| Winora-Staiger GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | 1914 |
| Sitz | Sennfeld, |
| Leitung |
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| Mitarbeiterzahl | rund 400 |
| Branche | Fahrradhersteller |
| Website | www.winora-group.de |
| Stand: 1. Juni 2017 | |


Winora-Staiger ist ein deutscher Fahrradhersteller, der seit 1914 existiert. Die Winora-Group gehört heute der niederländischen Accell Group.
Der Radrennfahrer Engelbert Wiener gründete 1914 die E. Wiener GmbH in Schweinfurt, in der Fahrräder durch Einzelmontage hergestellt und auch vertrieben wurden.
1918 wurde die erste Fahrradgroßhandlung in Schweinfurt aufgebaut und in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Bernd Seuffert, der Enkel des Firmengründers, übernahm 1956 die Firma, die zu diesem Zeitpunkt bereits rund 6000 Fahrräder pro Jahr produzierte. 1963 wurde die erste Winora-Fahrradfabrik mit Fließbandsystem in Schweinfurt errichtet. Anfang der 1980er-Jahre wurde eine neue Fahrradfabrik gebaut. Die Nachfrage stieg unter anderem durch geburtenstarke Jahrgänge, die zweite Ölpreiskrise und ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein.
1988 übernahm Winora die Firma Staiger (Stuttgart) und gründete die Winora-Staiger GmbH. 1997 wurde das Unternehmen von der Derby Cycle Corporation (Cloppenburg) gekauft. Susanne Puello, eine Urenkelin des Gründers Engelbert Wiener, übernahm die Geschäftsleitung. 2001 schlossen sich die Winora-Staiger GmbH und die E. Wiener Bike Parts GmbH & Co. KG zur Winora Group zusammen. 2002 wurde die Winora Group von der Accell Group in Heerenveen, Niederlande übernommen.
Der Anteil von E-Bikes am Gesamtumsatz lag Ende 2015 bei 71 Prozent.
Am 5. August 2026 beantragte die Accell Group für mehrere Tochtergesellschaften jeweils die Eröffnung von Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Zuvor hatte die Geschäftsführung mitgeteilt, dass finanzielle Verpflichtungen nicht mehr fristgerecht erfüllt werden konnten. Die Krise hatte sich durch hohe Lagerbestände, darunter rund 340.000 fertige Fahrräder im Dezember 2023, sowie einen Umsatzrückgang von 22 Prozent im Jahr 2024 verschärft. Trotz der Restrukturierungsmaßnahmen und des Schuldenschnitts im Jahr 2024 konnte keine nachhaltige finanzielle Stabilisierung erreicht werden. Eine im Juli 2026 vom Bundeskartellamt genehmigte Übernahme durch die in Singapur ansässige Tri Star Group, eine Tochtergesellschaft der Dutech Group (zu der unter anderem Prophete gehört), kam nicht zustande. Zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags beschäftigte die Accell Group rund 1.900 Mitarbeiter.
Am 10. August 2026 ordnete das Amtsgericht Schweinfurt die Insolvenzverfahren für drei bayerische Tochtergesellschaften der Accell Group und für die deutsche Holding an. Die Unternehmen beschäftigen an den Standorten Sennfeld bei Schweinfurt und Waldsassen in der Oberpfalz rund 370 Mitarbeiter. Der Geschäftsbetrieb soll zunächst fortgeführt werden. Nach dem gescheiterten Verkauf der gesamten Accell Group wurden unter anderem auch in Frankreich, Italien, Spanien, Niederlanden, Belgien, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Ungarn Insolvenzanträge gestellt.
Die Marke Haibike stellte 2010 das E-Mountainbike auf dem Fahrradmarkt vor.
2023 begann die Accell Group damit, Arbeitsplätze in Deutschland und Heerenveen abzubauen, zum Beispiel bei Ghost-Bikes. Im Dezember 2023 teilte Accell mit, in Schweinfurt solle „keine größere Anzahl“ an Stellen abgebaut werden.
Als Abgrenzung der unterschiedlichen Geschäftsbereiche bzw. Zielgruppen und bedingt durch die Unternehmens-Zusammenschlüsse besteht die Winora-Gruppe aus verschiedenen Marken:
Seit 2011 ist Haibike Hauptausstatter und -sponsor des Haibike Pro Teams (2011 noch Central Haibike Pro Team genannt), bestehend aus den Mountainbikerinnen Sabine Spitz, der Schweizerin Kathrin Stirnemann und Adelheid Morath (seit 2013). Die Tschechin Tereza Huříková war von 2011 bis 2012 Mitglied des Teams, Elisabeth Brandau nur 2011.
Zu den bisher größten Erfolgen des Pro Teams gehören die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London und Siege bei den deutschen Meisterschaften (MTB Cross-Country) 2011, 2012 und 2013 durch Sabine Spitz sowie der Sieg bei der deutschen Meisterschaft 2011 im Marathon durch Elisabeth Brandau. In der Saison 2014 wurden die Sportlerinnen mit den Haibike-Modellen Sleek Team (Full-Suspension) und Greed Team (Hardtail) ausgestattet.
Darüber hinaus unterstützt Haibike das Nachwuchsteam Wombach MTB Team sowie das österreichische HaiBike Racing Team Haiming.