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Die Beyer von Boppard (auch Bayer von Boppard) waren ein ursprünglich in Boppard beheimatetes Adelsgeschlecht, das als Reichsschultheißen und später als Erbburggrafen des Bopparder Königshauses hervortrat. Sie pflegten enge Verbindungen zum Benediktinerinnenkloster Marienberg, wo mehrere weibliche Familienangehörige Nonnen waren und sich zugleich die Grablege der Familie befand. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts verlagerte sich ihr Wirkungskreis in das Herzogtum Lothringen, wobei zwei Familienmitglieder sogar das Bistum Metz als Bischöfe leiteten.
Ich möchte diesen Artikel zum Review geben, da dieser nun schon eine gewisse Länge hat und ich bisher fast alleine daran gearbeitet habe. Besonders schwer tue ich mir hier mit der Schreibweise der Namen. Da das Adelsgeschlecht im Grenzgebiet zwischen dem heiligen Römischen Reich und Lothringen beheimatet war gibt es deutsche und französische Literatur, in denen sich die Namen meist unterscheiden. Und teilweise findet man auch noch Literatur mit den lateinischen Namen.
Vielleicht verliert sich der Artikel auch häufig in Details, so dass der Blick auf das Wesentliche vielleicht verloren geht. Ich glaube, in dem Punkt bin ich gerade Betriebsblind. Ich würde mich freuen, wenn Ihr den Artikel einmal gegenlest. Viele Grüße --Christian1985(Disk) 18:39, 15. Apr. 2026 (CEST)
Lieber @Christian1985, Du hast es schon geahnt... der Artikel ist sehr umfassend und ich sehe, wie viel Arbeit darin steckt, allerdings hat er das Problem, das in der Landesgeschichte leider häufig vorkommt: Es fehlt die Dosierung! Die Auflistung praktisch aller Generationen unter Genealogische Entwicklung ist so umfassend (es wären bald 20 Seiten Text), dass sie eher einen Aufsatz in einer landesgeschichtlichen Zeitschrift hergeben würde. Ich übertreibe natürlich - und nicht, dass wir uns falsch verstehen, das ist umfangreich gesammelt, gut belegt und gefällig geschrieben - aber ist es relevant? Für die Familie? Eher nicht.
Beispiele:
"Philipp Beyer von Boppard war von 1354 bis 1365 Geistlicher in der Reichsabtei St. Maximin in Trier." - ein Ein-Satz-Absatz, Informationsgehalt fraglich.
"Am 20. April 1483 leisteten Johann und sein Onkel Rudolf Beyer von Boppard vor dem Erzbischof von Trier im Auftrag Kaiser Friedrichs III. gemeinsam den Lehnseid für ihre Afterlehen in Lösnich, Klüsserath, Thörnich und Köwerich, die sie von den Vögten von Hunolstein zu Lehen trugen." - welche Relevanz hat das, außer, dass zwei Kerle aus der Familie wieder einmal Trierer Lehnsleute werden - wie andere davor und danach. Diese Informationen kann man in einer Synthese von einem guten halben Dutzend Absätzen zusammenfassen.
"Verheiratet war er mit Jeanne de Lénoncourt, der Tochter von Jean de Lénoncourt und Lise von Chambley." - OK... und warum ist das wichtig? Wenn es nicht weiter wichtig für die Entwicklung der Familie ist, kann es raus.
Es betrifft aber, wie gesagt, nicht nur einzelne Sätze, sondern ganze Absätze, die aus meiner Sicht vollkommen überflüssig sind oder zusammengefasst werden können. Was ist also relevant: Gesamtumfang, Entwicklung, besondere Vorkommnisse, Untergang. Das wäre eine immense Kürzung und würde dem Artikel insgesamt guttun. Für die Gesamtgenealogie kann man bestimmt einen Stammbaum basteln, der sich dann hier gut machen würde.
Eine Idee zur Weiterarbeit könnte sein, Dinge in Einzelartikel auszulagern, z. B. der Teil zur Grablege im Kloster Marienberg:
Die Auflösung der Grabumschrift + ANNO • DOMINI Mº • CCCLV / IN • DIE • B(EA)TI • IOH(ANN)IS • EW(ANGELISTE) / OBIIT • STRENVVS • VIR • D(OMI)N(V)S • HENRI/CUS • DICTUS • BEYER • DE • BOPARDIA • / MILES • CUIUS • ANIMA • REQVIESCAT • IN • PACE • AMEN • finde ich ich sensationell gut, aber das gehört natürlich nicht in den Familienartikel. Das könnte man auslagern, damit es nicht verloren geht, entweder in den Marienberg-Artikel oder in einen Artikel zum gestrengen Heinrich IV., den es, wenn ich es richtig überblicke, noch nicht gibt. Also hier raus und woanders rein damit. Grablege Marienberg könnte damit auf zwei kleine Abätze eingedampft werden. Allein Genealogie sind ~45.000 Zeichen. Das sollte man aus meiner Sicht um 70% kürzen und sehr deutlich auf das Wesentliche zusammenfassen. Man mag mir beim Umfang widersprechen, aber ich halte dafür, dass dies z. B. einer Auszeichnung im Wege stünde.
Darüber hinaus sind einzelne Absätze unbelegt ("Feindliche Brüder") oder nicht ganz klar, worauf der Sammelbeleg einen Absatz später zielt. Da könnte man nacharbeiten.
Was deine Frage zur Benamung der Personen betrifft, rate ich Dir, dich einfach an die Literatur zu halten. Ich habe jetzt nicht jedem Namen geprüft, aber das sieht so ganz gut aus. Vornamen kann man wohl alle bei Bedarf sicher übersetzen, aber wenn es keine deutsche Entsprechung für Bei- oder Ortsnamen gibt, dann gibt es keine; wir dürfen für WP jedenfalls keine Namen bzw. Namenskombinationen neu erfinden oder prägen. Vielen Dank für die mühevolle Arbeit und Grüße --Sebastiano Mugnaio (Diskussion) 10:38, 12. Aug. 2026 (CEST)
Ich schließe mich erstmal Sebastiano an: hier steckt viel Arbeit in einem Artikel, der als nächstes eine für den fast alleinigen Autor wahrscheinlich schmerzhafte, weil sehr starke Kürzung dringend nötig hat. Mit 121 kB ist der Artikel länger, als unsere Artikel über die Karolinger, die Liudolfinger, die Staufer und das Haus Luxemburg zusammen. Alle fünf sind mittelalterliche Adelsgeschlechter, über die man viel schreiben kann, aber nur den vier letztgenannten Artikeln würde ich Stand heute bescheinigen, dass sie das vorhandene (publizierte) Wissen über das jeweilige Adelsgeschlecht in knapper Form zusammenfassen.
Eine bestimmte Zeichenzahl kann ich auch nicht nennen; mit Blick auf die jeweilige Relevanz sollte aber am Ende unser Artikel "Beyer von Boppard" nicht länger, sondern deutlich kürzer sein als die anderen genannten Artikel. Eine Hilfe kann sein, dass man sich (wie Du es ja schon getan hast, als Du die Einleitung formuliert hast) zunächst überlegt, was den Artikelgegenstand relevant macht und welche Aussagen für die Leserschaft am wichtigsten sind, und dann alles kürzt, was weder direkt noch indirekt dazu beiträgt, diese Punkte plausibel und/oder verständlich zu machen.
Da der Artikel deutlich erkennbar originäre Forschungsleistung enthält (die Interpretation von Inschriften, die Sebastiano schon erwähnt hat, ist ein Beispiel), wäre mein Vorschlag eher, den Artikel andernorts zu publizieren (z.B. in einer regionalgeschichtlichen Zeitschrift) und diese Publikation dann als Beleg für den Artikel hierzuwiki zu verwenden. Vorsichtig wäre ich übrigens unabhängig von Publikationsort mit Deutungen wie "Versorgung" als Motiv für den Klostereintritt: ist das gesichertes Wissen oder nur (wie leider oft) eine unbelegte Vermutung, die durch die Häufigkeit der Formulierung nur nicht so auffällt?
Für's Protokoll: Die Auflösung der Grabinschrift ist sauber belegt durch Tobias Kunz Bildwerke nördlich der Alpen. 1050 bis 1380., allerdings ist es ein Detail, das nicht in den Familienartikel passt. Der Hilfswissenschaftler in mir feiert die Umschrift, da man so auch mal in WP zeigen kann, wie das enzyklopädisch relevant ordentlich gemacht wird - es muss aber in den Artikel der Kirche oder den noch zu Schreibenden des Herrn Heinrich. Was weitere Auslegungen betrifft, die in Richtung forschende Interpretation gehen, bin ich nicht in der Materie, aber @CRolker hat natürlich recht, das muss man alles sehr genau prüfen. Grüße --Sebastiano Mugnaio (Diskussion) 15:48, 12. Aug. 2026 (CEST)
Danke, das ist aus dem Einzelnachweis nicht sofort ersichtlich, aber in der Tat sind Transkription und Übersetzung letztlich dem Buch von Tobias Kunz entnommen und damit auf keinen Fall Theoriefindung.
Der Grundwissenschaftler in mir freut sich übrigens auch über Vielesim Artikel, das meine ich ernst, nur wurde er vom Wikipedianer in mir deutlich überstimmt, als ich über den angemessenen Detailgrad nachgedacht habe.
Ich schließe mich der geäußerten Kritik an. Selbst für mich als Genealogiefan war der genealogische Abschnitt so ermüdend zu lesen, dass ich es nicht durchgeschafft habe. Ich würde vorschlagen, den Artikel zu kürzen, aber vielleicht nicht in selbem Maße wie oben vorgeschlagen, sondern den Text in eine "erweiterte" Stammliste auszulagern. Wir haben schließlich die tolle Vorlage:Stammbaumliste. Mit dieser könnte man die genealogischen Zusammenhänge deutlich übersichtlicher darstellen, eine Menge Text bei gleichem Informationsgehalt sparen und was relevant ist als Fließtext in der Liste ergänzen, also in der Form: Konrad LXI. (* 32. Drölfzember 14keks in Blabla; † 0. Maipril 15blumenkohl ebenda) ∞ Kunigunde von Sonstwo, Tochter von Hans von Sonstwo und Kunigunde von Ganzwoanders; Konrad LXI. tat Dinge, die hier in drei Zeilen erklärt werden. Ohnehin liest sich der Abschnitt ja jetzt schon eher wie eine Biografiensammlung als wie eine Darstellung der Geschichte der Familie selbst. Diese würde ich aus dem Kapitel "Überblick" entwickeln, das derzeit etwas redundant darsteht und zudem komischerweise mit dem Höhepunkt am Mittelrein anstatt der Anfänge beginnt. Aber mein größtes Lob für den Arbeitseinsatz. --Kenneth Wehr (Diskussion) 12:26, 18. Sep. 2026 (CEST)
Hallo, danke für Eure Rückmeldungen. Ich bin nun wie vorgeschlagen hingegangen und habe den Text noch deutlich erweitert an anderer Stelle veröffentlicht mit dem Ziel die verstreuten Informationen zu den Beyer von Boppard zu sammeln. https://zenodo.org/records/23122358 Gerne können wir den hiesigen Text deutlich kürzen, oder auch einzelne Artikel auslagern, falls dies sinnvoll erscheint.--Christian1985(Disk) 16:20, 16. Okt. 2026 (CEST)
Die Altalena transportierte Waffen und Irgunanhänger 1948 nach Israel und wurde in Tel Aviv von israelischen Streitkräften versenkt. Während der Geschehnisse befand sich Israel am Rande eines Bürger- oder Bruderkrieges. Juden schossen auf Juden. Das Geschehnis wird kaum mehr beachtet und so wurde von anderen Autoren nur mehr wenig am Artikel gefeilt. Das Review soll zur Verbesserung dienen, um den Artikel dann als Kandidaten für "lesenswert" einzustellen.--5gloggerDisk 08:24, 26. Aug. 2026 (CEST)
Hallo 5glogger, spannendes Thema, von der Altalena und den Vorgängen hatte ich noch nichts gehört. Insofern kann ich inhaltlich nicht sagen, ob etwas fehlt. Der Text wirkte mir beim Lesen erzählend-lang, ich will ihn aber lieber noch einmal lesen, ob der Eindruck bei mir so bleibt. Ein paar Kommentare aber schonmal:
Ich fände das Lemma Altalena-Affäre passender, abgesehen von der Infobox behandelt der Artikel ja im Grunde das Schiff kaum selbstständig (es wird im Text einfach als "ein Landungsbott der US-Streitkräfte" bezeichnet; Bau etc. wird nur in der Box beschrieben/erwähnt), die einzige Überschrift ist schlicht "Altalena-Affäre". Textlich müsste dafür eigentlich nur die Einleitung ein wenig umgestellt werden.
Einleitung:
"danach IDF" klingt so, als würde die Hagana durch die Altalena-Affäre zur IDF, da die IDF gar nicht Thema des Aritkels ist, könnte man die Klammer vielleicht auch rausnehmen.
"Mit Jitzchak Rabin als zufälligem lokalem Truppenführer der Palmach waren ein regierender und zwei künftige Ministerpräsidenten sowie zahlreiche spätere politische Schwergewichte Israels in den Vorgang verwickelt." zufälliger Truppenführer, weil es Zufall ist, dass er dort Truppenführer war? Das Wort "zufällig" hilft hier finde ich nicht. Würde hier entweder Ben Gurion und Begin nochmal nennen oder "waren somit" schreiben, sonst klingt es mir grammatisch so, dass Jitchak Rabin Truppenführer, zwei künftige Ministerpräsidenten und zahlreiche spätere politische Schwergewichte war
Im Abschnitt Aufarbeitung und Auswirkung auf die Politik fehlt mir die Info, wann das Mahnmal am Strand in Tel Aviv aufgestellt wurde, das ja offener im öffentlichem Raum sichtbar ist; beim letzten Bild würde ich dazuschreiben, dass das das im Text erwähnte Manhmal auf dem Friedhof ist (das habe ich nur durch den in der letzten Fußnote verlinkten Artikel verstanden)
Schöner Artikel. Beim Lemma stimme ich zu: Im Artikel wird hauptsächlich die Affäre beschrieben, die Geschichte des Schiffs als Schiff wäre sehr schnell zu Ende erzählt, die politischen Implikationen spielen für das Schiffsleben gar keine Rolle, eher dann analog zu St. Louis und Irrfahrt der St. Louis oder auch La-Spezia-Affäre aufbauen. Ggf. sollte man also auf Altalena-Affäre umsatteln und zwei Artikel daraus machen. Eine redaktionelle Kleinigkeit noch: Ein paarmal steht ein "[...], und" - d.h. mit Komma davor. Das sollte jeweils noch einmal geprüft werden, ob es richtig oder angebracht ist. Grüße --Sebastiano Mugnaio (Diskussion) 13:31, 26. Aug. 2026 (CEST)
Danke für Eure Anregungen. Ich habe den Artikel umbenannt und das meiste berücksichtigt. Wann das Mahnmal am Strand errichtet wurde, konnte ich nicht herausfinden und bei den Kommataregeln bin ich nicht ganz sattelfest. Vielleicht findet sich jemand... Schon im Voraus vielen Dank dafür.--5gloggerDisk 07:56, 27. Aug. 2026 (CEST)
Hallo, ich habe mich gerade kurz bei dem Thema verloren, v.a. bei Haaretz dank Wikipedia-Library-Zugang. Daher noch ein paar Anmerkungen, mit denen die bis heute andauernde Präsenz der Geschichte dargestellt werden kann. Die Altalena wurde kürzlich offenbar nicht zufällig gefunden, bei der Jüdischen Allgemeine schrieb dazu zum Beispiel: „Im August 2025 hatte der öffentlich-rechtliche Sender Kan erstmals berichtet, dass Eliyahu in einer Regierungssitzung bekannt gegeben hatte, sein Ministerium prüfe die Möglichkeiten zur Lokalisierung des Schiffes. Es hieß, dass eine Million Schekel dafür investiert worden sei. Justizminister Yariv Levin erklärte in derselben Sitzung, »die ›Altalena‹ muss zu einem Denkmal und Symbol für den Heldenmut der Revisionisten« gemacht werden.“ Demnach könnte man die Erwähnung der Wiederauffindung (ein wenig ausbauen und) zur "Aufarbeitung" schieben. Schon 2025 bei in einem Artikel von Haaretz mit folgender Passage: „Each year, Prime Minister Benjamin Netanyahu repeats the false claim that had the weapons aboard the Altalena not been sunk, "it's very possible that the War of Independence would have ended sooner and under much better terms." This, despite the well-documented fact that most of the weapons aboard were eventually transferred to the IDF.“ Offenbar war die Suche nach dem Schiff auch schon früher ein Thema (wieder Haaretz).
Ein erstes Mahnmal am Strand wurde laut Haaretz offenbar schon 1998 eingeweiht, als erstes (wann?) gab es demnmach aber ein Monument auf dem Friedhof. Spannend und erwähnenswert: Beim im Artikel dargestellten Gedenkstein am Strand werden nur 16 Namen genannt (auf Englisch gar keine), also nur die Opfer der Irgun, nicht die drei Soldaten der IDF, offenbar ist das öfter die Darstellung. Bebildert ist der Artikel aber mit einer „blauen“ Version des Denkmals mit zumindest anderer Ausrichtung als das im Artikel abgebildete, das so aussieht wie das auf dem in der hebräischen Wikipedia und hier verlinkte Bild vom Friedhof, laut Bildunterschrift der hebräischen Wikipedia das alte Monument vom Friedhof. Zum 2016er Mahmnal auf dem Friedhof: Hier könnte noch eine Beschreibung dazukommen (Haaretz zur Einweihung) inklusive Erwähnung des kurzen hebräischen Zitats auf dem Mahnmal (Milchama achim le‘olam lo/„A war of brothers – never“, auf Deutsch fällt mir spontan keine gute Entsprechung ein) – offenbar ein Ausspruch Begins zum von Dir genannten „Bruderkrieg“, der zwar in der Einführung genannt wird, aber kaum im Artikel ausgeführt wird. --SimchaAzad (Diskussion) 11:31, 28. Aug. 2026 (CEST)
Kurzer Nachtrag: Haben den Text nochmal gelesen, die Aussage oben, dass er mir (zu) lang wirkt, ziehe ich zurück:) Kurze Kommentare:
In der Einleitung: "Ben Gurion, der von einem Putschversuch sprach, konnte in der Gründungsphase Israels die Staatsmacht und damit seine Position festigen; wenig später löste er die linke Palmach und die rechte Lechi auf." halte ich nicht für direkt relevant für das Lemma. Wichtiger fände ich in der Einleitung zu schreiben, dass das Thema heute noch umstritten ist.
Mordfall Chaim Asrolosoroff – zwischen zwei Kommata beschreiben. Die „Jagdsaison“ bleibt mir im Artikel auch kryptisch.
Jerusalem Bataillon: entweder Jerusalem-Bataillon Durchkopplung, Jerusalemer Bataillon oder Jerusalem Bataillon - kenne die Gepflogenheiten nicht.
Dan Even forderte die Irgun ultimativ auf – setzte ihnen ein Ultimatum? „ultimativ“ als Adverb finde ich hier (im Deutschen) nicht passend.
Erst mal vielen, vielen Dank. In dem Thema kann man sich wirktlich verlieren und ich bin begeistert von den Haaretz-Bildern und -Artikeln. Dass die Affäre durch den Fund und die Instrumentaliesierung (wieder) so aktuell geworden ist, hatte ich (in bei meinem rückwärts gewandten Geschichtsinteresse) nicht bemerkt. Das muss ich erst einmal sichten und tiefer recherchieren. --5gloggerDisk 06:52, 29. Aug. 2026 (CEST)
Die Wiederentdeckung des versunkenen Schiffs habe ich zu den Nachwirkungen verschoben und die Instrumentalisierungsdiskussion Wahlkampf 2026 mit aufgenommen. Das Thema scheint im Wahlkampf wieder etwas abgekühlt zu sein. --5gloggerDisk 07:29, 15. Sep. 2026 (CEST)
Nochmal was anderes, habe kürzlich diesen Podcast gehört, dort sagt der Host, der Begriff "Altalena moment" sei lexikalisch geworden, "An “Altalena moment” is basically when you take on your rivals within your group who threaten sovereignty." Er nennt dann ein paar Beispiel, wo man den Begriff nutzen würde. Das fand ich spannend, weil es die Verankerung des historischen Vorgangs im kollektiven Gedächtnis darstellt. Auf die Schnelle habe ich allerdings dazu nichts wissenschaftliches gefunden, dass das so darlegt, nur bei google verschiedene Stelle, wo der Begriff Altalena moment (auf Englisch) benutzt wird als Chiffre. Vielleicht kam es bei Deiner Lektüre irgendwo vor?--SimchaAzad (Diskussion) 09:25, 28. Okt. 2026 (CET)
Henriette Zobel, geschiedene Krähe (geboren am 23. Februar 1813 in Oberrad bei Frankfurt am Main als Maria Margaretha Heinrietta Pfaff (oder Paff); gestorben nach dem 20. Januar 1865), war eine hessische Bürgerin, die in die Ermordung der Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung Hans von Auerswald und Felix von Lichnowsky am 18. September 1848 involviert war. Trotz schwacher Beweise wurde sie 1853 wegen „Theilnahme an einem Complott“, „Anstiftung und Rädelsführung“ und „Betheiligung an der Misshandlung und Tödtung des Generals von Auerswald“ zu 16 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Diesen Artikel habe ich vor mehr als zwei Jahren geschrieben. Ich würde ihn gerne bei WP:KALP vorschlagen und bitte um ein Review. Zobels Geschichte halte ich für recht interessant, um sie verständlich zu machen, muss allerdings ausgeholt werden. Wie ist die Reaktion darauf? -- Leserättin (Diskussion) 18:31, 26. Aug. 2026 (CEST)
Das ist ein schöner, im wahrsten Sinne des Wortes lesenswerter Artikel, der ein interessantes Schlaglicht auf eine Episode der deutschen Geschichte wirft und diese in angemessener Länge kontextualisiert. Meine Anmerkungen:
Der Kenntnisstand über das Leben von Zobel selbst ist leider offenbar eher dünn, wodurch ein paar Fragen offen bleiben. Das fängt am Anfang an (Welchen Bezug hatte Jakob Scheibler zur Familie, dass er ihr Vormund wurde?) und endet mit dem Nichtwissen über ihren Verbleib nach 1865. Da ist aber wahrscheinlich einfach nicht mehr herauszuholen und an sich deckt das Kapitel in meinen Augen das Wichtigste ab.
Bei der Tat: „Dabei wurde auch ihr Regenschirm sichergestellt“ – das steht an der ersten Stelle ganz ohne Kontext und als Leser frage ich mich, warum das hier relevant ist. Vielleicht „als mutmaßliche Tatwaffe“ o.ä.? (Eichstaedt im Frankfurter Personenlexikon schreibt „Corpus Delicti“)
Nispel und Rückert werden erst bei der zweiten Nennung mit Beruf und Lebensdaten eingeführt (stört mich nicht wirklich, ist für den Lesefluss kein Problem, aber finde ich eher ungewöhnlich).
Der Link zu hvv-obernburg.de (EN 19 zurzeit) funktioniert nicht mehr.
Gibt es einen Beleg für „prägte das Bild nachhaltig“ (im Kapitel Zeitgenössische Rezeption)? Aktuell ist nur das Zitat selbst mit dem Originaltext belegt, ich fände es schöner, wenn die Rezeption selbst auch einen Beleg hätte.
In der Literatur tauchen immer wieder die Begriffe „Megäre“ und „Furie“ für Zobel auf (Eichstaedt, darauf aufbauend auch Wolff und Steegmann) – hältst du es für sinnvoll, das im Artikel anzusprechen oder hast du es bewusst weggelassen?
vielen Dank für das Review und die freundlichen Worte. Ich habe Deine Anmerkungen bearbeitet, hoffentlich zufriedenstellend:
Es ist nicht mehr über den Bezug von Jakob Scheibler zur Familie bekannt. Die Primärquellen geben nicht mehr her. Die Tatsache, dass er ihr Vormund war, geht nur aus den Akten des Prozesses hervor, den sie gegen ihn (und später noch gegen seine Witwe) wegen ihres väterlichen Erbteils führte.
„als mutmaßliche Tatwaffe“ habe ich eingebaut, das ist für die Lesenden so wirklich klarer.
Beruf und Lebensdaten von Nispel und Rückert habe ich zur ersten Nennung vorgezogen.
Den Beleg (EN 19) für die Bedeutung von Wittib habe ich durch einen Link auf das DWDS ersetzt.
„prägte das Bild nachhaltig“: Das folgt der Darstellung von Gall. Ich habe nun einen entsprechenden Beleg gesetzt.
„Furie“ etc.: Das habe ich nun in der Wirkungsgeschichte eingebaut. Ich glaube, beim Schreiben war es mir zu effektheischend, aber im Grunde gibt es ihren „Nachruhm“ korrekt wieder.
Danke, gefällt mir alles gut. Nur noch zwei kleinere Punkte: In der Überschrift zu Kapitel 2 steht „Auersfeld“, aber das müsste „Auerswald“ sein, richtig? Und beim Absatz mit Wittib ist jetzt nur die Bedeutung belegt, nicht dass sie in dem Adressbuch erschien, da wäre noch ein EN gut (zum Personenlexikon, schätze ich). --Gabas (Diskussion) 21:20, 5. Sep. 2026 (CEST)
Mein Gott, was für ein Klops. Und niemand hat es bisher bemerkt! Ich habe die Überschrift korrigiert. Und den EN im Wittib-Absatz ergänzt (das ergab sich durch den Wittib-Einschub + Aufteilung in 2 Absätze). Vielen Dank. BG, --Leserättin (Diskussion) 09:47, 6. Sep. 2026 (CEST)
Jetzt nochmal an der richtigen Stelle meine Rückmeldung:
Ein schöner Artikel!
Ich persönlich finde den Artikel zu lang. Andererseits gibt es keinen Grund, warum ausführliche Artikel bei mäßiger historischer Bedeutung auch in der Wikipedia ein Privileg, von dem nur Männer profitieren, bleiben sollen. Insofern kein Handlungsbedarf.
Quellenzitate in der Einleitung halte ich für falsch - hier sollte zusammengefasst werden, was en detail (und soweit sinnvoll auch garniert mit Quellenzitaten) im Hauptteil des Artikels steht.
Tat, mediale Repräsentation und Prozess zu trennen und in dieser Reihenfolge darzustellen, halte ich für eine gute Idee (insbesondere also auch die relativ ausführliche Darstellung der kursierenden Bilder). Momentan fehlt im ersten dieser Abschnitte aber einiges, was dann im Abschnitt "Prozess" folgt, namentlich die Frage, wann Henriette Zobel denn wo war und was sie mit der Tat zu tun hatte. Unter "Ermordnung" steht nur, dass der Mord stattfand und dass sie verhaftet wurde - aber nicht, ob sie auch nur in der Nähe des Tatorts war. Wenn Du das offengelassen hast, weil Du es für ungesichert hältst, würde ich das explizit machen ("Ob Z die Täterin war, ist aus heutiger Sicht unklar" o.ä.).
Die Bewertung des Urteils als exzessiv und politisch ist hinreichend gesichert, dass Du es meiner Meinung nach auch ohne Attribution im Abschnitt zum Urteil stehen lassen könntest. Hingegen würde ich die ausführlichere Wiedergabe von Galls Argumenten wenn, dann im Abschnitt zur Rezeption unterbringen. Die Forschugnsgeschichte ist dort ja schon angelegt.
Interessant wäre, wann die Neubewertung einsetzte. Valentin reproduziert noch ungebrochen die misogyne Darstellung der zeitgenössischen Presse, klar, aber schon Hermann Wendel fand wesentlich freundlichere Worte: eine brave Bürgersfrau sei sie gewesen, die "nicht viel schuldiger" als das Opfer gewesen sei, und wenn der Mord auch "keine Heldentat" gewesen sei, so doch auch kein "über die Maßen ruchloses Geschehen".
Danke für den Artikel. Er ist stilistisch gut geschrieben und sauber belegt. Ich würde mir Subreferenzen wünschen, nun wo das technisch möglich ist, aber das ist ja anscheinend jedem selber überlassen. Ich finde ihn aber etwas unpraktisch strukturiert. Ich vermisse beim Lesen etwas mehr Hinweise darauf, was Fakt und was (politisch motivierte) Anschuldigung ist. Der eine Abschnitt heißt "Tat und Verhaftung". Aber hat sie denn eine Tat begangen? Also war es ihre Tat? Das finde ich im Artikel derzeit nicht ausreichend dargestellt. Kann man nicht in den Abschnitt zum Tatgeschehen schreiben, was sie selbst zugegeben hat sowie was nach Darstellung der Ankläger geschehen ist bzw. wofür es Beweise gibt und im Abschnitt zum Prozess sich auf den eigentlichen Prozess beschränken? Ansonsten würde ich aber für lesenswert stimmen. --Kenneth Wehr (Diskussion) 11:45, 18. Sep. 2026 (CEST)
Hallo CRolker und Kenneth Wehr, vielen Dank für Eure Anmerkungen. Wegen der WikiCon am vergangenen Wochenende und den aufgelaufenen Aufgaben habe ich nicht gleich die Zeit, sie zu beantworten und zu bearbeiten. Es wird wohl leider etwas dauern, aber ich gehe sie auf jeden Fall an. BG, --Leserättin (Diskussion) 08:56, 22. Sep. 2026 (CEST)
Der Ptolemäische Krieg (auch Aktischer Krieg) von 32 bis 30 v. Chr. war der letzte Bürgerkrieg der Römischen Republik. In diesem finalen Machtkampf um die Alleinherrschaft im Römischen Reich standen sich die beiden verbliebenen Triumvirn Octavian sowie Marcus Antonius an der Seite der ägyptischen Königin Kleopatra VII. gegenüber.
Es wurde viel Arbeit in den Text gesteckt. Hauptziel bei dieser Review ist eine solide Qualitätssicherung. Ich möchte sicherstellen, dass der Artikel inhaltlich präzise, gut verständlich und flüssig zu lesen ist. Langfristig hoffe ich natürlich, dass die Qualität so weit gut ist, dass der Artikel vielleicht reif für eine Nominierung als „lesenswert“ ist.
Da der Konflikt zwischen Octavian, Marcus Antonius und Kleopatra sehr komplex ist, würde ich mich über Feedback zu eventuell diesen Punkten freuen: Lesefluss gut? Verständlichkeit? Strukturierung? Quellen- sowie Literaturbelege ausreichend?
Ich bin für jeden kritischen Blick und jeden Verbesserungsvorschlag dankbar und freue mich auf den Austausch mit euch! Louis le Grand (Diskussion) 15:37, 22. Okt. 2026 (CEST)
Hallo Louis le Grand, ich danke dir, dass du den Artikel mit neuer Literatur nachbearbeitet und bereits jetzt die Lesbarkeit erheblich verbessert hast. Ich mache eine grundsätzliche Anmerkung zum Titel des Artikels. Soweit ich die Fachliteratur zu dem Thema eingesehen habe, findet sich nirgends der Begriff "Ptolemäischer Krieg". Der Titel scheint eine Erfindung des Ersterstellers des Artikels zu sein. "Aktischer Krieg" in Anlehnung an den Titel des englischen Artikels passt wesentlich besser, aber ehrlich gesagt habe ich überhaupt keine durchgehende Benennung des Kriegs in der Fachliteratur gefunden. Grüße --Oskar71 (Diskussion) 20:23, 22. Okt. 2026 (CEST)
Hallo Oskar71, das ist definitiv ein sehr guter Punkt! "Aktischer Krieg" sollte der Vorzug gegeben werden und kommt auf die To-Do-Liste. "Ptolemäischer Krieg" sollte dann noch als Umleitung bestehen bleiben, aber dann auch direkt im Artikel nicht mehr auftauchen. Die anderen eher fantasiereichen Benennungen wie "letzter Bürgerkrieg" oder "Krieg zwischen Octavian und Antonius", die blosse Ereignisbeschreibung darstellen, würde ich auch nicht extra in der Einleitung ausführen. "Aktischer Krieg", that it is. -- Ansonsten ist der Artikel m.E. sehr gut mit der wichtigsten Literatur belegt und versucht allen drei Hauptpersonen des Konflikts gerecht zu werden. -- Den einzigen Punkt den ich inhaltlich noch ergänzen möchte, ist die Motivlage Octavians: Dass dieser so provokativ gegen Antonius auftritt und bspw. dessen Veteranen aus Italien heraushält, ist Octavians ständiger Unterlegenheit in Sachen Geld, Ressourcen und freies Land in Italien geschuldet und der Tatsache, dass ihm ein so mächtiger Alliierter wie Ägypten fehlte. -- Ansonsten würde ich das hier mindestens eine Woche lang mal im Review stehen lassen und schauen was sich tut. Und danach mal die Kandidatur anvisieren, wo deutlich mehr Leute noch kritische Blicke draufwerfen und Verbesserungen vorschlagen. --Louis le Grand (Diskussion) 11:41, 24. Okt. 2026 (CEST)
Sieht gut aus! Eine Formalität: bitte in den Anmerkungen die Titel und zumindest Ort ergänzen, das erspart unnötiges scrollen und hat sich mittlerweile mit Recht so eingebürgert. Und eine Nachfrage: Gibt es nicht auch Aufsätze zu dieser Thematik? Bisher sind nur Monographien genannt. Viele Grüße, --Tolanor 22:07, 27. Okt. 2026 (CET)
Hab Dank für den Hinweis. -- Bei Aufsätzen zur Thematik kenne ich nichts wirklich aktuelles. In den Anhängen der Monographien sind diese in der Regel wirklich Jahrzehnte alt, leider. --Louis le Grand (Diskussion) 13:28, 28. Okt. 2026 (CET)
Notizen:
Der Artikel vertritt einseitig die Auffassung von Kromayer. Die fundamentale Kritik an dieser Sichtweise im Aufsatz von Carsten Hjort Lange: The battle of Actium: A reconsideration in Classical Quarterly 61, 2011, S. 608-623 wird nicht berücksichtigt und die Untersuchung von Lange ist nicht einmal erwähnt.
Der Artikel enthält ein Bild des Titelblatts einer englischen Plutarch-Übersetzung von 1727. Der Informationswert des Bildes für das Thema des Artikels ist exakt gleich null. Bilder sind kein Selbstzweck, sondern müssen irgendwie inhaltlich mit dem Artikelthema zusammenhängen. Wenn schon Plutarch, dann eine Wiedergabe einer online vorhandenen Seite einer möglichst alten Plutarch-Handschrift, und zwar nicht irgendeine Seite, sondern eine aus der Vita Antonii, die vom Thema des Artikels handelt, etwa Codex Laurentianus plut. 69,6 aus dem Jahr 997. Dann sollte in der Bildlegende auch ausdrücklich erwähnt werden, dass diese Seite des Codex Text enthält, der das Artikelthema betrifft. Der Zusammenhang zwischen Bild und Text muss für den Leser ersichtlich sein. Nwabueze 16:09, 29. Okt. 2026 (CET)
Danke für deine Hinweise! -- 1. Beim angesprochen Bild hab ich erstmal einen anderen Platzhalter genommen. Deine Idee einer möglichst alten Plutarch-Handschrift ist sehr passend, nur das Auffinden eines solches Scans gestaltet sich schwierig. Ich suche weiter.;-) -- 2. Spannender Artikel, danke für den Hinweis, habe ich gerade gelesen. Da die wesentliche Literatur auch nach 2011 Carsten Hjort Lange in ihrer Darstellung nicht recht folgt, würde ich den "Kromayer-Konsens" der Forschungsmehrheit auch erstmal im Artikel widerspiegeln. Sehr wohl werde ich aber den Aufsatz genau an der Stelle in den Anmerkungen aufnehmen und kurz seinen Standpunkt benennen. Ansonsten wäre eine Darstellung des exakten Verlaufs der Schlacht und die fachlichen Debatten in ihrem Verlauf eher ein Thema für den Hauptartikel zur Schlacht?! Grüße --Louis le Grand (Diskussion) 16:42, 30. Okt. 2026 (CET)
Ja, es ist angesichts der bereits erreichten Länge des Artikels eine Erleichterung, dass manche Einzelheiten dem Schlachtartikel überlassen bleiben können. Gewiss ist es angebracht, den Kromayer-Konsens stark zu gewichten, aber die Gegenmeinung sollte zumindest erwähnt werden, es geht ja dabei nicht nur um Details der Schlacht, sondern um Fundamentales für das Verständnis des Krieges. Verlagerung von Inhaltlichem in die Anmerkungen wird übrigens von vielen ungern gesehen und könnte bei der Kandidatur beanstandet werden. Zum Bild: Die genannte Plutarch-Handschrift ist online, https://portail.biblissima.fr/fr/ark:/43093/mdata0404bb1c3ab9d83d82333a4b0b18283fa1d1f222, aber das muss nicht unbedingt sein, es gibt wohl Bebilderungsmöglichkeiten mit noch höherem Informationswert, wenn man etwa an die Rezeption dieses Krieges denkt. Falls du KALP anvisierst, wirst du ohnehin einen Rezeptionsabschnitt benötigen, der die außerwissenschaftliche Rezeption durch die Jahrhunderte behandelt, also Belletristik, bildende Kunst, Theater, Oper, Film. Ein dermaßen ausführlicher Artikel sollte das nicht ganz beiseite lassen. Auch für Lesenswert ist es vorteilhaft, wenn die außerwissenschaftliche Rezeption nicht ignoriert wird. In diesem Bereich findet man dann auch leicht Bilder, die den Lesern gefallen. Es wurde ja in der Kriegszeit viel Propaganda betrieben, und da wird die Leser schon interessieren, inwieweit die zeitgenössische Propaganda für die Nachwelt langfristig das Bild geprägt hat. Nwabueze 02:47, 31. Okt. 2026 (CET)
Danke für den Link! Ich habe mal das entsprechende Bild des Codex Laurentianus Plut. 69,6 zur Bebilderung des Quellenabschnitts genutzt. Ansonsten hast du natürlich recht, ein Rezeptionsabschnitt würde noch fehlen. Aber dieses letzte große Arbeitspaket würde ich mir mal langfristiger für eine Exzellenz-Kandidatur aufsparen. Erstmal wäre mein aktueller Fokus die Qualität soweit zu sichern, dass eine Lesenswert-Kandidatur erfolgreiche Aussichten hat. Wobei ich mich aktuell auch am Artikel Partherkriege orientiere. Gruß --Louis le Grand (Diskussion) 19:12, 2. Nov. 2026 (CET)
Die Liste von Residenturen sowjetischer Geheimdienste (ohne Russland) zeigt die legalen und (soweit bekannt geworden) illegalen Residenturen der Geheimdienste SMAD, KGB und GRU der Sowjetunion (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, UdSSR) in der Zeit des Kalten Krieges von 1945 bis 1991. Aufgelistet werden sie nach bekannt gewordenen sowjetischen Residenturen innerhalb des Warschauer Paktes (DDR, Sowjetrepubliken, andere sozialistischen Länder) und im zweiten Teil außerhalb des Warschauer Paktes (BRD, Österreich, Schweiz, andere nichtsozialistische Länder, wie den Vereinigten Staaten).
Es waren viel mehr Residenturen als erwartet und da ich nicht wusste wohin damit, habe ich sie in dieser Liste gesammelt. (Da es in Russland selbst über 200 weitere gab, sollten diese besser in eine eigene Liste.) Die Literaturlage ist themenbedingt schwierig, um so wichtiger ist es eine Übersicht zu bekommen und genau das soll diese Liste leisten. Hilfe ist jederzeit willkommen; Hinweise bitte hier oder direkt im Artikel. Viele Grüße -- Thomas Wozniak (Diskussion) 08:45, 2. Nov. 2026 (CET)
Teil 28 der Artikelserie Völkerschau. Die Kolonialausstellung Tervuren diente zur Legitimierung der Kolonialpolitik Leopold II. im Kongo. Zur Einordnung startet der Artikel mit einer Einordnung der belgischen Kolonialpolitik, die heute ja sehr kritisch eingeordnet wird. Ist das so angemessen?
Über die im Artikel genannten Titel von Luwel (1967), Wynants (1997) und Couttenier (2005) hinaus gibt es nur wenig einschlägige Literatur. Mehr Informationen zur Wahrnehmung und Rezeption wären wünschenswert, bleiben allerdings aufgrund des Forschungsstandes etwas blass. Einen ähnlichen Artikel habe ich zur Berliner Kolonialausstellung 1896 verfasst, die ganz ähnlich konzipiert war. Dazu gab es allerdings mehr Literatur zu diesen Aspekten und auch zur historischen Einordnung.
Mitte Oktober waren wir in Tervuren und habe um die 20 Fotos in den Artikel ergänzt, insbesondere auch zur Dokumentation der sieben Gräber von Tervuren, die in der Erinnerungskultur Belgiens von Bedeutung sind. Im Detail sind dabei einige Fragen offen, zum Beispiel, ob sich die Gebeine der verstorbenen Personen tatsächlich in den Gräbern befinden oder an unbekanntem Ort in der näheren Umgebung.
Über Verbesserungsvorschläge und Tipps würde ich mich freuen. Der Artikel war schon einmal kurz im Review, habe es aber wegen „Schon gewusst?“ zwischenzeitig unterbrochen. --CPallaske (Diskussion) 20:39, 3. Nov. 2026 (CET)
Teil 27 der Artikelserie Völkerschau. Die Kanak-Völkerschau fand 1931 im Rahmen der Pariser Kolonialausstellung statt. Ein großer Teil der Gruppe wurde unfreiwillig auch in einigen deutschen Städten zur Schau gestellt.
In der französischen Erinnerungskultur spielte die Kanak-Völkerschau wegen Fußball-Nationalspieler Christian Karembeu und des Romans von Didier Daeninckx Ende der 1990er eine zielich große Rolle, findet in der deutschsprachigen Forschungsliteratur aber kaum Erwähnung. Grundlegend ist die Darstellung von Joël Dauphiné aus dem Jahr 1998. Auch bei dieser Völkerschau wünschte man sich an verschiedenen Stellen noch genauere Informationen, aber leider ist in den letzten Jahren nur wenig Neues hierzu veröffentlicht worden.
Über Verbesserungsvorschläge und Tipps würde ich mich freuen. Der Artikel hat am Schreibwettbewerb teilgenommen. Vielleicht gibt es Hinweise aus der Jury, die ich noch einpflegen könnte? --CPallaske (Diskussion) 20:54, 3. Nov. 2026 (CET)
Die Antwort der Jury:
In der Jury gab es eine einhellige Anerkennung für diesen Artikel, der das Thema gut lesbar darstellt, der sorgfältig recherchiert ist und der sich auf eine breite Literaturbasis stützt, die nicht bloß im Literaturverzeichnis aufgelistet, sondern tatsächlich ausgewertet wird.
Diskutiert haben wir in der Jury über das Lemma „Völkerschau“. Einerseits scheint es unpassend. Denn der Plural legt nahe, dass Menschen verschiedener Ethnien „ausgestellt“ wurden. Tatsächlich waren es durchweg Kanak. Andererseits ist das Lemma „Völkerschau“ inzwischen eingeführt, siehe die Kategorie „Völkerschau“. Zudem verwenden die vier im Artikel abgebildeten Zeitungsinserate diesen Begriff.
Der Artikel zeigt, dass in Frankreich offenbar der Widerstand gegen bzw. der Unwillen über die „Völkerschau“ mindestens ebenso stark war wie der Zuspruch. Die Indizien dafür (siehe die Stichworte: Verbot des Auftritts am Pavillon Neukaledoniens der Kolonialausstellung; das Schreiben des Kolonialministeriums an alle Gouverneure vom 27. Juli 1931; die Ablösung von Joseph Guyon aufgrund seiner Zuarbeit bei der Vorbereitung der Völkerschau, das Verlustgeschäft usw.) sind über den Artikel verstreut und finden sich aus guten Gründen in den Zusammenhängen, in denen sie stehen. Gleichwohl gibt die Jury zu bedenken, ob es der clarté des Artikels nicht gut tun würde, diese Pointe dieser letzten „Völkerschau“ (dass und warum sie ein – bitterer – Abgesang auf diese üble Mode war) in einem separaten Absatz anzusprechen.
Eine zweite Pointe im Artikel ist das Selbstbewusstsein der Kanak, die eben keine „Objekte“ waren (wie es sich Kolonialisten und Rassisten vorgestellt hatten), sondern selbstbewusst zeigten, was sie wollten und was nicht (siehe die Stichworte: Proteste gegen die Zurschaustellung und gegen die Vertragsbrüche zur Wehr; die selbstbestimmte Entscheidung darüber mitzumachen bzw. mit einen einjährigen Vertrag weiterzumachen; „Lackschuhe im Sonnenlicht“). Jüngere postkoloniale Historiker aus den Kontinenten des Südens haben alte Vorstellungen, ihre Vorfahren in Kolonialzeiten seien bloß Opfer gewesen, längst abgeräumt und dargelegt, dass die „Objekte“ sehr wohl Subjekte waren. Die Jury empfiehlt, dies im Artikel deutlich anzusprechen. In diesem Sinne könnte der Artikel um einen Absatz ergänzt werden, der die „Resonanz“ der „Völkerschau“ 1931 als rassistischer Voyeurismus einerseits und als Demaskierung dieser Haltung andererseits zu den laufenden Debatten postkolonialer Historiker aus den Kontinenten des Südens in Beziehung setzt. Der Artikel stützt sich – das ist naheliegend – auf Veröffentlichungen in Frankreich. Im Absatz „Forschungsstand“ wird dankenswerterweise das 1996 erschienene Themenheft der Kulturzeitschrift Mwà Véé erwähnt. Die Jury fragte sich, ob nicht dieser ausnahmsweise nichteuropäischen Sicht auf die Ereignisse im Artikel mehr Gehör gegeben werden sollte: als „eigener Blick“ anstelle eines – immer wieder – europäischen Blickes.
Eine Kleinigkeit könnte erläutert werden: inwiefern das Bündnis von Kirchenvertretern, Journalisten, Parlamentsabgeordneten und Siedlern Neukaledoniens als Unterstützer der Proteste „ungewöhnlich“ war. Das war uns im Lesen nicht klar geworden.
Diskutiert haben wir in der Jury über die Bezeichnung „Menschenzoo“. Vielleicht soll sie polemisch-ironisch gemeint sein. Sie kann auch als herabwürdigend verstanden werden.
Im Abschnitt „Überseeschau 2011“ heißt es: „2011 war eine Schau verschiedener Bevölkerungsgruppen aus Übersee … im Jardin d’Acclimatation geplant.“ Dieser Satz erschien uns als eine unzutreffende Wiedergabe dessen, was in der angegebenen Quelle zu lesen ist, dass nämlich beabsichtigt war, im „Jahr der Überseegebiete“ den Jardin d’Acclimatation für eine Veranstaltung zu nutzen, die vor allem Familien und Kinder ansprechen wollte. Das scheint uns ein durchaus anderes Vorhaben gewesen zu sein als „eine Schau verschiedener Bevölkerungsgruppen aus Übersee“.
Soweit die Anmerkungen in einer ausgiebigen Diskussion in der Jury. Die Hauptsache war und ist: unser Dank für einen sehr guten Artikel. --M Huhn (Diskussion) 19:16, 4. Nov. 2026 (CET)
Merci beaucoup! Ich werde die Hinweise sorgfältig abarbeiten, aber aufgrund von Zeitmangel eher in den nächsten 2-3 Wochen, aber der Artikel soll jetzt ruhig eine Weile im Review weilen .... --CPallaske (Diskussion) 19:36, 4. Nov. 2026 (CET)