Die Endung -idin ist in der Chemie Namensbestandteil zahlreicher Einzelverbindungen und Stoffgruppen. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um aromatische Verbindungen, die Stickstoff enthalten. Die Namensgebung folgt jedoch keiner durchgehenden Systematik.
Zahlreiche aromatische Verbindungen leiten ihren Namen von einer Stammverbindung ab. Hier wird als zusätzlicher Substituent eine Aminogruppe eingeführt. Meistens wird die Endung -ol abgetrennt und die Endung -idin angehängt.
So entsteht:
Phenol und Benzol folgen nicht dieser Systematik.
Zahlreiche stickstoffhaltige heterocyclische Verbindungen enthalten gleichfalls die Endung -idin wie z. B. Pyridin, Pyrimidin, Lutidin, Collidin usw. Piperidin ist ein gesättigter Heterocyclus.
Nach dem Hantzsch-Widman-System ist diese Endung Bestandteil der Endung von stickstoffhaltigen, gesättigten Ringe mit einer Ringgröße von drei, vier und fünf Atomen. Für diese werden die Endungen -iridin (für Dreiringe), -etidin (für Vierringe) und -olidin (für Fünfringe) verwendet.
Die triviale Endung -idin zeigt an, dass in den betreffenden Nucleosiden Pyrimidinbasen als Strukturelement enthalten sind, z. B.:
Es gibt allerdings Stoffe, die auf -idin enden, die keinen Stickstoff enthalten, z. B. Hesperidin.