Wirbenz Gemeinde Speichersdorf | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 52′ N, 11° 50′ O |
| Höhe: | 467 m ü. NHN |
| Einwohner: | 195 (25. Mai 1987) |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 95469 |
| Vorwahl: | 09275 |
Dorfstraße in Wirbenz und Kirche Sankt Johannis, rechts das Wohnhaus Wirbenz 15 und 16 (Baudenkmal) | |

Wirbenz ist ein Dorf in der Gemeinde Speichersdorf im Landkreis Bayreuth (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Wirbenz hat eine Fläche von 5,852 km²; sie ist in 921 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6354,30 m² haben. In ihr liegt neben dem namengebenden Ort der Gemeindeteil Teufelhammer.

Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur an der Bundesstraße 22, am Haidenaab-Radweg und an der Haidenaab. Nördlich erstreckt sich das 75,44 ha große Naturschutzgebiet Haidenaabtal und Gabellohe. Die B 22 führt nach Oberndorf (2,6 km südöstlich) bzw. am Lettenhof vorbei nach Speichersdorf (4,5 km westlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Guttenthau (2,8 km südlich) und nach Teufelhammer (1,1 km südlich).
In einer vom 8. bis 10. Jahrhundert genutzten Nekropole bei Wirbenz wurde bei Ausgrabungen in der Flednitz von 1995 bis 1997 eine Bartaxt ans Tageslicht gefördert.
Wirbenz wurde im Jahr 1281 mit Neustadt von den Grafen von Leuchtenberg an die Burggrafschaft Nürnberg verpfändet.
In der Oberpfälzer Hammereinigung von 1387 wurde Wirbenz als Standort eines Eisenhammers genannt („Herman Grunhofer mit dem hamer zu Wirbenitz“), der vom Wasser der Haidenaab betrieben wurde. Dieser hatte im 14. und 15. Jahrhundert Bestand. Heute steht an dieser Stelle eine denkmalgeschützte Mühle.
Wirbenz lag im Fraischbezirk des bayreuthischen Oberamt Neustadt am Kulm. Von 1791/92 bis 1803 unterstand der Ort dem preußischen Justiz- und Kammeramt Neustadt am Kulm. Am 30. Juni 1803 wurde u. a. Wirbenz an Pfalzbayern abgetreten.
Mit dem Gemeindeedikt wurde 1808 der Steuerdistrikt Wirbenz gebildet, zu dem Teufelhammer gehörte. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Wirbenz, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Kemnath und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Kemnath (1919 in Finanzamt Kemnath umbenannt). Ab 1862 gehörte Wirbenz zum Bezirksamt Kemnath (1939 in Landkreis Kemnath umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Kemnath (1879 in Amtsgericht Kemnath umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,844 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1972 nach Speichersdorf eingemeindet.

In Wirbenz gibt es vier Baudenkmale:
In der Gemarkung Wirbenz gibt es fünf Bodendenkmäler.
Gemeinde Wirbenz
| Jahr | 1824 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 323 | 281 | 348 | 354 | 370 | 359 | 342 | 342 | 350 | 320 | 305 | 300 | 273 | 282 | 273 | 262 | 263 | 255 | 247 | 502 | 428 | 393 | 273 | 259 |
| Häuser | 48 | 53 | 54 | 53 | 51 | 46 | 48 | 49 | ||||||||||||||||
| Quelle |
Ort Wirbenz
| Jahr | 1819 | 1824 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 312 | 307 | 349 | 327 | 301 | 256 | 248 | 408 | 260 | 246 | 195 |
| Häuser | 45 | 51 | 48 | 44 | 46 | 47 | 50 | ||||
| Quelle |
Wirbenz ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und Sitz der Pfarrei Sankt Johannis.