche Lücken finden. -- Achim Raschka (Diskussion) 12:07, 11. Okt. 2026 (CEST)
Vielen Dank für deine Kritik. Ich habe die entsprechende Stelle sowie weitere derartige Formulierungen mittlerweile noch einmal stilistisch überarbeitet und zudem in der Hoffnung, dass sie nun etwas nachvollziehbarer bzw. zuordenbarer sind, die Ergebnistabellen im Statistikteil in einem Einleitungssatz kommentiert. Grüße --Tomasosson (Diskussion) 15:22, 14. Okt. 2026 (CEST)

Ich habe den Artikel nun vollständig gelesen und kann die hier geäußerte negative Kritik an den Quellen immer noch nicht nachvollziehen.
Der Artikel entspricht jedenfalls dem Gold-Standard der Artikel im Motorsportbereich, ist angenehm zu lesen, behandelt das Thema umfassend, erfüllt auch sonst alle Kriterien an exzellente Artikel und hat sich die Auszeichnung Exzellent somit vollauf verdient.

Zur Kritik am Statistikteil: Das ist so Standard im Motorsport-Bereich. Ich wüsste gerade auch nicht, wie man das kommentieren sollte. Ich würde allerdings noch darum bitten, die Tabellen im Statistik-Teil auf normale Schriftgröße umzustellen. Zum einen ist die verkleinerte Schrift gar nicht nötig; und wichtiger noch ist diese auch nicht barrierefrei. -- Chaddy · D 14:23, 11. Okt. 2026 (CEST)

Hinweis/Nachfrage zum Statistikteil: Vorab, den Teil haben viele Sportlerbios bzw. sollten haben (zB. Rafael Nadal, Roger Federer) können aber auch ausgelagert werden ( Ray Reardon/Erfolge). Was im vorliegenden Fall missverständlich ist, ist die nicht einheitliche Verwendung der Links durch die Flaggen (mal Land, mal Rennen) und die Abk. für die Rennen scheinen mir selbst ausgedacht und teils unpassend (Grande Prêmio Presidente Medici 1974 = PRE ?, zudem verwirrend weil idR der ISO-3166-ALPHA-3-Code zum Land der Flagge erwartet wird (Brasilien = BRA). Hier gefällt mir die kompakte Form Flagge=Rennen mehr, ich empfehle aber eine Erklärung über der entsp. Tabelle: Die Nationalflaggen repräsentieren in der Tabelle die ausgetragenen Rennen in dem entsp. Land, welche zudem mit der Flagge verlinkt sind. - sowas in der Art. MfG--Krib (Diskussion) 17:28, 11. Okt. 2026 (CEST)
Die unterschiedlichen Darstellungsweisen haben sich in der WP über viele Jahre als Norm entwickelt und treffen hier natürlich erst einmal gegensätzlich aufeinander, sind aber leicht zu erklären: Da in der Formel 1 in der Regel nur ein Rennen pro Land stattfindet bzw. jedes Rennen als "Großer Preis" ein Land repräsentiert, wird die Landesflagge traditionell als naheliegendste Darstellung beider herangezogen. Anders ist es allerdings im hier vorliegenden Fall in der Sportwagen-Weltmeisterschaft: So fanden beispielsweise 1980 gleich sechs Läufe in den USA statt, die nicht der "nationalen Repräsentation" gleich einem Grand Prix dienten, sondern mit eigener Geschichte und Relevanz für sich standen und stehen. Entsprechend werden sie mit eigenem Rennnamenskürzel dargestellt. Gleiches gilt auch für die Formel-1-Rennen ohne Weltmeisterschaftsstatus, zu denen nur in Ausnahmefällen Länder-Grands-Prix gehörten. Offizielle Abkürzungen gibt es in der Regel nicht, weswegen jeweils das deutlichste mögliche Kürzel für die Darstellung gewählt wird, wie in diesem Fall PREsidente Medici. Deinen Vorschlag bezüglich der Erklärung habe ich nun umgesetzt und entsprechende Hinweise im Statistikteil platziert. Grüße --Tomasosson (Diskussion) 15:00, 14. Okt. 2026 (CEST)
Exzellent. MfG--Krib (Diskussion) 15:57, 15. Okt. 2026 (CEST)
Lebte Mass in den 1970er-Jahren nicht auf einem Schoner bzw. war er nicht passionierter Segler? Vielleicht lässt sich hierzu noch was finden? Beste Grüße -- Erika39 · Disk · Edits 19:05, 14. Okt. 2026 (CEST)
steht eh drinnen, habs nur überlesen! -- Erika39 · Disk · Edits 19:07, 14. Okt. 2026 (CEST)

2. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 12. Oktober/22. Oktober

Die Doppeltgänger

Titelblatt des Erstdrucks von Die Doppeltgänger (1822) in dem Almanach Feierstunden

Die Doppeltgänger ist eine Erzählung von E. T. A. Hoffmann. Sie entstand Ende Juni oder Anfang Juli 1821 und wurde im Herbst desselben Jahres im Almanach Feierstunden mit einer Vordatierung auf das Jahr 1822 veröffentlicht.

Die Erzählung war ursprünglich als Teil des fragmentarisch gebliebenen Romans des Freiherrn von Vieren konzipiert, den Hoffmann mit Adelbert von Chamisso, Julius Eduard Hitzig und Karl Wilhelm Salice-Contessa plante.

Während der Doppelgänger in anderen Texten Hoffmanns als Mittel zur Darstellung psychologischer Verwirrungszustände oder als atmosphärisches Beiwerk dient, stehen in der Erzählung das Phänomen selbst und die Frage im Mittelpunkt, was es für zwei junge Männer bedeutet, mit einem Ebenbild konfrontiert zu sein.

In der Literaturwissenschaft zählten Die Doppeltgänger lange Zeit zu den am wenigsten geschätzten und nicht selten schroff abgelehnten Werken Hoffmanns. Die überwiegend negativen Bewertungen wurden in der Forschung allerdings teilweise korrigiert.

Nach E. T. A. Hoffmanns Roman Die Elixiere des Teufels möchte ich nun gerne Hoffmanns Erzählung Die Doppeltgänger vorstellen. Der Artikel befand sich bereits im Review, erhielt dort jedoch keine Reaktionen, was möglicherweise auch daran liegen könnte, dass es sich um eine eher unbekannte Erzählung Hoffmanns handelt. Dabei nimmt gerade diese Erzählung innerhalb von Hoffmanns Œuvre hinsichtlich des Doppelgängermotivs eine besondere Stellung ein. Während der Doppelgänger in den Elixieren innere Zerrissenheit und Wahnsinn beim Protagonisten Medardus auslöst und der Doppelgänger schließlich die Geliebte ermordet, handelt es sich in Die Doppeltgänger vornehmlich um eine äußere Verwechslung, die in ein versöhnliches Ende mündet. Die Sekundärliteratur ist begrenzt, da die Erzählung kaum rezipiert wurde. Ich habe mir daher insbesondere Mühe gegeben, die vorhandene Literatur möglichst gründlich auszuwerten. Über Anmerkungen und Bewertungen würde ich mich sehr freuen. --Gezeitengarten (Diskussion) 12:48, 2. Okt. 2026 (CEST)

Es gibt noch keine Bewertung? Sind zwei Hoffmanns auf einen Schlag zu viel für die geneigte Leserschaft auf KALP? Auch dieser Artikel ist aus meiner Sicht makellos gestaltet, sehr kenntnisreich geschrieben und beruht auf einer breiten Literaturauswertung. Er ist natürlich etwas "kleiner" als die Elixiere, aber es ist ja auch ein Nebenwerk, und ich wüsste nicht, was dem Artikel fehlen würde. Deswegen auch hier ein überzeugtes Exzellent. Die Handlung fand ich dieses Mal nachvollziehbarer, auch wenn ich mich der Bewertung „auf weite Strecken etwas konstruiert und die genealogischen Hintergründe, Verwechslungen und Zufälle teilweise an den Haaren herbeigezogen“ gerne anschließe. Gestolpert bin ich lediglich über die erste zusammenhangloses Erwähnung eines anscheinend zentralen Marionettentheaters. In welchen Zusammenhang das gehört und wer der Spieler ist, sollte entweder an dieser Stelle oder bereits in der Inhaltsangabe kurz ausgeführt werden. Der Nebel lichtet sich sonst erst in den späteren Kapiteln, wobei mir auch da noch nicht völlig klar wird, ob George ein eigenes Theaterspiel aufführt oder bloß einer von mehreren Spielern auf einer Theaterbühne ist. Es scheint zwar ein Konstruktionsprinzip Hoffmanns zu sein, den Leser im Dunkeln zu lassen, aber das muss der Artikel ja nicht nachmachen. Viele Grüße! --Magiers (Diskussion) 11:54, 12. Okt. 2026 (CEST)
Herzlichen Dank für die freundliche Nachricht und das positive Votum, über das ich mich sehr freue.
Vielen Dank auch für die Anmerkung zum Marionettentheater. Die Szene war in der Tat noch nicht hinreichend erläutert. Ich habe nun ein Zitat aus der Erzählung ergänzt, sodass der Zusammenhang hoffentlich deutlicher wird. George tritt als einziger Puppenspieler auf und integriert plötzlich seinen Kopf in das Schauspiel. Die beiden Puppen Pulcinell und der Doktor erschrecken sehr über dessen plötzliches Erscheinen und beginnen anschließend, darüber zu philosophieren. Eine hübsche Szene, die in ihrer Gesamtheit zum Schmunzeln anregt. Wer die Szene nachlesen möchte, findet sie im dritten Kapitel der Erzählung (vgl. hier).
Für die Handlung der Erzählung ist die Szene allerdings eher ein kunstvolles Beiwerk als handlungsbestimmendes Element, sodass eine Erwähnung in der Inhaltsangabe vermutlich eher für Ver- als Entwirrung sorgen würde. Zentral ist die Szene vielmehr im Hinblick auf das Motiv des Theaters und Schauspiels in der Erzählung. Liebe Grüße --Gezeitengarten (Diskussion) 23:15, 12. Okt. 2026 (CEST)
Interessanter Artikel, sicher lesenswert. Es ist aber schwerer, dem Text zu folgen, als das meines Erachtens nötig wäre. Das liegt zum Teil an Kleinigkeiten: "Deodatus erhält später eine schriftliche Drohung des ihm unbekannten Grafen Hektor von Zelies mit der Warnung, die Stadt Hohenflüh zu verlassen, woraufhin sich dieser ..." - nein, nicht "dieser", das wäre der Graf, sondern er (oder jener), Deodatus. "Die Erzählung besteht aus insgesamt acht Kapiteln mit je zwei, drei oder vier Szenen, die mit der Nummerierung der Kapitel betitelt sind. Der Aufbau entspricht Goethes Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre, der acht Bücher umfasst." Naja, formal gegliedert ist sie in acht Kapitel, die nummeriert sind; die "Szenen" sind aber formal nicht hervorgehoben oder gekennzeichnet. Das ist offenbar schon eine analytische Kategorie: Nicht der Erzählerbericht prägt die Kapitel, sondern szenenartige Abschnitte, die "nur selten durch Zwischenberichte des Erzählers unterbrochen werden". Der Vergleich zum Wilhelm Meister bezieht sich hier m.E. auf die Zahl acht der Gliederung (oder auch auf diesen szenenartigen Aufbau?).
Ich finde schon auch, dass ein besserer "Schlüssel" für die Bezüge auf die Geschichte gut wäre. Die Inhaltsangabe scheint mir im Wesentlichen der Fabel zu folgen, was vernünftig ist, da die reichlich hintertreppige Handlungskonstellation ja schon an sich schwer durchschaubar ist. Es wäre aber dann, insbesondere weil die Verweise gewöhnlich auf die Kapitelzahl gehen, doch gut, zusätzlich die tatsächliche Präsentation der Geschichte (sozusagen den discours) intensiver zu beschreiben, die ja eben gerade nicht der Zeitachse folgt.
Die analytischen Bemerkungen finde ich großenteils interessant und gut präsentiert. Es ist ein beeindruckendes Reservoir von Analysen bzw. Interpretationen herangezogen worden. Allerdings finden sich doch recht viele Redundanzen, die sicher nicht vollständig, aber vielleicht doch teilweise vermeidbar wären. Was mich persönlich beschäftigt: Es sind doch recht unterschiedliche Ansätze, mit denen die Literaturwissenschaftler diesem recht harten Brocken zu Leibe rücken, müssten sich daraus nicht auch größere Unterschiede in ihren Deutungen ergeben?
Das Rezeptionskapitel gefällt mir gut, insbesondere in der Betonung der sich "überbietenden" abfälligen Kritik (die sich allerdings offenbar auf den Anfang des 20. Jh. konzentrierte). --Mautpreller (Diskussion) 14:50, 13. Okt. 2026 (CEST)
Vielen Dank für das positive Votum und die hilfreichen und nachvollziehbaren Anmerkungen.
Die genannten Punkte hinsichtlich der konkreten Formulierung und der besseren Differenzierung zwischen Kapiteln und Szenen sowie dem Vergleich zu Goethes Roman habe ich umgesetzt. Vielen Dank für den guten Hinweis.
Im Hinblick auf den Punkt der Inhaltsangabe habe ich nun versucht, stärker die Chronologie der Erzählung in den Vordergrund zu stellen und dabei kenntlich zu machen, welcher Absatz zu welchem Kapitel gehört. Damit folge ich dem Aufbau der Fabel nicht mehr unmittelbar, hoffe jedoch, weiterhin die Handlung nachvollziehbar wiederzugeben.
Lieben Dank für das Lob hinsichtlich der analytischen Bemerkungen und des Rezeptionskapitels. Darüber freue ich mich sehr.
Ich will gerne den Punkt, ob es größere oder vielleicht auch kleinere, aber in jedem Fall nennenswerte Unterschiede in Aspekten der Deutungen gibt, noch eingehender überprüfen. --Gezeitengarten (Diskussion) 17:29, 13. Okt. 2026 (CEST)
Ich habe die Literatur nun noch einmal gründlich überprüft und dabei weitere interessante Deutungsaspekte gefunden, die ich in den Artikel ergänzt habe. Dabei habe ich mir auch nochmal den englischsprachigen Aufsatz vorgenommen, der zuvor etwas zu kurz gekommen war und ebenfalls Interessante Deutungsaspekte bot. Insgesamt ist der Artikel nun von 60 auf 80 kB angewachsen, sodass sich eine erneute Lektüre sicherlich lohnt.
Änderungen habe ich in der Inhaltsangabe, der einzelnen Charakterisierungen bis zu den Motiven vorgenommen. Die angesprochenen Redundanzen habe ich entfernt und hoffentlich auf ein zufriedenstellendes Maß reduziert.
Vielen Dank also noch einmal für die gründliche Lektüre und die hilfreichen Hinweise, die ich meines Erachtens soweit umgesetzt habe. Melde dich gerne, wenn du den Eindruck hast, dass es so passt, oder dir noch etwas auffällt. Liebe Grüße --Gezeitengarten (Diskussion) 16:36, 15. Okt. 2026 (CEST)
Exzellent. Ein guter und fundierter Artikel. Einiges hätte ich etwas anders formuliert, aber das sind eher sog. Geschmacksfragen, die am Votum nichts ändern. So bin ich mir nicht sicher, ob man schreiben sollte, negative Bewertungen seien „in der Forschung“ ... korrigiert worden, da der Bereich ohnehin subjektiv ist, also nicht den Kriterien der Naturwissenschaften entspricht. Dann würde ich auf häufige Wendungen wie „nach dem Literaturwissenschaftler“ etc. verzichten, wenn dies möglich ist. Da einige Namen verlinkt sind, sieht man ohnehin, um wen es sich handelt. Bei Gerald Bär oder Hans Toggenburger sind die Hinweise allerdings sinnvoll.--Gustav (Diskussion) 17:09, 17. Okt. 2026 (CEST)
Exzellent und vielen Dank für die Arbeit. --Kurzstueckmeister (Diskussion) 18:14, 17. Okt. 2026 (CEST)

3. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 13. Oktober/23. Oktober

Ferrer Center

Das Ferrer Center war ein anarchistisches Kulturzentrum in Manhattan, das eine nach dem Vorbild der Escuela Moderna gegründete und durch Francisco Ferrer inspirierte Schule beherbergte. Diese Schule, die New York Modern School, wurde 1910 in New York gegründet und zog 1915 nach Stelton im Bundesstaat New Jersey um, wo sie bis 1953 den Mittelpunkt einer anarchistischen Siedlung, der Ferrer Colony, darstellte.

Der Artikel ist für den Schreibwettbewerb im März entstanden und stellt ein Projekt aus der Blütezeit der US-amerikanischen Anarchismus vor. Er basiert auf einer umfassenden Sichtung der bestehenden Literatur zum Thema. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich viele Photos und Illustrationen im Netz ausfindig machen und auf Commons bereitstellen konnte, die auch verdeutlichen, inwiefern es sich beim Ferrer Center auch um ein ästhetisch-kreatives Vorhaben handelte. Polibil (Diskussion) 16:54, 3. Okt. 2026 (CEST)

Sehr schöner Artikel, meines Erachtens exzellent. Ein bisschen mehr hätte ich gern noch über die "ambivalente Bewertung" von Veysey gewusst. --Mautpreller (Diskussion) 11:03, 12. Okt. 2026 (CEST)
Danke! Ich habe versucht das nun knapp etwas zu präzisieren. --Polibil (Diskussion) 18:01, 13. Okt. 2026 (CEST)
Nicht ganz einfach fällt mir die Bewertung des Artikels. Vor allem zwei Kritikpunkte und zwei Anmerkungen habe ich:
Insgesamt ist der Artikel aus meiner Sicht trotz der drei Kritikpunkte ein überzeugender, sprachlich einwandfreier Text, sehr schön illustriert und durchgängig auf Fachliteratur gebaut und für mich ohne erkennbare Lücken. Insgesamt komme ich daher in meiner Bewertung auf ein knappes Exzellent. Grüße und Danke für die Mühen, --Arabsalam (Diskussion) 18:24, 13. Okt. 2026 (CEST)
Vielen Dank für die genaue Lektüre!
  • Wie würdest Du den Artikel dann nennen Ferrer Center und -Siedlung? Ganz elegant scheint mir das noch nicht, aber ich denke weiter drüber nach.
  • Es gibt noch einige zeitgenössische Rezeption, die würde aber aus meiner Sicht gegenüber den Zitaten im Text nicht viel neues bieten. Avrich & Veysey sind die einschlägigen Werke, weshalb ich sie im Rezeptionsabschnitt relativ prominent dargestellt habe.
  • In Bezug auf den Red Scare steht das meiste im Kapitel Ferrer_Center#Umzug_nach_Stelton. Ich habe unten noch einen Satz ergänzt, warum die Siedlung nicht gleichermaßen unter Beobachtung stand.
--Polibil (Diskussion) 19:48, 13. Okt. 2026 (CEST)
In Anlehnung an den zweite Satz des Intros würde ich das Lemma Ferrer Center und Colony o.ä. nennen. Bei unseren arabischen Kollegen lautet das Lemma in etwa Ferrer-Kolonie und Ferrer-Moderne-Schule. --Arabsalam (Diskussion) 20:36, 13. Okt. 2026 (CEST)
Ich habe nur die Sorge, dass das englische "Colony" im Deutschen eher missverständlich ist - es ist ja keine Kolonie, sondern eine Siedlung. Natürlich gibt es auch im Deutschen Kleingartenkolonien, aber an die denkt man wohl inzwischen eher weniger. --Polibil (Diskussion) 11:48, 17. Okt. 2026 (CEST)

6. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 16. Oktober/26. Oktober

Neubewertung Blauhai

Blauhai

Der Blauhai (Carcharhinus glaucus, Synonym: Prionace glauca) gehört innerhalb der Haie (Selachii) zur Familie der Requiemhaie (Carcharhinidae). Seinen Namen verdankt er der auffälligen dunkel- bis leuchtendblauen Färbung der Körperoberseite. Mit einer Körperlänge von meist etwa 2,5 bis 3 Metern und maximal rund 4 Metern gehört er zu den größeren Vertretern seiner Familie, charakteristisch sind sein sehr schlanker Körper und die langen, schmalen Brustflossen. […] Der Blauhai gehört zu den weltweit am häufigsten gefangenen und auch verarbeiteten Haiarten, wobei er auch in der EU ein wichtiger Speisefisch ist. Er wird sowohl gezielt befischt als auch in großer Zahl als Beifang vor allem der pelagischen Langleinenfischerei gefangen und wegen seines Fleisches und seiner Flossen kommerziell genutzt. Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) stuft ihn weltweit als „potenziell gefährdet“ (Near Threatened) ein, wobei einzelne regionale Populationen stärker bedroht sind als andere.

Ich schicke mal den Artikel zum Blauhai für eine Neubewertung ins Rennen. Der Artikel wurde 2006 in die lesenswerten Artikel aufgenommen, konnte jedoch wie etliche weitere die aktuellen Ansprüche an einen Lesenswerten Artikel und die Präsentation als solcher für die Hauptseite nicht mehr erfüllen (Danke @Püppen: für die Auswertung). Ich habe den Artikel entsprechend in einem intensiven Run über das letzte Wochenende massiv überarbeitet und ausgebaut und gehe davon aus, dass er mittlerweile zumindest den Lesenswert-Status wieder erfüllen sollte und evtl. auch eine Liga höher mitspielen kann. -- Achim Raschka (Diskussion) 07:52, 6. Okt. 2026 (CEST)

Nach den vielen Erweiterungen von Achim kann der Artikel mMn durchaus auf den Exzellent-Status aufgewertet werden. --Prianteltix (Diskussion) 14:39, 6. Okt. 2026 (CEST)
Diesem Votum schließe ich mich gerne an: Exzellent und werde den Artikel unmittelbar daran als Alternativvorschlag für den 13. Oktober 2026 vorschlagen.--Püppen (Diskussion) 21:47, 6. Okt. 2026 (CEST)
@Benutzer:Püppen: 13. Oktober 2026? Bis dahin ist die Kandidatur aber nicht durch. --Geher (Diskussion) 18:07, 7. Okt. 2026 (CEST)
Er gilt schon jetzt als lesenswert, darf also nach unseren Regularien durchaus präsentiert werden (er hat kein Kontra und keine Bausteine). Ich halte aber dennoch nichts davon, schließlich haben wir bereits für den 13. Oktober einen lesenswerten Artikel mit Datumsbezug (von Atomiccocktail). --4959204th User (Diskussion) 19:06, 7. Okt. 2026 (CEST)
@Püppen: eigentlich würde ich diese Wahl und ihre Auswertung gern erst abwarten - dann kann er gern mit neuen/aktualisiertem Bapperl genommen werden. Da gerade einige neue Exzellente Artikel hinzugekommen sind, sollte sich da ja was finden lassen. Ich habe mittlerweile mit dem Ausbau von Zitronenhai angefangen, das wird allerdings eher keine so schnelle Aktion. -- Achim Raschka (Diskussion) 19:15, 7. Okt. 2026 (CEST)
Stimmt, seit Kurzem gibt es 3 neue, exzellente.--Püppen (Diskussion) 19:37, 7. Okt. 2026 (CEST)
Mindestens Lesenswert. Werde die Tage einmal genauer drüberschauen und mein Votum vermutlich noch erhöhen. --4959204th User (Diskussion) 19:08, 7. Okt. 2026 (CEST)

11. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 21. Oktober/31. Oktober

Chrom(III)-oxid

Chrom(III)-oxid, Cr2O3, ist eine chemische Verbindung und eines von mehreren Oxiden des Chroms. Es ist eine dunkelgrüne, sehr harte und chemisch unreaktive Verbindung mit hohem Schmelzpunkt. Neben der wasserfreien Verbindung ist auch ein hellgrünes Dihydrat (Cr2O3 · 2 H2O) bekannt. Es wird vor allem als Pigment eingesetzt, daneben ist es Ausgangsstoff für die Herstellung von Chrom, wird als Schleif- und Poliermittel sowie für feuerfeste Werkstoffe und als Katalysator in verschiedenen chemischen Reaktionen verwendet.

Ich habe den Artikel über dieses grüne Pigment ausgebaut und möchte ihn nun hier kandidieren lassen. Als Hauptautor natürlich Neutral. Viele Grüße --Orci Disk 21:46, 11. Okt. 2026 (CEST)

Ich habe vier Anmerkungen zum Artikel.

1. In der Einleitung werden zwei Stoffe angesprochen, das wasserfreie Produkt und das Dihydrat, sie haben ja auch vieles gemeinsam. Im weiteren, und in der Info-Box ausschließlich, wird aber fast nur das wasserfreie erwähnt. Wenn das ein gemeinsamer Artikel sein soll, dann müssten z. B. die Eigenschaften beider Stoffe genannt werden, oder eben zwei Artikel. Vor Augen habe ich dabei das Calciumsulfat, ebenfalls mit wasserfrei und Dihydrat (und sogar noch einige mehr).

2. In der Info-Box steht als Kristallsystem „hexagonal“, weiter unten im Text „hexagonal rhomboedrisch“ und „trigonal“. Wer das kennt, weiß natürlich, dass trigonal eine Untermenge von hexagonal ist, nicht-kristallografisch Bewanderte könnte das irritieren, auch die Verlinkung ist nur begrenzt hilfreich. Vorschlag: Entweder etwas genauer (d.h. mit einem zusätzlichen Satz) eine kurze Erklärung einbauen oder eben nicht, dann aber auch nur einen der beiden Begriffe verwenden.

3. Das Bild in der Info-Box zeigt den Korund, erfährt man aber nur durch draufklicken. Klar, wenn das wasserfreie Chromdioxid in der Korundstruktur kristallisiert, kann das genommen werden. Ist das wirklich genau deckungsgleich? Worauf ich hinaus will: es fehlt eine Arbeit, in der die Kristallstruktur präsentiert wird. Die gibt es bestimmt, denn man kann die Kristallisation in der Korundstruktur nur behaupten, wenn sie durch Strukturanalyse auch bestimmt wurde. Für irgendeinen Stoff würde ich das nicht fordern, aber wenn dieser Artikel als vorbildlich, evtl. sogar exzellent, bezeichnet werden soll, gehört das mMn dazu. Die einzige zitierte Strukturarbeit ist die von Abdullah et al. („et al.“ reicht bei Zitationen, alles wird übersichtlicher), die aber die Korundstruktur für Chromdioxid voraussetzt und keinesfalls belegt, darin geht es eher um Nanopartikel.

4. Die Herstellungsbedingungen, unter denen die Reduktion mit Schwefel in „Gewinnung und Darstellung“ abläuft, wären interessant. Abwartend --Dioskorides (Diskussion) 22:30, 13. Okt. 2026 (CEST)

Danke für die Anmerkungen: zu 1.: ich habe ein bisschen was ergänzt, allerdings ist über das Dihydrat deutlich weniger bekannt als über die wasserfreie Verbindung (anders als z.B. bei Calciumsulfat). zu 2.: habe es auf hexagonal vereinheitlicht und bei "hexagonal rhomboedrisch" den ersten Teil entfernt und besser verlinkt, da sich das auf die Kristallform bezieht. zu 3.: ich habe Abdullah et al. durch ein besseres Paper zur Struktur ersetzt, dort steht auch explizit drin, dass es eine Korundstruktur ist. zu 4.: ein bisschen was ergänzt. Viele Grüße --Orci Disk 00:29, 14. Okt. 2026 (CEST)
Danke erstmal, ich halte die neue Strukturreferenz auch für besser. Den Rest werde ich mir noch intensiver durchlesen, ich tendiere zu lesenswert. --Dioskorides (Diskussion) 22:43, 14. Okt. 2026 (CEST)
Lassen sich die Reaktionsgleichungen noch etwas direkter den im Text erwähnten Reaktionen zuordnen, d.h. direkt nach der Erwähnung der Reaktion platzieren? Außerdem wundert mich das Angström, ist das nicht mittlerweile völlig veraltet? Schon vor vier Jahrzehnten wurde im atomaren Bereich mit pm gearbeitet, vgl. auch den Artikel zur entsprechenden Manganverbindung. --Dioskorides (Diskussion) 23:23, 16. Okt. 2026 (CEST)
Zu den Gleichungen: schwierig, ich würde die thematisch zusammenhängenden Absätze ungerne auseinanderreißen. In der Kristallographie wird bis heute fast immer Angström verwendet. Der Artikel zum Mangan(III)-oxid ist da auch ein schlechtes Beispiel. Im WP-Artikel stehen zwar pm-Angaben, in den angegebenen wiss. Quellen aber Angström-Werte. --Orci Disk 09:42, 17. Okt. 2026 (CEST)

12. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 22. Oktober/1. November

Diplom-Kriminologe

Diplom-Kriminologe bzw. Diplom-Kriminologin (Abk. Dipl.-Krim.) ist ein akademischer Grad, der in Deutschland an Hochschulabsolventen des an der Universität Hamburg von 1984 bis 2005 angebotenen postgradualen Diplomstudiengangs Aufbaustudium Kriminologie verliehen wurde. Es handelte sich um den bundesweit ersten eigenständigen akademischen Grad für Kriminologen. Diesen erwarb, wer, nachdem er alle vorgeschriebenen Leistungsnachweise erbracht hatte, eine sechsmonatige Diplomarbeit anfertigte und diese im Rahmen einer Disputation verteidigte.

Der zum akademischen Grad Diplom-Kriminologe hinführende Studiengang Aufbaustudium Kriminologie war forschungsorientiert und eröffnete seinen Absolventen den Zugang zur Promotion im Fach Kriminologie (Dr. phil.). Mit seiner sozialwissenschaftlichen Ausrichtung knüpfte das Studium an die Perspektiven der Kritischen Kriminologie an. Seit dem Jahr 2000 war es über das Institut für Kriminologische Sozialforschung institutionell am Fachbereich Sozialwissenschaften verankert.

Hinsichtlich Zugangsvoraussetzungen und Studiendauer (Regelstudienzeit: vier Semester) entsprach das Aufbaustudium Kriminologie heutigen konsekutiven Masterstudiengängen – mit dem Unterschied, dass für die Zulassung kein heutiger Bachelor, sondern ein abgeschlossenes Vollstudium aus der Zeit vor den Bolognareformen (Magister, Diplom, Staatsexamen) erforderlich war. Der Diplomstudiengang wurde im Zuge der Bolognareformen ab 2005 durch den ebenfalls forschungsorientierten Nachfolgestudiengang Master Internationale Kriminologie (Abschluss M.A., 120 ECTS) ersetzt.

Der Artikel ist ntürlich relativ kurz, aber ich habe ihn nach Erstellung immer weiter ausgebaut. Die im Artikel verlinkte Studien- und Prüfungsordnung habe ich - weil sie nicht einmal auf Archivseiten noch gefunden werden konnte - selbst gescannt und bei archive.org eingestellt. Es ist ein Stück deutscher Hochschulgeschichte des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Auch über das Prädikat "lesenswert" würde ich mich freuen. -- Torte825 (Diskussion) 12:43, 12. Okt. 2026 (CEST)


Stärken: Der Schreibstil ist sachlich, distanziert und präzise. Und grundsätzlich erscheint mir das Lemma recht vollständig abgearbeitet worden zu sein.

Schwächen: Gelegentliche Schachtelsätze (wie in der Einleitung von mir überarbeitet) hemmen den Lesefluss. Außerdem leidet der Artikel unter der „Absatzeritis“ (viele Kleinstabschnitte) und vermischt an mehreren Stellen die chronologische Entwicklung mit den formalen/technischen Strukturen des Studiengangs.

Das lässt sich sicherlich beheben, dann wäre ich auch geneigt den Artikel zu den lesenswerten anzuerkennen. ∎ Viele Grüße, Alabasterstein (Diskussion) 19:52, 12. Okt. 2026 (CEST)

Schachtelsätze sehe ich derzeit ehrlich gesagt keine mehr, vielleicht sehe ich als Hauptautor aber auch einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht. Welche Absätze hältst Du für zu kleinteilig? -- Torte825 (Diskussion) 19:58, 12. Okt. 2026 (CEST)
Also werde ich noch ausführlicher und konkreter:
(1) Stilistisch schlecht: im Abschnitt „Erwerb des Grades: rechtliche Voraussetzungen und Studienverlauf“ wird Diplom-Kriminologe viermal in dem kurzen Absatz verwendet. Hier kann man z.B. mit Grad oder Abschluss und anderen Formulierungen diese sprachliche Armut verbessern.
(2) Auch die Länge der Überschriften würde ich, da wo sie lang geraten sind, deutlich kürzen. Lange Überschriften stören mich und blähen nur das Inhaltsverzeichnis auf.
(3) In Diplom-Kriminologe#Zulassungsvoraussetzungen_und_Studienverlauf findet man sehr viele Schachtel- und Behördensätze. Schau einfach mal selbst drüber. Ich kann die nächsten Tage da auch gerne drüber schauen. Aber die alle aufzuzählen wäre hier verfehlt, da wir kein Review machen sondern eine Bewertung.
(4) Zu kleinteilig finde ich die Absätze „Historischer Vorläufer“, „Historischer Vorläufer“, „Karrierewege“ und „Institutionelle Verankerung und Nachfolgegrad“. Wie bzw. nach welchen Gesichtspunkten ich das gliedern würde habe ich bereits oben vorgeschlagen.
Ganz generell: die formalistische Sprache überwiegt hier halt schon sehr deutlich. Paragraphen zu erwähnen ist natürlich wichtig, aber warum muss man im Abschnitt zu den Rechtsgrundlagen in fünf Zeilen vier Mal den § 12 des Hochschulrahmengesetzes erwähnen (auch wenn in einem Mal Satz 1 und im anderen Satz 2 gemeint ist)? Das liest sich eben spröde. Bitte nicht falsch verstehen: der Text muss die fachliche Richtigkeit haben, aber er sollte sich eben im Rahmen des möglichen lebhaft lesen und nicht wie ein juristischer Kommentar. ∎ Viele Grüße, Alabasterstein (Diskussion) 20:29, 12. Okt. 2026 (CEST)
Was mir auch gerade einfällt: du schreibst selbst, das Lemma beschreibt ein Stück deutsche Hochschulgeschichte, und diese Ansicht teile ich unbedingt auch. Gerade deswegen wäre ein eigener Abschnitt Geschichte eben auch so wichtig und die aktuell im Artikel verstreuten historischen Daten würde ich da zusammenfassen. Wieso gab es diesen Studiengang nur in Hamburg? Warum gerade Hamburg und nicht München oder Berlin? Vielleicht kann man nicht alle Fragen beantworten, aber etwas mehr historischen Hintergrund, sofern man das recherchieren kann, fände ich spannend. Und mit einem guten Geschichtsabschnitt würde sich der Artikel (wenn auch die sprachlichen Dinge bereinigt sind) dann auch schon in Richtung Exzellenz bewegen können. ∎ Viele Grüße, Alabasterstein (Diskussion) 20:43, 12. Okt. 2026 (CEST)


Interessantes und lustiges Thema. Mir fehlt aber noch einiges: Wer waren die Lehrkräfte? Internationaler Vergleich: https://www.unil.ch/unil/en/home/menuinst/universite/histoire/fdca/institut-de-police-scientifique-et-de-criminologie.html In Ulm und um Ulm herum wurde 1979 beschlossen, ebenfalls einen Studiengang einzurichten, kam der dann nach Hamburg? http://dx.doi.org/10.18725/OPARU-3128 (sau-lustiges Papier, am Ende die Materialkostenaufstellung, historisch voll interessant) Warum wollte man den Studiengang?, an Praktiker war wohl von Anfang an nicht gedacht, Insgesamt etwas mager und, da du dort selbst studiert hast (vielleicht auch im positiven Sinne voreingenommen), vielleicht schaffst du noch etwas Distanz? --~2026-54842-83 (Diskussion) 21:09, 12. Okt. 2026 (CEST)

Die Lehrkräfte werden im Artikel Institut für Kriminologische Sozialforschung ausführlich thematisiert. Dort steht auch ziemlich viel zur Geschichte drumrum (@Alabasterstein). Idealerweise sollten die beiden Artikel ein "Gesamtpaket" bilden. Ich möchte hier allerdings nicht zu viel doppelt moppeln, deshalb steht über Lehrkräfte usw. in diesem Artikel nichts, aber alles steht im Nachbarartikel. -- Torte825 (Diskussion) 21:16, 12. Okt. 2026 (CEST)
Auf den Artikel zum Institut bin ich nicht gestoßen. Da du hier diesen Artikel zur Wahl stellst und nicht das „Gesamtpaket“ kann der Geschichtsteil dort leider auch nicht zur Bewertung hier heran gezogen werden. Davon abgesehen gibt es abgesehen von natürlich einigen überschneidenden Themen, die für beide Lemmata gelten, sicher institutshistorische und studiengangshistorische Betrachtungen, insofern befürchte ich da nicht so viel Redundanzen. Insofern ist das Fehlen des Geschichtsabschnitt schon ein stichhaltiges Manko. ∎ Viele Grüße, Alabasterstein (Diskussion) 22:27, 12. Okt. 2026 (CEST)
Ja. Ich habe einen kurzen Abschnitt ergänzt und auch Infos zum Lehrpersonal hinzugefügt. -- Torte825 (Diskussion) 23:02, 12. Okt. 2026 (CEST)
In meinen Augen ist der Artikel zum aktuellen Zeitpunkt durchaus Lesenswert. Das Thema ist tatsächlich interessant und ich kann mich nicht erinnern, dass wir schonmal etwas thematisch Vergleichbares ausgezeichnet haben. Ich bin in der Einleitung über den konsekutiven Masterstudiengang gestolpert da ich mit dem Begriff nichts anfangen konnte - laut unserem Artikel ist es „ein Studiengang in einer direkten Aufeinanderfolge“ und somit scheint es mir nur bedingt vergleichbar, da der hier beschrieben Studiengang ja ausdrücklich interdisziplinär war und Absolventen verschiedener Fächer aufnahm. Formal stört mich zudem die uneingeleitete Aufzählung in „Bekannte Diplom-Kriminologen“ - imho ersetzt eine Überschrift nie einen Einführungssatz, auch wenn sie in der Aussage klar ist. Als Laie kann ich die weiteren Inhalte auf juristische / historische Korrektheit nicht bewerten. -- Achim Raschka (Diskussion) 10:36, 13. Okt. 2026 (CEST)
Der Vergleich mit konsekutiven Masterstudiengängen soll vor allem Orientierung bieten. Ich denke, jüngere Leser (unter 40) können schon jetzt nichts mehr mit Diplomabschlüssen, Aufbaustudiengängen und anderen Dingen aus der Zeit vor Bologna anfangen. Darüber hinaus wurde der Studiengang ja im Jahr 2005 durch einen Nachfolgestudiengang (einen interdisziplinären konsekutiven Master) ersetzt, was den Zusammenhang vielleicht noch deutlicher macht. -- Torte825 (Diskussion) 10:44, 13. Okt. 2026 (CEST)
Danke für den interessanten Text der Universität Ulm. Davon höre ich tatsächlich zum ersten Mal. Nein, der Ulmer Studiengang wurde nicht nach Hamburg verlegt. Die beiden Studiengänge verfolgten ja ganz unterschiedliche Ansätze. Der Ulmer Studiengang wäre eine Art "Führungskräftekaderschmiede" geworden, schon wegen der Studieninhalte. Der Hamburger Studiengang holte sich seine Inspiration eher aus der Kritischen Kriminologie. Also einmal wäre es eher ein staatsnaher Studiengang geworden, der Hamburger Studiengang wurde dann eher staatskritisch. Es sind aber trotzem eine ganze Reihe von Führungskräften (JVA-Leitungen, Professoren usw) aus dem Hamburger Modell hervorgegangen. -- Torte825 (Diskussion) 14:48, 13. Okt. 2026 (CEST)

Nach meiner Meinung sind die Kriterien für eine Lesenswert-Auszeichnung erfüllt. --Jürgen Oetting (Diskussion) 12:30, 13. Okt. 2026 (CEST)

Lesenswert Danke für die Überarbeitung. Dadurch hat der Artikel enorm an Übersichtlichkeit und Nachvollziehbarkeit gewonnen. So auf jeden Fall lesenswert. ∎ Viele Grüße, Alabasterstein (Diskussion) 14:44, 13. Okt. 2026 (CEST)

Ich schließe mich, Lesenswert ist der Artikel in jedem Falle; ein guter Artikel. Louis Wu (Diskussion) 20:38, 13. Okt. 2026 (CEST)

Ich habe die Sprache (hoffe ich) geglättet und den Abschnitt zur (Vor-)Geschichte des Studiengangs weiter ausgebaut. -- Torte825 (Diskussion) 17:45, 14. Okt. 2026 (CEST)

Lesenswert Mich würde noch interessieren, ob alle Veranstaltungen von allen absolviert werden mussten, ober ob Studenten mit gewissen Studienabschlüssen sich z. B. Statistik oder Strafrecht sparen konnten, wenn sie diese Fächer vorher belegt hatten (Anrechenbarkeit).--Pistazienfresser (Diskussion) 15:03, 15. Okt. 2026 (CEST)

Es war ja noch ein Diplomstudiengang, was bedeutete: "alles konnte, nichts musste". Klugerweise hat man damals als Jurist natürlich hauptsächlich Statistik, Soziologie usw. getrieben und als Nichtjurist die Veranstaltungen zum Strafrecht belegt. --Torte825 (Diskussion) 15:19, 15. Okt. 2026 (CEST)
Nochmal speziell zur Frage der Anrechenbarkeit: nein, anrechenbar war lediglich das freiwillige Praktikum während des Studiums. Das konnte zwei Scheine ersetzen. Aber ansonsten mussten alle Studenten sieben Scheine machen. Soziologen haben sich dann wahrscheinlich die Statistik geschenkt, aber sieben Scheine mussten sie trotzdem machen. -- Torte825 (Diskussion) 15:31, 15. Okt. 2026 (CEST)

Lesenswert Ein schöner, informativer Artikel. --Dioskorides (Diskussion) 23:38, 16. Okt. 2026 (CEST)

15. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 25. Oktober/4. November

Uferjäger

Die Uferjäger oder Floßspinnen (Dolomedes) sind eine 102 Arten umfassende Gattung innerhalb der Familie der Fischerspinnen (Dolomedidae), die zur Ordnung der Webspinnen zählt. Die Gattung ist fast weltweit verbreitet und ihre Arten bewohnen bevorzugt Gewässer. In Mitteleuropa sind die Uferjäger mit zwei Arten, der Gerandeten (D. fimbriatus) und der Großen Jagdspinne (D. plantarius), vertreten. Beide Arten zählen zu den größten dort natürlich vorkommenden Spinnen.

Uferjäger sind mittel- bis sehr große Spinnen mit einer semiaquatischen (sowohl an Land als auch unter Wasser) Lebensweise. Sie sind in der Lage, sich auf der Wasseroberfläche anfzuhalten und fortzubewegen als auch unter Wasser zu tauchen und dort für Längere Zeit zu verweilen. Diese Biologie wird ihnen durch spezielle Setae (chitinisierte Haare) ermöglicht, die den Uferjägern einen Auftrieb auf der Wasseroberfläche verleihen. Gleichzeitig können mithilfe einzelner Setae Luftvorräte gespeichert werden und dieser in Form einer physikalischen Kieme die Spinnen unter Wasser mit Luft versorgen.

Das Wasser wird von den Uferjägern auch als häufiger Jagdgrund genutzt und sie erbeuten andere Gliederfüßer und größere Exemplare auch kleinere Wirbeltiere. Der Paarung geht ein für die Überfamilie der Lycosoidea typisch ausgeprägtes Balzverhalten voraus und das Weibchen betreibt eine intensive Brutpflege, indem es seinen Eikokon und seine Nachkommen für einige Zeit bewacht, ehe diese selbstständig über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heranwachsen.

Ein Kandidaturversuch wurde hier bereits vor ein paar Jahren durchgeführt. Nach einigen Anpassungen und Erweiterungen sowohl von mir als auch von anderen Stelle ich den Artikel erneut zur Wahl auf. --Prianteltix (Diskussion) 13:42, 15. Okt. 2026 (CEST)

17. Oktober

Diese Kandidaturen laufen mindestens bis zum 27. Oktober/6. November

Elmstein

Elmstein ist die am weitesten westlich gelegene Ortsgemeinde im pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim und in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie gehört der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz) an, innerhalb derer sie gemessen an der Fläche die größte und gemessen an der Einwohnerzahl die zweitgrößte Ortsgemeinde ist. Ihrer Fläche nach ist sie nach Bad Dürkheim die zweitgrößte Ortsgemeinde des Landkreises.

Den Artikel habe ich seit der letzten Kandidatur noch einmal ins Review geschickt und grundlegend überarbeitet. Als Hauptauto Neutral AF666 (Diskussion) 00:09, 17. Okt. 2026 (CEST)

Friedrich Wilhelm Bessel

Friedrich Wilhelm Bessel war einer der produktivsten Astronomen des 19. Jahrhunderts, der sich auch mit Leistungen zur Mathematik, Physik und Geodäsie verdient machte. Außerhalb seiner Fachgebiete ist er weniger bekannt.

Der Artikel deckt sämtliche in der Literatur zu Bessel behandelten Aspekte ab und hat das Review durchlaufen. Als gegenwärtiger Hauptautor bleibe ich Neutral. --Dioskorides (Diskussion) 00:17, 17. Okt. 2026 (CEST)

Nicht nur ich halte Bessel für den bedeutendsten Astronomen des 19. Jahrhunderts (und darüber hinaus), freue mich sehr über einen so ausführlichen und gründlich recherchierten Wikipedia-Artikel über ihn und empfinde diesen schon länger als Exzellent sowie als sehr nutzwertig. Hoffentlich trägt der Wikipedia-Artikel über ihn auch dazu bei, dass er beispielsweise in zukünftigen Alexander-von-Humboldt-Biographien endlich einmal angemessen gewürdigt wird und dass er "außerhalb seiner Fachgebiete" besser bekannt wird. --Bautsch 10:12, 17. Okt. 2026 (CEST)

Malcolm X

Malcolm X [ˌmælkəm ˈɛks] (* 19. Mai 1925 als Malcolm Little in Omaha, Nebraska; nach seiner Pilgerfahrt nach Mekka 1964 El Hajj Malik el-Shabazz; † 21. Februar 1965 in Washington Heights) war ein US-amerikanischer Menschenrechtler und eine der Schlüsselpersonen der Bürgerrechtsbewegung.

Nach etwa einem halben Jahr an Recherche und einem ergebnisreichen Review (Danke an Benutzer:Arabsalam, Benutzer:PaFra, Benutzer:SimchaAzad und Benutzer:Yeti-Hunter!) stelle ich den Artikel nun hier vor. Genutzt habe ich vor allem die Biographien von Waldschmidt-Nelson und der Paynes. Die Autobiographie hatte ich ein Jahr davor gelesen.--IER (Diskussion) 12:49, 17. Okt. 2026 (CEST)

Exzellent. Wie schon im Review erklärt und seitdem hat der Artikel nochmal an Qualität gewonnen. Als Bewunderer von Malcolm X freut es mich insbesondere, dass du dieses Lemma schaufensterreif geschrieben hast. Schön, dass du Schwung in den Bereich amerikanische Bürgerrechtsbewegung bringst, wo inhaltlich jahrelang so gut wie nichts passiert ist. Grüße --Arabsalam (Diskussion) 14:15, 17. Okt. 2026 (CEST)
Exzellent Sehr schöner Artikel, der die Auszeichnung verdient. Man kann sich noch überlegen, ob das genealogische Zeichen † hier passend ist, aber das überlasse ich dem Hauptautor.--PaFra (Diskussion) 15:10, 17. Okt. 2026 (CEST)