Wirnetshof liegt 950 Meter nordöstlich der Bundesstraße 22, 2,4 Kilometer westlich der Staatsstraße2146 und 3,7 Kilometer südöstlich von Schönthal.
In einem Weiher am Ostrand von Wirnetshof endet der von Südosten kommende Teufelsbach. Westlich von Wirnetshof vereinigen sich der von Nordosten kommende Stelzenbach und der von Süden kommende Weißbach zum Rhanerbach, der südlich von Schönthal in die Schwarzach mündet.
Geschichte
Wirnetshof gehörte zum Landgericht Cham. In den Steuerbüchern von 1577 und 1590 wurde für das Landgericht Cham die Einteilung in Vorderamt (= eusser Gebiet) und Hinteres Amt (= hinter Gebiet) aufgezeichnet. Diese Gliederung bestand 1752. Wirnetshof gehörte zum Hinteren Amt.
1752 hatte das Vorderamt 49 Ortschaften und das hintere Amt 64 Ortschaften. Im Landgericht Cham gab es 1 Herrschaft, 16 Hofmarken, 6 Landsassengüter und insgesamt 2149 Anwesen. Es gab im Landgericht Cham keine Obmannschaften. Dörfer und Weiler bildeten selbständige Gemeinden, denen die umliegenden Einöden angehörten. Diese Gemeinden hatten jeweils einen Dorfführer. Manchmal schlossen sich auch mehrere Weiler, oder ein Dorf und nahegelegene Weiler zu einer Gemeinde zusammen.
1752 hatte Wirnetshof 1 Anwesen und gehörte zum Besitz des Klosters Schönthal.
1809 wurden im Landgericht Cham Steuerdistrikte gebildet, die 1811 in einem Verzeichnis dokumentiert wurden. Wirnetshof gehörte zum Steuerdistrikt Döfering. Der Steuerdistrikt Döfering bestand aus den Ortschaften Döfering, Kleinschönthal, Lixendöfering, Rhan und Wirnetshof.
Wirnetshof gehörte zur Gemeinde Döfering. Die Gemeinde Döfering bestand aus den Orten Döfering, Kleinschönthal, Lixendöfering, Rhan und Wirnetshof. Döfering war eine landgerichtsunmittelbare Gemeinde.
1857 kam die Gemeinde Döfering vom Landgericht Cham zum Landgericht Waldmünchen. 1945 gab die Gemeinde Döfering das Dorf Kleinschönthal an die Gemeinde Schönthal ab. 1978 wurde Döfering nach Schönthal eingemeindet.
Wirnetshof gehört zur Pfarrei Döfering. 1997 hatte Wirnetshof 7 Katholiken.
Einwohnerentwicklung ab 1838
1838–1913
Jahr
Einwohner
Gebäude
1838
7
1
1861
10
8
1871
17
7
1885
13
1
1900
10
2
1913
13
1
1925–2011
Jahr
Einwohner
Gebäude
1925
11
1
1950
11
1
1961
6
1
1970
8
k.A.
1987
7
1
2011
4
k.A.
Tourismus und Sehenswürdigkeiten
Auf der Spitze des 596 Meter hohen Bleschenbergs, 1 Kilometer östlich von Wirnetshof, befindet sich ein
mittelalterlicher Burgstall und archäologische Befunde der abgegangenen spätmittelalterlichen Wallfahrtskirche St. Leonhard, Denkmalnummer D-3-6641-0066.
In der Bergwand des Bleschenberges befindet sich das Schratzelloch, ein Naturdenkmal mit der Nummer ND-02699. Es handelt sich um den 26 Meter tiefen Schacht eines Bergwerkes aus dem 16. Jahrhundert. Auf der Spitze des Bleschenberges steht ein frei zugänglicher Aussichtsturm.
12Zensus 2011 bei atlas.zensus2011.de. Abgerufen am 10. Juni 2022.
12Wirnetshof bei Bayernatlas. Abgerufen am 10. Juni 2022.
12Wirnetshof bei bavarikon.de. Abgerufen am 10. Juni 2022.
123
Max Piendl: Das Landgericht Cham, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 8, Verlag: Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1955, S. 14 Digitalisat
12
Max Piendl: Das Landgericht Cham, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 8, Verlag: Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1955, S. 27 Digitalisat
12
Max Piendl: Das Landgericht Cham, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 8, Verlag: Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1955, S. 66 Digitalisat
12
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 159
↑
Max Piendl: Das Landgericht Cham, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 8, Verlag: Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1955, S. 71 Digitalisat
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 181
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 192
↑
Emma Mages: Waldmünchen: Die Pflegämter Waldmünchen und Rötz, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Reihe 1, Heft 56, Kallmünz: Verlag Michael Lassleben, 1991, ISBN 3-7696-9917-3, S. 205
12
Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S.169 (Digitalisat).
12
Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 123