| Acidianus | ||||||||||||
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A. convivator mit ausknospenden Virionen von Acidianus two-tailed virus (Gattung Bicaudavirus, Bicaudaviridae). | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Acidianus | ||||||||||||
| Segerer, Neuner, Kristjansson & Stetter 1986 |

Acidianus ist eine Gattung fakultativ aerober thermoacidophiler (wärme- und säureliebender) Archaeen in der Familie Sulfolobaceae der Klasse (Biologie) Thermoprotei („Crenarchaeen“).
Die Archaeen der Gattung Acidianus werden aus heißen Quellen und (an Land) Fumarolen isoliert. Auch wenn Stoffwechsel und Wachstumsbedingungen je nach Art leicht variieren, ist ihnen ihre eher unregelmäßig geformte Kokkengestalt gemeinsam, und dass sie starke Säure und relativ hohe Temperaturen bevorzugen. Ein weiteres gemeinsames Merkmal ist, dass sie durch Schwefeloxidation unter aeroben Bedingungen wachsen können. Sie ähneln stark den Schwesterarten Sulfolobus und Saccharolobus (mit S. solfataricus) aus der gemeinsamen Familie Sulfolobaceae. Während Sulfolobus ausschließlich aerob wachsen kann, kann Acidianus auch anaerob wachsen, indem diese Archaeen Wasserstoff mit Schwefel reduzieren – eine Ausnahme ist A. sulfidivorans, das Schwefelwasserstoff mit Eisen(III) reduziert). Zudem sind die meisten Acidianus-Arten nicht beweglich.
Grundsätzlich sind die Acidianus-Arten obligat chemolithoautotroph und oxidieren Schwefel, Sulfide und Eisen(II) unter aeroben Bedingungen oder reduzieren Wasserstoff mit Schwefel. In beiden Fällen ist Kohlendioxid die einzige Kohlenstoffquelle. Auch hier gibt es ein Ausnahme: A. brierleyi ist ein fakultativ autotropher Organismus, der unter aeroben Bedingungen auch abhängig wachsen kann, indem er Peptide sowohl als Energie- als auch als Kohlenstoffquelle nutzt.
Der pH-Bereich für das Wachstum der Acidianus-Arten liegt im Allgemeinen zwischen 1 und 3, wobei A. sulfidivorans bei dem niedrigsten pH-Wert von 0,35 wächst – dem niedrigsten aller Crenarchaeen (Thermoproteati). Die Wachstumstemperatur von A. brierleyi ist mit 45–75 °C relativ niedrig, während A. infernus bei 85–96 °C wächst, was für diese Ordnung Sulfolobales recht hoch ist.
Wie von anderen Organismen bekannt gibt es Unterschiede in Eigenschaften zwischen aeroben kultivierten und anaeroben kultivierten Linien, beispielsweise hinsichtlich der Zellfarbe und der Haltbarkeitsdauer.
Die derzeit akzeptierte Taxonomie basiert auf der List of Prokaryotic names with Standing in Nomenclature (LPSN) und dem National Center for Biotechnology Information (NCBI).
Gattung Acidianus Segerer et al. 1986(L,N) [Desulfurolobus Zillig & Böck 1987(L,N), „Sulfosphaerellus“ Zhong et al. 1982]
Anm.: Der erstgenannte „Stamm“ (bzw. DNA-Sequenz, MAG) ist die Referenz.
| 16S-rRNA-basiert: LTP_06_2022 | Basierend auf 53 Markerproteinen: GTDB 08-RS214 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Archaeen der Gattung Acidianus werden von einer Reihe verschiedengestaltiger Viren parasitiert. Im Detail: