| Windpark Hasel | |||
|---|---|---|---|
| Lage | |||
|
| |||
| Koordinaten | 47° 40′ 55″ N, 7° 54′ 52″ O | ||
| Land | |||
| Ort | Hasel, Landkreis Lörrach | ||
| Daten | |||
| Typ | Windkraftanlage | ||
| Primärenergie | Windenergie | ||
| Leistung | 3 × 3,3 MW (elektrisch) | ||
| Betreiber | EnBW WindInvest GmbH & Co. KG | ||
| Projektbeginn | Dezember 2012 | ||
| Bauzeit: | Juli bis November 2017 | ||
| Betriebsaufnahme | 2017 | ||
| Turbine | 3 × Vestas V 126 | ||
| Eingespeiste Energie 2018 – 2024 Mittelwert pro Jahr | 21.4 GWh | ||
| Eintrag im Marktstammdatenregister | |||
Der Windpark Hasel ist ein Onshore-Windpark in der Gemeinde Hasel im Landkreis Lörrach. Die 2017 in Betrieb gegangenen drei Windkraftanlagen mit je 3,3 MW Nennleistung liegen auf einer Höhe von rund 900 m am namensgebenden Berg Glaserkopf und bilden den südlichsten Windpark Deutschlands. Der Windpark Hasel befindet sich zwei Kilometer südlich vom Windpark Rohrenkopf.
Bereits im Dezember 2012 fällte der Hasler Gemeinderat einen ersten Beschluss zum Bau des Windparks mit insgesamt fünf Windkraftanlagen. Nach den obligatorischen Untersuchungen für die Umweltgutachten von 2013 bis ins Frühjahr 2015 wurde im Dezember 2015 die Genehmigung beantragt, die im November 2016 durch das Landratsamt Lörrach erteilt wurde. Gegen den Bau der WKA 1 klagte ein Anwohner der gut 400 Meter vom geplanten Standort entfernt wohnt. Vom Verwaltungsgericht Freiburg wurde im März 2017 einem Eilantrag stattgegeben, weshalb die WKA 1 zunächst nicht errichtet werden durfte. Im Oktober 2019 wies das Gericht die Klage im Hauptsacheverfahren aber ab.
Im Dezember 2016 gaben die Projektpartner EnBW und NaturEnergie (bis Oktober 2023 Energiedienst) bekannt, dass sie auf den Bau der WKA 5 „bis auf weiteres“ verzichten. Begründet wurde das mit dem „deutliche[n] Zusatzaufwand zur Erstellung der Fundamente“ und der Erwartung eines „etwas geringeren Ertrag[s]“.
Im Juli 2017 starteten die Fundamentarbeiten für die drei verbliebenen Anlagen, im Oktober und November 2017 wurden sie in Betrieb genommen. Die anderen beiden Anlagen wurden bis heute nicht realisiert, der Bau wurde vom Betreiber ausgesetzt.
An den drei Standorten wurden baugleiche Windkraftanlagen vom Typ Vestas V 126 errichtet. Diese haben eine Nabenhöhe von 149 Metern und einen Rotordurchmesser von 126 Metern. Jede Anlage hat eine Nennleistung von 3,3 MW, was eine Gesamtleistung des Windparks von 9,9 MW ergibt. Angebunden an das Mittelspannungsnetz ist die Anlage über ein 6,5 km langes Erdkabel an das Umspannwerk Wehr.
Durchschnittlich wurden zwischen 2018 und 2024 jährlich 21,4 GWh elektrische Energie erzeugt, was 2161 Volllaststunden entspricht. Das bislang ertragreichste Jahr war 2023 mit 25,2 GWh, am wenigsten Ertrag wurde im Jahr 2018 mit 18,4 GWh erzielt.
Die WKA 1 und 5 * wurden bislang nicht realisiert, die Anlagen 2 und 3 stehen dicht an der Grenze zur Gemarkung Gersbach, so dass je nach Windrichtung die Rotorblätter auch den Luftraum von Gersbach nutzen. Der Windpark Hasel ist der südlichst gelegene Windpark Deutschlands.
| Bezeichnung | Lage | Höhe ü. d. M. | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| WKA 1 * | 47° 40′ 21″ N, 7° 54′ 53,1″ O | ca. 840 m ü. NHN | nicht realisiert |
| WKA 2 * | 47° 40′ 32,6″ N, 7° 54′ 57,5″ O | ca. 872 m ü. NHN | |
| WKA 3 * | 47° 40′ 43,9″ N, 7° 54′ 57,5″ O | ca. 885 m ü. NHN | |
| WKA 4 * | 47° 40′ 54,8″ N, 7° 54′ 52,1″ O | ca. 920 m ü. NHN | auf dem Gipfel des Glaserkopfs |
| WKA 5 * | 47° 40′ 47,8″ N, 7° 54′ 34,2″ O | ca. 870 m ü. NHN | nicht realisiert |