| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 48′ N, 7° 34′ O | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | Köln | |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis | |
| Höhe: | 143 m ü. NHN | |
| Fläche: | 107,22 km² | |
| Einwohner: | 19.482 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 182 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 51570 | |
| Vorwahlen: |
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| Kfz-Kennzeichen: | SU | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 82 076 | |
| LOCODE: | DE WNK | |
| Gemeindegliederung: | 66 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausstraße 12 51570 Windeck | |
| Website: | gemeinde-windeck.de | |
| Bürgermeisterin: | Alexandra Gauß (Grüne) | |
| Lage der Gemeinde Windeck im Rhein-Sieg-Kreis | ||
Windeck ist eine Gemeinde im Osten des Rhein-Sieg-Kreises in Nordrhein-Westfalen. Hier leben rund 19.482 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2025) beiderseits der Sieg. Die Kommune entstand 1969 durch Zusammenlegung der Gemeinden Herchen, Dattenfeld und Rosbach. Sie wurde nach der Burgruine Windeck benannt.
Die Gemeinde liegt im Naturpark Bergisches Land und im Übergangsraum zwischen Bergischem Land, Westerwald und Siegerland im Dreieck Köln–Bonn–Siegen. Nachbargemeinden sind im Westen Eitorf und im Nordwesten Ruppichteroth, beide im Rhein-Sieg-Kreis. Im Norden grenzt Windeck an Waldbröl und Morsbach, beide im Oberbergischen Kreis, im Osten an Hamm, im Süden an Altenkirchen-Flammersfeld im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz.
Nächstgelegene Großstadt ist die 30 Kilometer östlich gelegene Universitätsstadt Siegen, Bonn liegt rund 35 Kilometer westlich von Windeck. Die Millionenstadt Köln und die rheinland-pfälzische Stadt Koblenz sind jeweils rund 50 Kilometer von Windeck entfernt.
Die Gemeinde Windeck gliedert sich verwaltungsmäßig in die Ortsteile Dattenfeld, Herchen, Leuscheid, Rosbach, Schladern und Windeck, zu denen insgesamt 66, zum Teil sehr kleine, Ortschaften gehören.
Die einwohnerstärksten Ortschaften sind (Stand: 31. Dezember 2011):
| Ortschaft | Einwohner |
|---|---|
| Rosbach | 3968 |
| Dattenfeld | 2347 |
| Leuscheid | 1170 |
| Schladern | 1150 |
| Herchen | 1086 |
Alle Ortschaften (alphabetisch):
Ehemalige Ortsteile sind hier gelistet.





Das Gebiet der Gemeinde Windeck wurde bereits vor dem Ende der letzten Kaltzeit von jagenden Menschengruppen aufgesucht, wie der Fund eines „Retuscheurs“ – eines Steins, der zur Bearbeitung anderer Steine diente – in der Nähe von Windeck-Dreisel zeigt, der auf Grund von Parallelen im Neuwieder Becken in die Zeit um 11.000 v. Chr. datiert werden kann. Der Stein enthält auf beiden Seiten je eine Tiergravur, von denen das Abbild einer Elchkuh noch gut erkennbar ist, während die Gravur auf der anderen Seite beschädigt und nicht mehr klar zu deuten ist.
Die spätere Geschichte Windecks ist mit der Geschichte der Burg Windeck verbunden. Nach den Grafen von Thüringen und den Erzbischöfen von Köln ging Windeck über die Grafen von Sayn an das Herzogtum Berg und bildete als Amt Windeck eine eigene Amtsverwaltung des Bergischen Landes. Wüstungen wie Augeben und Verlorene werden erwähnt.
Unter Napoleons Herrschaft wurde die Gegend 1806 Teil des neugebildeten Großherzogtums Berg und es wurden die Mairie Dattenfeld mit der Mairie Rosbach zu einer Munizipalität im Kanton Waldbröl zusammengelegt. Der Munizipal wirkte von Burg Mauel aus, in Burg Hof stand ein Militärkommando. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet mit dem größten Teil des aufgelösten Großherzogtums Berg zum Königreich Preußen, wo es als Gemeinde Dattenfeld zum Kreis Waldbröl gehörte. Herchen war damals der Munizipalität Eitorf zugeschlagen worden und kam infolgedessen zum Kreis Uckerath und mit diesem zum Siegkreis. 1932 wurde der Kreis Waldbröl aufgelöst und das Amt Dattenfeld kam wie die Gemeinden Dattenfeld und Rosbach zum Siegkreis. Am 1. August 1969 wurden die drei Gemeinden Herchen, Dattenfeld und Rosbach in der Gemeinde Windeck zusammengefasst. Es war geplant, Herchen wieder Eitorf zuzuordnen. Diese Regelung hätte aber zu wenig Einwohner für die Gemeinde Windeck gebracht und wurde verworfen.
Während des Zweiten Weltkriegs erlitt vor allem Rosbach schwere Zerstörungen. Vermutlich war dort eine Eliteeinheit der Waffen-SS stationiert, weshalb der Ort am 2. Februar 1945 von 20 britischen Bombern angegriffen wurde. Die Bomben trafen vor allem den Kirchhof, zerstörten das heutige Bürgermeisteramt (damals Apotheke) und mehrere umliegende Gebäude. 42 Menschen kamen ums Leben. Anfang März 1945 wurde die Siegbrücke im Rahmen des Projekts Verbrannte Erde gesprengt. Die Kirche blieb erhalten, nur die Fensterscheiben gingen zu Bruch; zwei Glocken waren zuvor für Kriegszwecke eingeschmolzen worden. Nach dem Angriff besetzten amerikanische Truppen das Gebiet.
Der Wiederaufbau begann 1946, zunächst von Frauen, da viele Männer noch in Kriegsgefangenschaft waren. Mit Unterstützung der Firma Hermes wurde der zerstörte Eisenbahnverkehr wiederhergestellt, und provisorische Übergänge über die Sieg ermöglichten die Versorgung. Trotz der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen am 23. August 1946 blieb die Versorgungslage schwierig, da die Besatzungsgrenzen den Handel behinderten.
Die spätere kommunale Gebietsreform hatte verschiedene Gründe. Nach dem Krieg führten Mobilität und wirtschaftlicher Wandel dazu, dass die Bevölkerung größere Verwaltungseinheiten bevorzugte. Zudem erwarteten ländliche Bewohner ähnliche Versorgungsangebote wie in den Städten. Die alten, teils 200 Jahre bestehenden Gemeindegrenzen galten als überholt. Kleinere Gemeinden konnten die Verwaltungsaufgaben nicht mehr selbstständig erfüllen. Auch viele Kreise waren zu klein, um eine angemessene Daseinsvorsorge sicherzustellen.
Gutachten legten Mindestgrößen fest: Gemeinden sollten mindestens 8000, in Ausnahmefällen 5000 Einwohner haben; die Grundversorgung sollte innerhalb einer halben Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Orte mit über 30.000 Einwohnern sollten als Versorgungszentren dienen.
Zum Zeitpunkt der Reform bestanden im Windecker Gebiet die Gemeinden Dattenfeld (4949 Einwohner, 27,2 km²), Herchen (5313 Einwohner, 46,19 km²) und Rosbach (6627 Einwohner, 33,83 km²). Da alle drei zu klein waren, sah die Reform ihren Zusammenschluss zur Gemeinde Windeck vor. Besonders Herchen bevorzugte eine Eingliederung nach Eitorf, doch nach politischen Auseinandersetzungen einigte man sich auf die heutige Lösung. Am 1. August 1969 entstand die Gemeinde Windeck mit 17.452 Einwohnern auf 107,24 km². Dabei wurden auch Einrichtungen wie die Feuerwehr Windeck zentral organisiert; der erste Gemeindedirektor war Herr Krämer.
(jeweils am 31. Dezember)
Die 32 Sitze des Gemeinderats verteilen sich wie folgt:
| Partei/Liste | Sitze | |||
|---|---|---|---|---|
| 2025 | 2020 | 2014 | 2009 | |
| CDU | 11 | 12 | 12 | 12 |
| SPD | 9 | 9 | 14 | 13 |
| AfD | 5 | – | – | – |
| Grüne | 4 | 6 | 3 | 3 |
| Die Linke | 1 | 1 | 1 | 1 |
| FDP | 1 | 2 | 1 | 3 |
| Piraten | 1 | 1 | – | – |
| Volksabstimmung | – | 1 | 1 | – |
Alexandra Christine Gauß wurde am 18. November 2018 mit 53,8 % der Stimmen zur Bürgermeisterin gewählt. Ihre Kandidatur wurde von CDU, FDP und den Grünen unterstützt. Bei der Bürgermeisterwahl am 14. September 2025 wurde sie mit 81,1 % der Stimmen für eine weitere Amtszeit gewählt.
Der Gemeinde Windeck ist mit Urkunde des Regierungspräsidenten in Köln vom 4. Mai 1972 das Recht zur Führung eines Wappens verliehen worden.
| Blasonierung: „Das Wappen zeigt oben in Silber (Weiß) einen schreitenden, blau gekrönten, -bewehrten und -bezungten Löwen; unten in Blau einen silbernen (weißen) Mann im Harnisch, einen silbernen (weißen) und gold (gelb)-schäftigten Streithammer schwingend.“ | |
| Wappenbegründung: Das Wappen wurde vom ehemaligen Amt Dattenfeld/Rosbach übernommen und zeigt in leicht abgeänderter Form das Wappentier des bergischen Landesherren, die Zugehörigkeit zum Herzogtum Berg, wobei dieser Löwe im Gegensatz zum stehenden Bergischen Löwen nicht doppelschwänzig ist. Der „Ritter“ entstammt einem alten Wappen, das einen Bergmann mit einem Hammer zeigte. |






Autobahnanbindungen bestehen
Neben der L 333 und der B 256 führt die L 312 durch die Gemeinde.
In der Gemeinde waren am 1. Januar 2018 14.448 Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 11.638 Pkw.